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Titelrennen

Schumi entspannt

Foto: Daniel Reinhard 54 Bilder

Locker und lässig gab sich Michael Schumacher vor seinem im Titelrennen richtungweisenden Heim-Grand-Prix. Nur Fragen nach seiner Zukunft können im die Laune verderben. Bei McLaren-Mercedes soll die Fahrerfrage Ende Juli entschieden werden.

04.05.2006

Mit breitem Grinsen schüttelte der Ferrari-Star seinem Bruder Ralf die Hand, der diesen Wunsch der Fotografen eher widerwillig erfüllte. "Wir sind auf dem Nürburgring in der Position, um den Sieg mitzukämpfen", sagte der siebenmalige Formel-1-Weltmeister bestens gelaunt am Donnerstag vor dem Großen Preis von Europa.

Nur beim Reizthema Vertragsverlängerung verfinsterte sich für einen Moment seine Miene. «Es gibt nichts Neues», vertröstete Michael Schumacher genervt die neugierigen Fragesteller zum x-ten Mal auf seine seit Monaten für Saisonmitte angekündigte Entscheidung. "Wenn ich sage, es gibt nichts Neues, dann gibt es nichts Neues. Da kann man noch zehn Fragen stellen, da ändert sich nichts dran."

Klar ist dagegen, bis wann die nächste brisante Fahrerfrage beantwortet sein wird. Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug kündigte vier Tage vor dem fünften Saisonlauf in der Eifel an, das britisch-schwäbische Team werde seinen zweiten Piloten neben dem schon im Dezember von Renault verpflichteten Weltmeister Fernando Alonso spätestens bis zum Großen Preis von Deutschland Ende Juli bekannt geben. "Vielleicht auch schon etwas früher", sagte er. Die Entscheidung fällt zwischen dem Kolumbianer Juan Pablo Montoya und dem längst mit Ferrari in Verbindung gebrachten Kimi Räikkönen.

Michael Schumacher: "Schön, die vielen Flaggen"

Schumacher startete mit einer Teamfeier in seinem Kerpener Kart-Center ins Rennwochenende. Die gute Stimmung bei der Dankeschön-Party am Mittwochabend würde der 85-malige Grand-Prix-Gewinner mit seinem fünften Sieg auf dem Nürburgring am Sonntag (7.5.) gern toppen. Nach dem Befreiungsschlag von Imola möchte er seinem jungen Nachfolger Alonso im WM-Rennen den nächsten Nadelstich
versetzen.

Die 77 Kilometer von Kerpen in die Eifel genoss Schumacher bei herrlichem Sonnenschein. "Ich bin mit dem Auto hergekommen. Es ist schön zu sehen, wie viele Camper mit Ferrari-Flaggen unterwegs waren. Das macht einen natürlich schon froh", sagte der Publikumsliebling.

Willi Weber: "Viel Stress"

Schumachers Manager Willi Weber warb vor dem Großen Preis von Europa um Verständnis wegen der weiterhin offenen Vertragslage. "Man muss sehen, dass dies keine einfache Entscheidung ist. Es geht da nicht nur um motorsportliche Aspekte, sondern auch ganz stark um private. Die Familie spielt da eine ganz große Rolle", sagte Weber der dpa. «Man muss sehen, dass man bei 18, 19 Rennen und der
zusätzlichen Testarbeit ständig unterwegs ist und viel Stress hat.» Der Schumacher-Intimus glaubt nicht, dass sich sein Schützling schon entschieden hat: "Nein, das ist ein Prozess."

Weber rechnet aber damit, "dass Michael seine Karriere fortsetzt". Konkret geht es um zwei weitere Jahre. Zwischen der Scuderia und dem Management seien alle Fragen geklärt, es fehle nur die Zustimmung Schumachers. Meldungen aus Italien, dass die Angelegenheit in den nächsten vier Wochen geklärt sei, widersprach er.

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