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Top-Speed-Liste von Jerez

Mercedes-Motor mit Power-Vorteil?

Felipe Massa - Williams - Formel 1 - Jerez - Test - 30. Januar 2014 Foto: Baldauf / SB-Medien 13 Bilder

Die Top-Speed-Hitliste von Jerez zeigt ein interessantes Bild. Die ersten 5 Plätze wurden von Mercedes-Piloten eingenommen. Wir haben die genauen Werte und blicken hinter die Zahlen. Müssen sich Ferrari und Renault Sorgen machen?

14.02.2014 Michael Schmidt

Die Formel 1-Top-Speeds werden in diesem Jahr steigen. Experten rechnen auf langen Geraden um bis zu 15 km/h Zuwachs. Das hat zwei Gründe. Wenn die Antriebseinheiten ihre volle Leistung abgeben, entfesseln sie bis zu 860 PS. Also gut 100 PS mehr als der alte V8. Dazu wurde der Luftwiderstand der Autos wurde um bis zu 15 Prozent reduziert. Der DRS-Heckflügel öffnet sich zudem um 20 Millimeter weiter.

Beim Thema Luftwiderstand wird sich während der Saison auch nicht viel ändern. Wegen des Spritverbrauchs darf nur effizienter Abtrieb ans Auto. Einfach mal so einen zusätzlichen Flügel ans Auto bauen geht nicht mehr. Man würde zwar auf eine Runde schneller, bestraft sich aber im Rennen mit zu hohem Benzinverbrauch.

Massa auf Ziellinie und beim Top-Speed vorn

Wie sich das auf die Top-Speeds auswirken könnte, davon bekam man bereits in Jerez einen ersten Eindruck. Die schnellsten Zeiten der ersten Testwoche wurden am dritten Tag gefahren. Sowohl auf der Ziellinie als auch an der Top-Speed-Messstelle lag Felipe Massa mit dem Williams-Mercedes in Front. Und zwar deutlich. Das spricht für eine gute aerodynamische Effizienz.

Auf dem Zielstrich wurde Massa mit 286,4 km/h gestoppt. An der schnellsten Stelle des Kurses mit 307,6 km/h. Da Massa am dritten Testtag auch die zweitschnellste Rundenzeit gefahren ist, darf man davon ausgehen, dass der neue Williams FW36 sich zum echten Geheimtipp aufschwingen könnte.

Ferrari im Sicherheitsmodus

Ferrari landete mit 268,6 km/h auf der Zielgeraden und 289,5 km/h beim Top-Speed abgeschlagen hinter 5 Mercedes-Piloten auf Rang 6. Die Italiener gaben jedoch zu, dass sie in Jerez mit gedrosselter Leistung unterwegs waren. Niki Lauda dagegen meinte: "Wir sind schon an das Limit gegangen, das wir vertreten konnten. Es macht ja keinen Sinn, absichtlich langsam zu fahren. Da lernst du nichts dabei."

Wenn Ferrari tatsächlich mit angezogener Handbremse unterwegs war, dann würde das einerseits die schwachen Top-Speed-Werte erklären, andererseits darauf hindeuten, dass Maranello ein richtig gutes Paket gelungen ist. Kimi Räikkönens Bestzeit lag nur 1,6 Sekunden über der von Magnussen.

Renault-Teams konnten sich nicht in Szene setzen

Die Geschwindigkeiten der Renault-Teams sind kein Indikator. Weder Red Bull, Toro Rosso noch Caterham kamen ernsthaft zum Fahren. Der Top-Speed von Toro Rosso lag mit 278,3 km/h noch nicht einmal auf GP2-Niveau. Da wird man Bahrain abwarten müssen, um eine Aussage zu treffen.

Die detaillierten Top-Speed-Werte vom dritten Testtag in Jerez finden Sie in der Bildergalerie.

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