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Toro Rosso

Ist Key der Schlüssel zum Erfolg?

Toro Rosso GP Korea 2012 Foto: xpb 23 Bilder

Toro Rosso hat sich zu einem regelmäßigen Punktesammler entwickelt. In den letzten fünf Rennen hat der italienische Rennstall vier Mal gepunktet. In Korea sogar mit beiden Autos. Ist das schon der Einfluss des neuen technischen Direktors James Key?

18.10.2012 Michael Schmidt

Neun Mal in Folge war Toro Rosso punktelos geblieben. Doch seit der Sommerpause läuft es rund bei Red Bulls Juniorteam. In den letzten fünf Grand Prix haben Daniel Ricciardo und Jean-Eric Vergne vier Mal Punkte geholt, zwei Mal sogar im Doppelpack. Auch in Korea landeten beide Autos in den Top Ten.

Wie üblich standen Ricciardo und Vergne im Training an der Schwelle, in Q1 durch den Rost zu fallen. Doch wie immer ging bei den Toro Rosso-Fahrern der Knoten im Rennen auf. "Unsere Schwäche ist die Qualifikation", gibt Ricciardo zu.

Aufholjagd von Vergne und Ricciardo

Toro Rosso ging von den Startplätzen 16 und 21 mit alternativen Strategien in das Rennen. Vergne war auf minimalen Abtrieb getrimmt und deshalb der König des ersten Sektors. Mit 324,5 km/h führte er die Top-Speed-Rangliste klar an.

Er startete auf den härteren Reifen, wechselte noch einmal auf die härteren und fuhr die letzten 17 Runden mit den Supersoft-Gummis. Trotzdem waren die Rundenzeiten erstaunlich flott. Der Franzose fuhr die achtschnellste Rennrunde. "Obwohl ich mit weniger Abtrieb unterwegs war, konnten wir den Abbau der Reifen gut kontrollieren."

Daniel Ricciardo hatte etwas mehr Anpressdruck gewählt, war aber immer noch die Nummer zwei auf der Geraden. Im Vergleich zu Vergne verlor der Australier sechs km/h im Top-Speed. Wegen eines Getriebewechsels, hervorgerufen durch eine abgescherte Antriebswelle in der Qualifikation, musste Ricciardo von Platz 21 aus ins Rennen gehen.

Doch schon nach zwei Runden tauchte er hinter Teamkollege Vergne auf Platz 15 auf. Dann brachte ihn ein gut getimter und rekordverdächtiger Boxenstopp auf den elften Rang nach vorne. Nur McLaren (Hamilton) und Mercedes (Schumacher) fertigten ihre Fahrer bei der Serie der ersten Boxenstopps schneller ab als die Toro Rosso-Crew.

Ricciardo mit Technik-Pech im Finale

Bei Ricciardo wählte Toro Rosso die Standardtaktik: soft-soft-supersoft. Der Australier lag auf einem sicheren achten Platz, als zehn Runden vor Schluss ein Defekt an der vorderen rechten Bremse auftrat: "Ich wäre beim Anbremsen der Kurve 3 fast abgeflogen, so hat das Auto nach links gezogen", berichtet Ricciardo.

"Mit dem Problem musste ich bis zum Schluss kämpfen. Ich habe eineinhalb Sekunden pro Runde verloren, und konnte mich gegen meinen Teamkollegen nicht mehr wehren. Das ist ein bisschen frustrierend, denn der dritte Stint war vom Speed her mein bester. Ich hatte die Reifen gut in Schuss gehalten und konnte den Speed von Grosjean mitgehen. Zum Glück hat Lewis am Ende auch noch ein Problem bekommen, so dass ich wenigstens den neunten Platz retten konnte."

James Key als Schlüssel zum Erfolg

Auffallend ist, dass der Höhenflug der Toro Rosso mit der Einstellung des neuen technischen Direktors James Key zusammenfällt. Key wurde in Spa der Öffentlichkeit vorgestellt. Er löste Giorgio Ascanelli ab. Das Zusammentreffen kann Zufall sein, muss aber nicht. Key hat schon bei Force India und Sauber gezeigt, dass er mit seinen Entscheidungen ein glückliches Händchen hat.

Der Schlussspurt der Toro Rosso hängt auch damit zusammen, dass man nicht mehr blind neue Teile entwickelt, die nur für Verwirrung sorgen, sondern versucht das Auto besser zu verstehen. Force India wird mit der gleichen Taktik auch immer stärker. An sichtbaren Entwicklungen kam bei Toro Rosso in den letzten Rennen nur ein modifizierter Heckflügel und neue Bremstrommeln hinzu. Wie sagte Sebastian Vettel in Korea: "Manchmal gewinnt man mit den richtigen Setups am Auto mehr Zeit als mit neuen Teilen."

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