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Tops und Flops GP Belgien

Foto: Spyker F1 12 Bilder

Wir klären auf, wer nach dem Rennen in Spa jubeln darf, und wer auf der Ardennen-Achterbahn einfach zu langsam war. Warum Renault gleich drei Mal im Flop-Ranking vertreten ist und warum ein Spyker-Pilot unser Mann des Rennens ist.

17.09.2007 Michael Schmidt

Unser Mann des Rennens war Adrian Sutil. Zum ersten Mal in dieser Saison bekam der Gräfelfinger ein konkurrenzfähiges Auto von seinem Team und prompt stellte er seiner fahrerische Klasse unter Beweis. In den ersten Runden konnte Sutil gleich fünf Plätz gutmachen, fuhr zwischenzeitlich sogar auf Rang zwölf vor. Mit wenig Abtrieb hatte Sutil kaum Probleme seinen Kontrahenten auch im kurvigen Streckenabschnitt zu folgen. Belohnung: Im Ziel Platz 14 - das beste Spyker-Ergebnis der Saison.

Unsere Formel 1-Rangliste:

1. Ferrari
In Monza McLaren, in Spa Ferrari. Je nach Streckentyp schlägt das Pendel einmal für die Silbernen, dann wieder für die Roten aus. Spa war Ferrari-Land. Hier zählt die beste aerodynamische Effizienz. Die Ferrari-Piloten konnten sich flachere Flügel leisten als ihre McLaren-Kollegen ohne im kurvenreichen Teil allzuviel Zeit zu verlieren. Räikkönen und Massa holten ihre Zeit auf den Geraden.

2. McLaren-Mercedes
Der Demütigung am grünen Tisch in Paris folgte die Niederlage auf der Strecke. "Spa war wie Istanbul ein Ferrari-Kurs. Platz drei war das Maximum", bilanzierte Fernando Alonso. Das politische Schmierentheater geht nicht spurlos an den Silberpfeile vorbei. Teamchef Ron Dennis muss auf zu vielen Kriegsschauplätzen die Feuer löschen. Auch zwischen seinen Fahrern. Diesmal beschwerte sich Hamilton. "Alonsos Manöver beim Start waren nicht fair."

3. BMW
Wieder ein einsames Rennen für Nick Heidfeld. Trotz eines schwachen Starts war der Mönchengladbacher der bestplatzierte Fahrer, der nicht in einem Ferrari oder McLaren saß. Robert Kubicas Chancen sanken schon im Training auf Null. Ein Motorwechsel verbannte ihn auf Startplatz 14.

4. Williams-Toyota
Das Einmann-Team Williams läuft Renault den Rang ab. Nico Rosberg ärgerte phasenweise sogar die BMW. Um den Elf-Punkte-Rückstand auf Renault noch einzuholen, braucht Williams ein Chaosrennen. "Dann müssten beide Fahrer hoch punkten", fordert Technikchef Sam Michael. In Fuji kommt eine neue Aero-Stufe als Joker. Wenn sich Renault mal nicht verrechnet hat. Dort ist die Saison schon seit zwei Monaten beendet.

5. Renault
Nichts stimmt mehr beim Titelverteidiger. Taktische Fehler, ein Crash von Fisichella, Ärger mit einer hausgemachten Spionage-Story. Heikki Kovalainen rettet die Renault-Ehre mit einem Punkt. Endlich fährt der Finne so gut, wie man es von ihm erwartet hat. Seine Verteidigungsschlacht gegen Kubica war sehenswert.

6. Red Bull
Red Bull stagniert, aber Spa passte besser in das Profil des Autos. Webber erlöste das Team nach drei Nullrunden mit zwei Punkten. "Für Rosbergs Williams waren wir einen Tick zu langsam." Die Standfestigkeit ist weiter das Hauptproblem des Teams. David Coulthard blieb im Training und im Rennen mit einem Hydraulikschaden stehen.

7. Toyota
Eigentlich hätte Spa den Toyota liegen müssen, doch mehr als die Plätze 10 (Schumacher) und 11 (Trulli) waren nicht drin. "Wir wären auch mit besseren Startplätzen nicht in den Punkten gelandet", bedauerte Ralf Schumacher. "Im Rennen fehlte uns der Speed."

8. ToroRosso
Vitantonio Liuzzi erreichte dank Einstopp-Strategie und einem tadellosen Rennen Rang 12. "Das ist unser Maximum", applaudierte Mitbesitzer Gerhard Berger. "Für eine Zweistopp-Strategie war unser Auto zu langsam. Wir können den Vorteil frischerer Reifen nicht nutzen." Sebastian Vettel blieb nach acht Runden mit defekter Lenkung stehen. Der Deutsche hatte den Speed von Liuzzi. Kein Team legte weniger Rennkilometer zurück als ToroRosso.

9. Spyker
Die B-Version zeigt im zweiten Anlauf seine Qualitäten. Die versprochenen sieben Zehntel pro Runde konnten auf der Strecke bestätigt werden. Adrian Sutil fuhr sein bestes Saisonrennen. Er kämpfte zeitweise mit Trulli und Coulthard.

10. Honda
Der kleinen Sternstunde in Monza folgte der Absturz in Spa. Button stoppte mit Hydraulikdefekt, Barrichello landete als 13. im Nirgendwo. Die Modifikationen, die in Monza einen Fortschritt brachten, erwiesen sich in Spa als wirkungslos. "Weil wir in Spa mehr Abtrieb brauchen", klagte Barrichello.

11. SuperAguri
Der Hauptsponsor zahlt nicht, das Geld wird knapp. "Es gab seit Wochen keine Weiterentwicklung", jammert Teamchef Aguri Suzuki. Sato und Davidson landeten trotz kämpferischer Rennen hinter Spyker-Pilot Sutil auf den Plätzen 15 und 16.

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