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Timo Glock wechselt zu F1-Neuling

Timo Glock fährt 2010 für Manor GP

Timo Glock Foto: Toyota/Manor GP 15 Bilder

Nach dem Toyota-Rückzug hat der deutsche Formel 1-Pilot Timo Glock ein neues Team gefunden. Der 27-jährige Wersauer wird 2010 für den englischen Rennstall Manor GP an den Start gehen, wie er am Dienstag (17.11.) bekanntgab.

17.11.2009 Tobias Grüner

Timo Glock liebt es, etwas Neues aufzubauen. Das hat er in den letzten Wochen immer wieder betont. Und so war sein Wechsel zu einem der neuen Formel 1-Teams am Ende keine Überraschung mehr. Mit Manor GP wartet auf den Deutschen eine schwere Aufgabe, die Glock gerne angeht. "Eine großartige Herausforderung", umschreibt der 27-Jährige seinen neuen Arbeitsplatz.

Mutiger Schritt von Glock

"Der Schritt wirkt vielleicht mutig. Es sprechen aber sehr viele Argumente für das Team. Für mich als Fahrer war es zum Beispiel wichtig, dass man mir zugesichert hat, dass ich die Entwicklungsrichtung klar mitbestimmen kann", begründet Glock seine Entscheidung für das neue F1-Team, das sich bisher vor allem durch seine Auftritte in der Formel 3 einen Namen in der Szene gemacht hatte.

Im Gegensatz zu den meisten Teams verfügt Manor GP über keinen eigenen Windkanal. Die Designer wollen das Auto ausschließlich mit Computer-Simulationen entwerfen. Für Glock kein Grund zur Sorge. "Das Auto wird von Nick Wirth gebaut. Das war für mich ein weiteres gutes Argument. Er hat viel Erfahrung und einen sehr guten Ruf in der Szene." Wirth hatte schon den LeMans-Prototypen Acura-02a am Computer entwickelt, der in der ALMS Erfolge einfahren konnte, ohne jemals eine Stunde im Windkanal gestanden zu haben.

Neuanfang bei Manor GP

Mit 27 Jahren kommt der komplette Neubeginn für Glock etwas überraschend. Er war so eigentlich auch nicht vorgesehen. "Ursprünglich hatten wir einen anderen Plan. Wir hatten uns zum Ziel gesetzt, im dritten Jahr mit Toyota um die Weltmeisterschaft zu fahren. Aus bekannten Gründen findet das nun nicht statt."

Mit Manor hat Glock das komplette Kontrastprogramm zu Toyota gewählt. Statt einer großen Fabrik und großen Budgets ist nun effizientes Arbeiten angesagt. "Die Stimmung in einem britischen Privatteam ist immer toll. Das kenne ich aus meiner Zeit bei iSport in der GP2. Dort haben wir gemeinsam am Erfolg gearbeitet, sehr eng zusammen. Manor startet mit einer ähnlichen Arbeitsweise. Deswegen habe ich mich bewusst für dieses Team entschieden."

Finanziell scheint die Zukunft gesichert zu sein. Der britische Milliardär Richard Branson wird mit seinem Virgin-Imperium neuer Hauptsponsor werden. Das Team wird dann in der kommenden Saison unter dem Namen Virgin Grand Prix antreten.

Deutsche Post mit an Bord

Mit dabei ist auch die Deutsche Post, die Glock nach dem Wechsel weiter als Sponsor unterstützen wird. Auch der zweite Pilot sollte etwas Positives zum Teambudget beisteuern und eigene Sponsoren mitbringen. Als Favorit gilt aktuell Lucas di Grassi. Der Brasilianer muss allerdings bis zum Wochenende Bestätigungen seiner Geldgeber vorlegen. Sollte di Grassi die nötigen Garantien nicht liefern können, will Manor Verhandlungen mit dem Iren Adam Carroll aufnehmen.

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