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Titel-Dreikampf

Teamduell als Nachteil für Brawn?

Vettel, Button und Barrichello Foto: dpa 53 Bilder

Der Dreikampf um den WM-Titel geht in Sao Paulo vielleicht schon in die letzte Runde. Vor dem Showdown gaben sich Sebastian Vettel, Jenson Button und Rubens Barrichello bewusst locker. Vettel hofft, dass es die beiden Brawn-Piloten noch vermasseln.

15.10.2009 Tobias Grüner

Mit einem freundlichen Handschlag begrüßten sich die drei Titelaspiranten in Sao Paulo zur offiziellen Pressekonferenz. Jenson Button, Rubens Barrichello und Sebastian Vettel wirkten sehr gelöst und versuchten sich den Druck nicht anmerken zu lassen. "Ich habe ja auch nichts zu verlieren", erklärte der deutsche Herausforderer. "Wir müssen einfach die Rennen gewinnen und hoffen, dass die beiden es vermasseln. Sie stehen mehr unter Druck."

Das wollte WM-Spitzenreiter Button so nicht stehen lassen. "Es geht immerhin um der WM-Titel. Da ist bei jedem eine gewisse Anspannung zu spüren." Zuletzt zeigte Red Bull eine bessere Pace als Brawn. Mit einem vierten Platz in Singapur und dem Sieg in Japan verkürzte Vettel den Rückstand auf 16 Punkte. "Singapur hätte sogar noch besser sein können. Ich hoffe nicht, dass die drei Punkte am Ende fehlen."

Vettel erhält teaminterne Unterstützung

Auch die Gesamtsituation sieht Vettel als Vorteil für sich. Teamkollege Mark Webber hat mit der Titelvergabe nichts mehr zu tun. "Das ist schade für ihn, aber gut für mich, dass wir nicht mehr gegeneinander kämpfen müssen, wie die beiden Brawn-Piloten. Wenn die Situation aufkommen sollte, wäre Mark der Letzte, der seine Hilfe verweigern würde."
 
Die beiden Brawn-Piloten versuchten die Rivalität im Team herunterzuspielen. "Wir haben die letzten vier Jahre gut zusammengearbeitet und das war auch in diesem Jahr nicht anders", erklärte Button. Einen kleinen Seitenhieb konnte sich der Brite aber dennoch nicht verkneifen: "Es wäre natürlich besonders schön, den Teamkollegen im eigenen Land zu schlagen." Dass er sich damit den Zorn der vielen brasilianischen Fans einhandeln würde, glaubt Button nicht. "Die würden das sicher verstehen."

Barrichello will Heimsieg mit allen Mitteln

Barrichello will das natürlich mit allen Mitteln verhindern. "Ich sehne diesen Heimsieg wirklich sehr herbei. Ich probiere es nun schon so lange." Allerdings lief es ausgerechnet in Sao Paulo nie besonders gut für den Lokalmatador. "Ich glaube nicht an Pech. Ich glaube an den Spruch: "Je härter man arbeitet, desto mehr Glück hat man."

Auch mit 38 Jahren fühlt sich der Routinier immer noch konkurrenzfähig. "Ich habe immer noch die Möglichkeit, das beste Rennen meiner Karriere zu fahren." Die großen Hoffnungen seiner Fans sieht der Brasilianer nicht als Belastung. "Man lernt damit umzugehen, die positiven Energien daraus zu ziehen und es als Vorteil zu nutzen. Ich freue mich, seit langem wieder in einem Auto zu sitzen, mit dem ich hier gewinnen kann."

"Würde Rubens hassen"

Dass der Titelkampf das Verhältnis zwischen den beiden belastet, glauben die Brawn-Piloten nicht. "Ich würde ihn hassen, wenn er mir den Titel wegschnappt", sagte Button mit einem Grinsen. "Nein, wir sind gute Freunde. Ich wäre aber sicherlich sehr enttäuscht. Aber wenn Rubens am Ende gewinnen sollte, dann hätte er es nach 17 Rennen auch verdient."

Wie schon die letzten Rennen will Button das Saisonfinale etwas vorsichtiger angehen lassen. "Es geht darum nichts Dummes zu tun. Meine Verfolger müssen sicher etwas aggressiver sein." Allerdings sei es nie das Ziel, nur in die Punkte zu kommen. Man müsse sich in gewissen Situationen etwas vorsichtiger verhalten. "Aber wenn sich die Gelegenheit bietet, muss man auch mal ein Manöver wagen."

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