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Titelkampf in Austin

Dritte WM-Pleite für Alonso?

Vettel Alonso GP USA 2012 Foto: xpb 74 Bilder

Fernando Alonso und Sebastian Vettel geben sich cool. Dabei könnten schon kleine Fehler in Austin für eine Vorentscheidung im WM-Kampf sorgen. Ferrari setzt vor allem auf die Stärke im Rennen.

15.11.2012 Tobias Grüner

Zwei Rennen sind noch zu fahren. Zehn Punkte liegen Fernando Alonso und Sebastian Vettel an der Spitze der WM-Wertung auseinander. Für beide geht es um den dritten WM-Titel. Am Donnerstag (15.11.) trafen die WM-Aspiranten erstmals an der neuen Rennstrecke in Austin aufeinander. Weder Vettel noch Alonso ließen sich die Anspannung anmerken.

Alonso mit doppelter Erfahrung im WM-Kampf

"Als ich 2006 beim letzten Rennen in Brasilien mit Michael Schumacher um den Titel gekämpft habe, konnte ich vorher nicht schlafen. Auch 2007 im Kampf mit Kimi und Lewis war ich sehr stressig und angespannt", gab Alonso zu. "Aber schon 2010 war in Abu Dhabi alles viel ruhiger und relaxter. Ich war besser vorbereitet auf die Situation, auch wenn es am Ende nicht gereicht hat. Mittlerweile bin ich reifer geworden."

Alonso hofft, dass die Erfahrung zahlreicher WM-Schlachten am Ende den Ausschlag gibt. Der Asturier fährt bereits seinen 196. Grand Prix. Konkurrent Vettel feiert am Wochenende Jubiläum - 100 Rennen in der Formel 1. Sein erster Auftritt in der Königsklasse war ebenfalls auf amerikanischem Boden. An das Debüt in Indianapolis erinnert sich Vettel gerne zurück. Immerhin gab es damals für BMW-Sauber direkt die ersten WM-Punkte.

Neue Strecke weder Vorteil noch Nachteil

"Es gab Positives und Negatives. Der Start und die erste Kurve waren leider nicht so gut. Ich musste viel kämpfen. Im Ziel war ich körperlich komplett fertig", gibt Vettel zu. "Das ist jetzt fünf Jahre her. Es ist schon erstaunlich, wie schnell die Zeit vergeht." Trotz seines geringen Alters kann der 25-Jährige in Austin bereits den Titel-Hattrick komplett machen. "Das würde mir viel bedeuten. Allerdings ist es schwierig in Worte zu fassen, bevor es soweit ist."

Dass in Austin auf einer neuen Strecke gefahren wird, sollte keinen von beiden im WM-Kampf einen Vorteil bringen. "Nach wenigen Runden weißt du, wo es langgeht. Das ist kein Problem", so Alonso. "Es ist ja nicht das erste Mal, dass wir die Herausforderung einer neuen Strecke angehen", fügt Vettel hinzu.

Beide Piloten haben die ersten Runden im Simulator bereits hinter sich. Alonso war schon im September nach dem Rennen in Singapur virtuell in Austin unterwegs. Am Mittwoch fuhr er dann die ersten beiden Runden auf dem Mountainbike. Vettel machte sich am Donnerstag um 15 Uhr Ortszeit zu Fuß auf den Weg, um sich die 5,5 Kilometer lange Piste aus der Nähe anzusehen.

Ferrari will WM-Entscheidung in Brasilien

"Wichtig ist es, im Freien Training einen guten Rhythmus zu bekommen", so Vettel über die Taktik für das Wochenende. Bei Ferrari müssen im Freien Training noch neue Teile getestet werden. "Der Freitag ist hier wichtiger als auf Strecken, die man schon kennt. Wir hoffen, dass wir ein gutes Feedback von den neuen Teilen bekommen und alle Tricks der Strecke lernen."

Dass mit neuer Technik die alte Qualifying-Schwäche von Ferrari beseitigt wird, glaubt Alonso aber nicht. "Wenn wir wieder im Bereich Platz sechs oder sieben landen, wäre das nicht schlimm. Das sind wir schon gewohnt. Wir wissen, dass es nicht unsere Stärke ist. Unsere Stärke liegt im Rennen, wo wir so viele Punkte wie möglich holen wollen."

Als Minimalziel hat Alonso ausgegeben, die WM-Entscheidung zumindest bis zum letzten Rennen in Brasilien hinauszuzögern. Wenn Vettel gewinnt, muss sein Verfolger mindestens Vierter werden. Sonst steigt bei Red Bull schon in Texas die große Party. Es wird auf jeden Fall spannend.

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