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Toro Rosso

Der Fluch der jungen Fahrer

Jaime Alguersuari Foto: Red Bull 60 Bilder

Toro Rosso ist derzeit weit von WM-Punkten entfernt. Das Juniorteam zehrt immer noch von den fünf Zählern zu Saisonbeginn. Der Rennstall aus Faenza muss jetzt den Preis dafür zahlen, mit zwei unerfahrenen Neulingen anzutreten.

25.08.2009 Michael Schmidt

Toro Rosso tut sich schwer. Auch mit der Kopie des Red Bull in der Silverstone-Ausbaustufe. Wenn einer der Fahrer in der Qualifikation in die zweite K.O.-Runde aufsteigt, ist das schon ein Erfolg. In Valencia spielte das Schwesterteam von Red Bull keine Rolle. Jaime Alguersuari kam mit einer Runde Rückstand auf Platz 16 ins Ziel, Sebastien Buemi schied mit Bremsdefekt aus. Bei der Kollision mit Timo Glock im Startgetümmel wurde links vorne der Kühlschacht für die Bremsen beschädigt.

In Valencia war mehr drin

Auf dem Stadtkurs kam erschwerend hinzu, dass Adrian Neweys Fahrzeugkonzept für Strecken mit einer Stop and go-Charakteristik nicht ideal ist. Dem Auto liegen eher die schnellen Kurven. So wie am kommenden Wochenende in Spa. Wenigstens kannten beide Fahrer die 5,4 Kilometer lange Strecke am Hafen von Valencia. Buemi zeigte in Q1 mit der sechstschnellsten Zeit, was möglich gewesen wäre.

In der zweiten Runde machte der Schweizer einen Fehler beim Anwärmen der Reifen. "Realistisch betrachtet wäre er auf Startplatz elf gefahren", urteilt Teamchef Franz Tost. Neuzugang Jaime Alguersuari freut sich noch über die kleinen Erfolge: "Der Abstand zu den Fahrern vor mir ist geringer geworden. Ich muss geduldig sein."

Ein Jahr Lehrzeit für die Neulinge

Franz Tost weiß, dass er jetzt den Preis dafür zahlt, dass seine beiden Fahrer zusammen gerechnet gerade Mal 13 Grand Prix Erfahrung haben. Valencia-Sieger Rubens Barrichello bringt es allein auf 279 Einsätze. "Es dauert ein Jahr, bis ein Fahrer weiß, wo es lang geht", sagt Tost und erinnert an Sebastian Vettel, der ja als schneller Lerner gilt. "Bei Sebastian ist der Knoten zu Mitte der Saison 2008 aufgegangen. Die ersten Rennen im letzten Jahr hat er nie die Zielflagge gesehen."

Deshalb lässt der sonst so strenge Tost seinen Fahrern Zeit. "Solange sie sich steigern, sind sie auf einem guten Weg. Wir wollen nächstes Jahr die Ernte einfahren." 2010 wird für Toro Rosso ein entscheidendes Jahr. Dann muss der Rennstall aus Faenza zum ersten Mal ein komplettes Auto aus eigener Hand abliefern. Der Aufbau der Mannschaft und des Konstruktionsbüros für diese Aufgabe ist praktisch abgeschlossen. "Wir sind in der Finalphase. Am Saisonende werden wir 210 Leute an Bord haben."

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