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Toro Rosso-Aufschwung

Großes Spielberg-Update nur der Anfang

Daniil Kvyat - GP Österreich 2014 Foto: Red Bull 79 Bilder

Toro Rosso ist in Spielberg vierte Kraft hinter Williams, Mercedes und Alonso. Doch im Qualifying konnte man das Potenzial des Autos noch nicht ganz zeigen. In Zukunft soll es noch weiter nach vorne gehen, wie uns Technikchef James Key verriet.

21.06.2014 Tobias Grüner

Der Red Bull-Ring in Spielberg ist auch ein Heimspiel für Toro Rosso. Für das achte Rennen des Jahres hat sich das B-Team von Red Bull-Chef Dietrich Mateschitz besonders viel vorgenommen. Mit einem großen Update-Paket sollte es einen spürbaren Sprung nach vorne geben. Das ist offenbar gelungen. Daniil Kvyat stellte sein Auto auf Startplatz 7.

Kvyat mit Glanzleistung auf der Lieblingsstrecke

"Wir haben alle Teile wie bei einem Puzzle zusammengesetzt und von gestern noch einmal einen Schritt nach vorne gemacht", freute sich der Russe über sein bestes Formel 1-Qualifying. Ganz zufrieden war er aber nicht. Im letzten Versuch drehte sich Lewis Hamilton direkt vor seiner Nase. "Wegen der gelben Flaggen in Kurve 2 konnten wir leider nicht das ganze Potenzial zeigen. Aber Platz 7 ist trotzdem eine gute Ausgangsposition. Ich habe einfach viel Spaß auf diesem Kurs."
 
Gleich mehrere Pole Positions in kleineren Formel-Serien wie der Formel 3 beweisen, dass sich der Rookie in Spielberg besonders gut auskennt. "Das ist eine seiner Lieblingsstrecken. Er fühlt sich hier sehr wohl. Das merkt man", gratulierte Toro Rosso-Technikchef James Key. "Die gelben Flaggen im Q3 waren allerdings etwas frustrierend. Da waren sicher noch 2 Plätze mehr drin."

Der Ingenieur sprach dem jüngsten Angestellten im Team ein Lob aus: "Er lernt immer noch – aber sehr schnell. Er hat den rohen Speed, aber auch eine ruhige Einstellung. Sein Technik-Feedback ist exzellent, für einen Fahrer, der sein achtes Rennen fährt. Wir sind sehr zufrieden."
 
Das gute Ergebnis im Qualifying war keine große Überraschung – ganz im Gegenteil. "Wir haben aber schon am Freitag gesehen, dass unser Auto gut funktioniert. Es war unser Ziel, beide Fahrer in die Top Ten zu bringen. Jean-Eric (Vergne) hat ein paar Probleme mit dem Grip auf der Hinterachse - speziell auf der weicheren Mischung. Jetzt hatten wir wenigstens ein Auto im Q3."

Fragezeichen vor dem Rennen

Für das Rennen rechnet Key mit einem harten Kampf um die Punkte. "Hamilton liegt noch hinter uns. Wir erwarten, dass er schnell nach vorne kommt. Ich denke, dass wir mit Magnussen kämpfen können. Auch der Red Bull ist nicht weit entfernt. Gleichzeitig müssen wir im Rückspiegel auf Räikkönen achten. Ein Fragezeichen schwebt noch über den Reifen. Wir müssen mal schauen, wie der Supersoft hält. Man muss aber beide Optionen – Ein- oder Zweistopp-Taktik – anschauen. Aber das ist schwer vorherzusagen. Auch die Temperaturen spielen eine Rolle. "

Das gute Ergebnis im Qualifying soll nur der Startschuss für eine große Aufholjagd in der WM-Wertung sein. Toro Rosso holt nach verhaltenem Saisonstart mit Siebenmeilen-Stiefeln auf. "Wir hatten schon in Monaco ein neues Kühlpaket. In Kanada kam noch eine neue Hinterrad-Aufhängung und neue Bremsbelüftungen hinten dazu. Das war aber nur die Vorbereitung für den Schritt, den wir hier in Spielberg gemacht haben – mit neuem Frontflügel, Unterboden, Heckflügel und einer neuen Motorabdeckung."

Toro Rosso mit ambitioniertem Entwicklungsprogramm

Damit ist das Ende der Fahnenstange aber längst nicht erreicht, wie der Ingenieur gegenüber auto motor und sport verriet: "Das ist erst Version 1 - quasi die Basis, von der aus wir jetzt mit der Weiterentwicklung beginnen. Da wird in den nächsten Rennen noch einiges kommen. Für Hockenheim, Silverstone und Ungarn haben wir noch weitere Updates im Chassis geplant. Und auch danach wird die Entwicklung nicht stoppen. Wir haben noch viel im Köcher."
 
Die Konkurrenz muss sich warm anziehen – selbst die hauseigene. Als "freundschaftliche Rivalität" bezeichnet Key das Verhältnis zum großen Bruder Red Bull. In Spielberg konnte man immerhin ein Auto des Weltmeisterteams schlagen. Die Gegner, die Toro Rosso im Visier hat, sind aber eigentlich andere.
 
"Force India, McLaren, ein Ferrari und normalerweise auch die Williams liegen mit uns so nah beinander. Sie liegen in der WM-Wertung alle vor uns, weil wir die Ergebnisse aus verschiedenen Gründen nicht eingefahren haben. Wie alle würden wir uns gerne von dem Pulk nach vorne lösen und jetzt richtig mit dem Punkte sammeln beginnen. Wenn man bedenkt, wo wir herkommen, ist das ein ziemlich hochgestecktes Ziel. Aber wir müssen ambitioniert sein."

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