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Toro Rosso STR11

Extraschichten wegen Motorwechsel

Max Verstappen - Toro Rosso - Formel 1-Test - Barcelona - 23. Februar 2016 Foto: Stefan Baldauf 25 Bilder

Bei der Entwicklung des neuen Autos hat Toro Rosso das Schicksal mit Red Bull geteilt. Erst Ende Oktober wussten die Ingenieure, welcher Motor für Vortrieb sorgt. Die Aufgabe war jedoch deutlich schwerer als bei Red Bull. Toro Rosso bekam einen neuen Motor, und das Team ist viel kleiner.

23.02.2016 Michael Schmidt

Hinter Toro Rosso-Technikchef James Key und Red Bulls Juniortruppe liegen 3 harte Monate. Wie sein Red Bull-Kollege Adrian Newey erfuhr der 44-jährige Engländer erst Ende Oktober, für welchen Motor er ein Auto bauen musste. Doch während Newey eine Mannschaft von 700 Leuten hinter sich weiß, hat Toro Rosso normalerweise nur 400 Mitarbeiter. Dazu kam: Red Bull hatte nach der späten Entscheidung den gleichen Motorenpartner, den man kannte. Für Toro Rosso war der Ferrari-Motor neu.

Vor dem Schwesterteam aus Faenza stand eine Herkules-Aufgabe. "Wir hatten 3 Monate Zeit ein Auto zu bauen. Normalerweise geht das gar nicht. Noch vor 2 Monaten konnte ich mir nicht vorstellen, dass wir bei den Testfahrten in Barcelona pünktlich am Start stehen", gibt Key zu. Toro Rosso heuerte deshalb über den Winter 150 Mitarbeiter extra an. "Hauptsächlich Karbon-Experten, aber auch ein paar Designer." 3 Monate lang gingen in Faenza die Lichter nicht mehr aus. "Wir haben im Schichtbetrieb gearbeitet", bestätigt Key.

Toro Rosso-Upgrade beim zweiten Test

In der Phase der Unsicherheit entschied Key, dass unabhängig vom Motorlieferanten der Platz im Heck des Autos genutzt wird, den die letztjährige Renault-Antriebseinheit eingenommen hat. "Damit mussten wir ein paar Kompromisse bei der Installation in Kauf nehmen, konnten aber bei der Aerodynamik auf ein festes Ziel hinarbeiten und haben da nichts verschenkt."

Der Ferrari V6-Turbo, Jahrgang 2015, ist in seiner Architektur und vom Kühlbedarf eine völlig andere Antriebsquelle als der Renault-Sechszylinder mit all seinen Nebenaggregaten. "Er ist von der Installation komplizierter", sagt Key. Die Crashtests setzte Toro Rosso etwas früher an als Red Bull. Einen Ende Januar, den anderen Anfang Februar. "Wir wollten Luft nach hinten haben, falls wir ihn nicht bestehen. Es hat aber alles auf Anhieb geklappt."

Der Crashtest mit der neue Nase war heikel, weil Toro Rosso einen ganz besonderen S-Schacht in der Frontpartie hat. Die Eintrittslöcher für die Luftdurchleitung sind auf beiden Seiten schräg unter der Nase. Das ist eine Herausforderung an die Struktur.

Trotz der Zitterpartie hält Toro Rosso an seinem ehrgeizigen Entwicklungsplan fest. Schon in der zweiten Testwoche kommt das erste große Aero-Upgrade. Und die neue Lackierung. "Wir waren so eng dran, dass wir das Auto für den ersten Test nicht mehr lackieren konnten. Einen Tod muss man sterben", lacht Key.

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