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Toro Rosso lernt aus Fehler

Radmuttern aus Stahl eine Alternative

Sebastien Buemi Toro Rosso GP Japan 2011 Foto: dpa 20 Bilder

Im Kampf um den sechsten Platz in der Konstrukteurs-WM zählt jeder Punkt. Ausgerechnet ein Fehler beim Boxenstopp zerstörte Sebastien Buemis Rennen in Japan. Das Team denkt über Lösungen nach.

13.10.2011 Bianca Leppert

Sebastien Buemi lag in Japan schon auf dem aussichtsreichen neunten Rang, als ihm in Runde zwölf das Rad verloren ging. So etwas darf nicht passieren. Schon gar nicht, wenn es um jeden Zähler im Kampf um die Konstrukteurswertung geht. Toro Rosso trennen elf Punkte von Sauber auf Rang sieben und 19 Punkte von Force India auf Rang acht.

Fehler in der Hektik

In der Analyse hat sich herausgestellt, dass die Radmutter am rechten Vorderrad nicht richtig angezogen war. Der verantwortliche Mechaniker hob beim Boxenstopp im Eifer des Gefechts die Hand, um zu signalisieren, dass er fertig ist. Dabei vergaß er aber zu kontrollieren, ob die Radmutter tatsächlich fest sitzt. Normalerweise steht an der Seite ein Sicherheitsstift heraus.

Beim Anbringen mit dem Schlagschrauber verwindete sich die Mutter aus weichem Aluminium und saß nicht richtig auf. Durch die Vibrationen am Auto löste sich schließlich das Rad. Teamchef Franz Tost sagte am Freitag in Korea, der Fehler liege nicht an der Technik, sondern es war ein Fehler des Mechanikers. Sebastien Buemi hatte am Donnerstag darüber gesprochen, dass in Indien Stahlmuttern zum Einsatz kommen sollten. "Wir denken darüber nach, aber produzieren sie nicht", meinte Tost.

Schon in Korea hat das Team genug auf dem Programm. Am Freitag will man erneut die neuen Teile testen, die in Japan noch Probleme machten. Dazu gehört ein neuer Unterboden und ein neuer Auspuff. "Der Auspuff ist in Japan im ersten Training kaputt gegangen", erklärt Buemi. "Dass er funktioniert hat, haben wir im ersten Training gesehen." Da belegte Jaime Alguersuari Platz sechs und Sebastien Buemi Rang acht.

Mehr Zuverlässigkeit nötig

Auf die Zuverlässigkeit will man in Korea besonderen Wert legen. Buemi hätte nach eigener Meinung im Rennen sogar Achter oder Neunter werden können. Dass es am Freitag möglicherweise regnet, stört ihn nicht. "Wir hatten nur wenige Tage, um die Probleme auszusortieren", meint der Schweizer. "Aber wir können auch im Regen an der Zuverlässigkeit arbeiten."

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