Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Top-Teams in der Krise

F1-Saison abhaken oder weiterkämpfen?

Nick Heidfeld Foto: dpa 63 Bilder

Die Formel 1-Saison feiert am Nürburgring Bergfest. Nach der ersten Saisonhälfte spricht die WM-Tabelle bereits ein klares Bild: An der Spitze haben sich die vier Piloten von Brawn GP und Red Bull festgesetzt. Der große Rest liegt weit abgeschlagen dahinter.

30.06.2009 Tobias Grüner

Was ein Jahr doch für einen Unterschied ausmachen kann. Zum gleichen Zeitpunkt in der Vorsaison kamen die beiden Spitzenteams Red Bull und die damalige Honda-Mannschaft auf gerade einmal 43 Zähler. Nach acht Rennen 2009 sind es dagegen schon 179,5 Punkte. Der Rest des Feldes konnte bisher nur staunend zuschauen, wie Jenson Button und Sebastian Vettel die Siege unter sich ausmachten. Mit jedem Rennen schwinden die Chancen, die übermächtigen Autos diese Saison noch einmal zu schlagen.

"Der Brawn liegt absolut ausbalanciert in den Kurven", berichtete Fernando Alonso neidvoll. Und auch über den Red Bull fiel dem Spanier nur Lob ein: "Wie die durch die schnellen Kurven fahren können, das ist unglaublich." Trotz einer aussichtslosen Platzierung in der WM-Tabelle fordert der Weltmeister der Jahre 2005 und 2006 von seinem Team aber weiter harte Arbeit und neue Teile. "Vielleicht ist ja irgendwann der entscheidende Schritt dabei."

Testlauf für die kommende Saison

Viele andere Verfolger geben sich nicht so kämpferisch. "Wir müssen die zweite Hälfte der Saison nutzen, um die Probleme im Grundkonzepts des Autos zu analysieren und zu verstehen warum wir so langsam sind. Wir dürfen die gleichen Fehler in der kommen Saison nicht noch einmal machen", erklärte Heikki Kovalainen das weitere Vorgehen der Silberpfeile. Der Verzicht auf die Hybrid-Technik (KERS) in Silverstone kann schon als erstes Anzeichen betrachtet werden, dass McLaren den Fokus etwas in Richtung kommende Saison verschiebt.

Auch Teamchef Martin Whitmarsh gesteht Fehler ein: "Wir haben zu Beginn der Saison mit vielen kleinen Schritten relativ viel Zeit auf die Konkurrenz gutmachen können. Aber leider hilft uns diese Taktik jetzt nicht mehr weiter." Nach Aussage des Silberpfeil-Chefs hatte sich das Team zudem speziell auf das Monaco-Rennen vorbereitet. "Da ging viel Zeit verloren, die uns jetzt fehlt." Eigentlich sollte am Nürburgring noch einmal ein neues Aerodynamik-Paket kommen. Das wurde jetzt auf Ungarn verschoben.

Aufholjagd ohne KERS

Auch bei BMW-Sauber scheint man den Kampf aufgegeben zu haben. Dass BMW jetzt sogar die KERS-Technik einmottet, ist ein deutliches Zeichen. Man möchte sich ohne die Einflüsse der Hybrid-Komponenten auf die Weiterentwicklung des Autos konzentrieren: "Da sich das Reglement in puncto Aerodynamik nicht groß verändert, können wir die Erkenntnisse aus dieser Saison auch im nächsten Jahr nutzen", erklärt Rennleiter Mario Theissen.

Bei Ferrari ist man sich noch nicht sicher, was man in diesem Jahr noch erreichen will. Den WM-Titel haben die Piloten schon lange abgeschrieben. "Vielleicht können wir am Ende der Saison ja noch ein Rennen gewinnen", hofft Vizechampion Felipe Massa. Wie Kovalainen forderte der Brasilianer sein Team auf, vor allem in den Erfolg in der kommenden Saison zu sichern. "Wir müssen 2010 wieder um den Titel kämpfen." Allerdings will Ferrari als letztes Team auf jeden Fall bis zum Ende der Saison an KERS festhalten. "Wir sind auf jeden Fall schneller damit. Es gibt also keinen Grund, es auszubauen."

Umfrage
Welches F1-Team ist der größte Verlierer der bisherigen Saison?
Ergebnis anzeigen
Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden