"An Honda und Williams müssen wir im Konstrukteurspokal vorbei", gibt Teamchef Franz Tost als Parole aus. Am A-Team Red Bull am liebsten auch noch, aber das dürfen sie bei Toro Rosso dem Familienfrieden zuliebe nicht laut sagen. Zwei Plätze besser würde rund vier Millionen Dollar in die Kassen spülen. Damit wäre schon die Hälfte der Hybrid-Technologie finanziert, die Toro Rosso bei Ferrari einkaufen wird.
Mitbesitzer Gerhard Berger traut sich sogar bereits an Fernando Alonso heran. Als der Spanier im Red Bull-Motorhome auftauchte, rief ihm Berger zu: "Toro Rosso wäre 2009 die beste Wahl für dich. Da kannst Du Dich schon an den Ferrari Motor gewöhnen." Als der Spanier erwiderte, er wisse nicht, wann die Tür bei Ferrari aufgeht, lachte Berger: "Wir lassen dich gehen, wann immer Du willst."
Toro Rosso bietet attraktives Cockpit
Auch wenn das Angebot zwischen Tür und Angel nicht ganz ernst gemeint war, so zeigte sich das gewachsene Selbstvertrauen beim kleinen Red Bull-Schwesterteam zuletzt deutlich. Mit den guten Ergebnissen wird Toro Rosso auch zum Thema für andere Fahrer. "Wir haben gezeigt, dass wir ein ernstzunehmendes Team sind", betont Berger immer wieder.
Allerdings ist der zehnfache Grand Prix-Sieger aus Österreich immer noch auf der Suche nach (mindestens) einem neuen Fahrer für die kommende Saison. "Ich suche einen neuen Vettel", so Berger über die schwierige Aufgabe. Bei Tests nach dem Rennen in Monza werden Ex-Super Aguri-Pilot Takuma Sato und Red Bull-Nachwuchskader-Fahrer Sebastian Buemi auf Herz und Nieren getestet.
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