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Timo Glock

Vergne kostet Marussia Millionen

Petrov Pic GP Brasilien 2012 Foto: xpb 63 Bilder

Vor dem Saisonfinale wollte Timo Glock nur eins: bloß kein Chaos. Das einzige Ziel lautete, den zehnten Platz für Marussia in der Teamwertung zu sichern. Doch der Wunsch des Hessen ging nicht in Erfüllung.

25.11.2012 Tobias Grüner

Es ist wie verhext. Noch ein Rennen hat Marussia gefehlt. Im Kampf gegen den Erzrivalen Caterham ging es in Sao Paulo um rund zehn Millionen Euro aus den Prämientöpfen von Bernie Ecclestone. So viel ist der zehnte Platz in der Teamwertung wert. Für Platz elf gibt es vom Formel 1-Boss bloß einen feuchten Händedruck.

Pic ohne KERS chancenlos

Da die Hinterbänkler nur selten in die Punkte kommen, entscheidet das beste Einzelergebnis über die Reihenfolge. Timo Glock hatte in Singapur mit einem zwölften Platz vorgelegt. In den fünf Rennen danach konnte Caterham nicht kontern. In Sao Paulo bot sich die letzte Chance. "Bloß kein Regen, bloß kein Chaos", lautete der Wunsch von Timo Glock. Er sollte nicht in Erfüllung gehen.

Fünf Runden haben am Ende gefehlt. Im direkten Duell zwischen Charles Pic und Vitaly Petrov um Rang zwölf fuhr der Caterham Pilot dank KERS-Power einfach auf der Geraden vorbei und sorgte damit für die Entscheidung. Der Crash von Paul di Resta in der Schlussrunde sorgte sogar dafür, dass am Ende Platz elf für den Russen heraussprang. So weit vorne war noch kein Pilot der kleinen Teams ins Ziel gekommen.

Glock mit zusätzlichem Boxenstopp

Eigentlich fiel die Entscheidung im Duell aber schon viel früher. Pics Teamkollege Timo Glock war nach einer guten Startphase und einer perfekten Reifenstrategie zu Beginn deutlich besser platziert. Als das Safety-Car in Runde 23 auf die Bahn ging, fuhr der Hesse noch auf Rang zwölf. Petrov (14) und Pic (17) waren zu diesem Zeitpunkt keine große Gefahr.

"Leider krachte mir dann Vergne ins Heck und hat mir damit das Rennen zerstört", berichtet Glock enttäuscht. Der Toro Rosso-Pilot schlitzte dem Marussia zum unglücklichsten Zeitpunkt den Reifen auf. "Das war direkt nach dem Restart. Ich musste deshalb noch einmal an die Box, als das Rennen gerade freigegeben war. Vom Ende des Feldes habe ich noch einmal alles gegeben, aber es war nichts mehr zu machen", so Glock.

Teamchef John Booth fügte an: "Wir haben die richtigen Entscheidungen getroffen und die Strategie ist perfekt aufgegangen. Wir haben am Ende wegen Faktoren verloren, die nicht in unserer Kontrolle liegen."

Glock zufrieden mit Fortschritten des Teams

Glock, der seit dem Formel 1-Einstieg vor drei Jahren bei Marussia fährt, machte kein Hehl aus seiner Enttäuschung. "Das ist wirklich schade für das ganze Team. Wir haben so hart daran gearbeitet hierher zu kommen. Es ist traurig, den zehnten Platz zu verlieren. Eigentlich haben wir alles dafür getan, ihn zu verteidigen." Trotzdem versuchte er, sein Team wieder aufzumuntern. "Der zehnte Platz ist zwar verloren, aber was wir mit diesem Team aufgebaut haben, kann uns niemand mehr nehmen. Wir haben allen gezeigt, was wir erreichen können, wenn das Glück kein Faktor ist. Mit KERS werden wir nächstes Jahr noch besser."

Bei Caterham sieht man die Sache etwas anders. "Wenn man alles abwägt, dann haben wir den zehnten Platz verdient", freute sich der kürzlich zum Teamchef ernannte Cyril Abiteboul. "Unsere Ergebnisse waren über die ganze Saison gesehen besser als die unserer Rivalen. Als es drauf ankam konnten wir die Gelegenheit beim Schopf packen. Jetzt können wir mit einem guten Gefühl in die Winterpause gehen."

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