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Titelpleite

Kein Frust bei Hamilton

Foto: dpa 84 Bilder

Nur eine Woche nach dem missglückten Saisonfinale in Sao Paulo hat Formel-1-Senkrechtstarter Lewis Hamilton die Enttäuschung über den verpassten WM-Titel überwunden.

28.10.2007

"Schwamm drüber. Ich schaue nach vorn, kann es gar nicht abwarten, wieder im Auto zu sitze", sagte der 22 Jahre alte Brite der der "Bild am Sonntag" (28.10.). "Ich bin erhobenen Hauptes nach Hause zurückgekommen, weil ich als WM-Zweiter viel mehr erreicht habe, als ich und alle anderen erwartet hatten." Außerdem könne er immer noch jüngster Weltmeister in der Formel-1-Geschichte werden.

Hamilton ging die Luft aus

In den letzten beiden Rennen des Jahres in Shanghai und Sao Paulo hatte der McLaren-Mercedes-Pilot die Chance vergeben, als erster Fahrer bereits in seiner Premierensaison den Titel zu holen. Beim Großen Preis von China schied er aus, in Brasilien kam der bis dahin in der WM führende Hamilton nach Fahrfehlern zu Beginn des Rennens und technischen Problemen nur auf Platz sieben. Rang fünf hätte zum Triumph genügt. Weltmeister wurde der Finne Kimi Räikkönen im Ferrari.

Sein Rennstall hat zwar Einspruch gegen das Rennergebnis von Sao Paulo eingelegt, weil in den Autos der vor ihm Platzierten Nico Rosberg (Williams), Nick Heidfeld (BMW-Sauber) und Robert Kubica (BMW-Sauber) das Benzin zu kalt gewesen sein soll. Wegen möglicher Messchwankungen war auf eine Strafe verzichtet worden. Der McLaren-Protest wird am 15. November beim Berufungsgericht des Automobil-Weltverbandes FIA verhandelt.

Sollte dem Einspruch stattgegeben werden und die drei Fahrer disqualifiziert werden, könnte der Brite doch noch den Titel erhalten. Hamilton hatte aber bereits erklärt, dass er nicht auf diese Weise Weltmeister werden wolle.

"Cool, berühmt zu sein."

Der Silberpfeil-Fahrer ist durch seine Leistungen in seinem ersten Formel-1-Jahr nicht nur in seiner Heimat populär. "Alles hat zwei Seiten. Der Preis, einer von gut 20 Formel-1-Fahrern zu sein, ist eben der Verlust der Privatsphäre", meinte der erste dunkelhäutige Formel-1-Pilot. "Aber um ehrlich zu sein - es ist auch cool, berühmt zu sein"

Einer der wichtigsten Menschen in seinem Umfeld ist sein 15 Jahre alter Bruder Nicolas, der an zerebraler Kinderlähmung leidet. "Er ist ein großartiger Mensch, mein bester Freund, ich habe viel von ihm gelernt. Zum Beispiel, dass man jedes Problem lösen kann", meinte Hamilton. "Er kann nicht halb so viel unternehmen wie ich, ist aber trotzdem zufrieden und glücklich. Für ihn bin ich trotzdem Weltmeister geworden."

Bester Rennfahrer aller Zeiten ist für den Briten der Brasilianer Ayrton Senna und nicht Rekordweltmeister Michael Schumacher: "Die zwei sind schwer zu vergleichen, aber wenn ich mein Geld auf einen von beiden setzen müsste, würde ich mich für Senna entscheiden."

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