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Todt neuer FIA-Präsident: Jean Todt gewinnt gegen Ari Vatanen

Jean Todt

Jean Todt heißt der neue FIA-Präsident. Der Franzose wurde am Freitag (23.10.) auf der FIA-Generalversammlung in Paris zum neuen Oberhaupt des Automobil-Weltverbandes gewählt. Todt setzte sich dabei gegen seinen Herausforderer Ari Vatanen durch.

Der kleine Mann ist wieder einmal der größte: Mit seiner Wahl zum FIA-Präsidenten hat es der ehemalige Rallye-Copilot Jean Todt bis in das höchste Amt im Motorsport geschafft. Todt löst damit den Briten Max Mosley ab, der seit 18 Jahren den Dachverband führte.

Der ehemalige Ferrari-Teamchef und -Geschäftsführer setzte sich bei der Abstimmung in einem Pariser Luxus-Hotel gegen den finnischen EU-Parlamentarier und Ex-Rallye-Weltmeister Ari Vatanen durch. Die FIA-Delegierten votierten mit 135 zu 49 Stimmen für den Franzosen. In der geheimen Abstimmung waren 12 Stimmen ungültig.

AvD-Präsident im FIA-Senat

Unter Todt wird der Deutsche Rudolf Graf von der Schulenburg im FIA-Senat vertreten sein. Er ist der Präsident des Automobilclubs von Deutschland (AvD). Todt selbst war von Vorgänger Mosley klar favorisiert worden, Wahlkampfhelfer waren unter anderen Fußball-Legende Pele, Filmregisseur Luc Besson und Rekordweltmeister Michael Schumacher. Der Kerpener selbst war ebenfalls in Paris.

Vor der Wahl hatten beide Kandidaten in einer jeweils 15 minütigen Rede zum letzten Mal ihre Standpunkte vorstellen dürfen und um die Stimmen der Delegierten geworben. Dabei machte Todt den Anfang.

Formel 1 gratuliert

Unter den ersten Gratulanten befanden sich auch die Formel 1-Teams, die mit einem gemeinsamten FOTA-Statement Glückwünsche übermittelte: "Ich möchte Jean Todt viel Glück in seiner neuen Rolle wünschen, da ich ihn immer wegen seines Könnens, seiner Hingabe und seines Engagements immer schon geschätzt habe", erklärte Luca di Montezemolo, der Präsident der Teamvereinigung. "Ich bin mir sicher, dass der Verband unter seiner Führung verjüngt wird und wieder ein Klima des offenen Dialogs und der konstruktiven Zusammenarbeit mit der FOTA eintritt, das eine Stabilität der Regeln und des ganzen Umfeld sicherstellt."

Auch Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug hat dem neuen Präsidenten des Automobilweltverbandes, Jean Todt, zur Wahl gratuliert. Man freue sich "auf eine konstruktive Zusammenarbeit, bei der vor allem weitere Kostensenkungen in der Formel 1 und weitere kostenlose Mehrwerte für das Formel-1-Publikum im Mittelpunkt stehen sollen", sagte Haug am Freitag.

Todt für vier Jahre gewählt

Der neue Präsident des Dachverbandes wurde für vier Jahre gewählt. Er darf dann einmal zur Wiederwahl antreten. Todt und der sechs Jahre jüngere Vatanen führten einen harten Wahlkampf. Vatanen warf der FIA mit Mosley vor, für Todt unrechtmäßig Partei zu ergreifen. Zudem behauptete er, die Kampagne seines Konkurrenten sei von der FIA mitfinanziert worden. Mosley, der Todt öffentlich klar favorisierte, und die FIA werteten Vatanens Aussagen als Angriff auf die Integrität des Verbandes.

Das neue FIA-Kabinett unter Jean Todt:

Präsident: Jean Todt

Stellvertretender Präsident Mobilität: Brian Gibbons (Neuseeland)

Stellvertretender Präsident Sport: Graham Stoker (Großbritannien)

Senatspräsident: Nicholas Craw (USA)

Senatsmitglieder: Hernan Gallegos Banderas (Ecuador), Tunku Mudzaffar bin Tunku Mustapha (Malaysia), Rudolf Graf von der Schulenburg (Deutschland), Carlos Slim Domit (Mexiko), Jainchang Yan (China)

Vizepräsidenten für Mobilität: Carlos Barbosa (Portugal), Victor Dumot (Paraguay), Ignacio Gonzalez Fausto (Mexiko), Gus Lagman (Philippinen), Franco Lucchesi (Italien), Jorge Rosales (Argentinien), Danijel Starman (Slowenien)

Vizepräsidenten für Sport: José Abed (Mexiko), Michel Boeri (Monaco), Morrie Chandler (Neuseeland), Enrico Gelpi (Italien), Carlos Gracia (Spanien), Mohamed ben Sulayem (Vereinigte Arabische Emirate), Surinder Thatthi (Kenia)

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Tobias Grüner/dpa

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