Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Todt

Schumacher bleibt bei Ferrari

Foto: Daniel Reinhard

Ferrari-Teamchef Jean Todt und Präsident Luca Montezemolo sind sich sicher, dass Michael Schumacher seine aktive Karriere bei Ferrari beendet. Zum Thema Kimi Räikkönen äußern sich die Ferrari-Verantwortlichen weiter nicht. Mercedes hat das Tauziehen um den Finnen noch nicht aufgegeben.

23.04.2006

"Wir üben keinen Druck auf Michael aus", versicherte Fiat-Präsident Luca di Montezemolo bei seiner Visite im Autodromo Enzo e Dino Ferrari. Teamchef Jean Todt sagte der "Bild am Sonntag": "Er hat alle Zeit der Welt. Es gibt keine Fristen." Beide sind sich ihrer Sache offensichtlich sicher und können bis Ende Juni gelassen abwarten.

"Ich habe in den letzten Wochen oft mit Michael gesprochen und ich habe ihn entschlossen, konzentriert und hungrig nach neuen Erfolgen gesehen", sagte di Montezemolo. Er rechnet offenbar fest damit, dass Schumacher seine einmalige Karriere fortsetzen wird. "Er ist Ferrari immer noch eng verbunden. Wer daran zweifelt, irrt sehr." Für Todt, der nicht nur Vorgesetzter, sondern auch enger Freund Schumachers ist, scheint die Vertragsverlängerung nur noch Formsache: "Sobald er
zu mir kommt, einigen wir uns. Wir brauchen keine fünf Minuten."

Jean Todt: "Michael gehört zu Ferrari"

Angst, dass das Objekt der Begierde dem Buhlen von Renault, Red Bull oder einem anderen Rennstall nachgeben könnte, haben die Roten nicht. "So lange Michael in der Formel 1 ist, so lange ist er auch bei Ferrari. Michael gehört zu Ferrari. Und Ferrari gehört zu ihm", sagte Todt. Spekulationen, Schumacher könne zu Renault wechseln,
bezeichnete der Ferrari-Direktor als "Blödsinn". Renault-Teamchef Flavio Briatore, mit dem Schumacher beim Vorgängerteam Benetton seine beiden ersten WM-Titel 1994 und 1995 holte, könne "drei Mal fragen. Michael wird Ferrari nie mehr verlassen".

Sollte, wie längst durchsickerte, McLaren-Mercedes-Pilot Räikkönen zu Ferrari gehen, wäre das für Schumacher laut Todt kein Problem: "Das ist Zukunftsmusik", sagte der Franzose. "Aber Michael hat längst bewiesen, dass er, wenn er ein gutes Auto hat, sich vor niemandem fürchten muss. Er hat sie doch alle geschlagen: Seine Teamkollegen, seine Jäger – alle. Er hat bestimmt keine Angst."

Di Montezemolo erklärte lächelnd, der Deutsche und der Finne im Paket seien für Ferrari kein zu großer Luxus: "Nun, ich war immer der Meinung, dass ein bisschen Luxus nötig ist. Schumacher und Raikkönen sind derzeit die stärksten Piloten, zusammen mit Fernando Alonso natürlich." In der Vergangenheit habe die Scuderia immer große Fahrer-Persönlichkeiten bevorzugt.

Norbert Haug: "Nichts unterschrieben"

"Noch ist nichts entschieden", versicherte der Fiat-Boss lächelnd. Er habe garantiert "keinerlei Kontakt" zu dem Finnen gehabt, diesen letztmals 2004 in China gesprochen und folglich keine Verhandlungen begonnen. Dies gehört allerdings auch nicht zu seinen, sondern zu Todts Aufgaben. "Wenn in der Zwischenzeit einer meiner Mitarbeiter mit ihm zu tun hatte, werde ich es euch nicht mitteilen können", meinte di Montezemolo vielsagend.

Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug geht indes davon aus, dass im Fall Räikkönen noch nichts entschieden ist: "Sein Manager und Kimi selbst haben mir versichert, dass nichts unterschrieben sei. Ich kann nicht davon ausgehen, dass mich mein Fahrer anlügt." Haug stellte aber auch klar, dass es "kein Wettbieten" um den Finnen gebe. "Das Preis-Leistungs-Verhältnis muss stimmen."

Mit der Verpflichtung des spanischen Weltmeisters Fernando Alonso für 2007 hat sich das britisch-schwäbische Team zudem abgesichert. "Wenn es uns gelingt, Räikkönen dazu zu packen, haben wir einen guten Job gemacht", sagte Haug.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden