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Toro Rosso STR6

Toro Rosso mit spektakulärem Auto

Toro Rosso STR6 Buemi Test 2011 Foto: xpb 17 Bilder

Toro Rosso hatte es schwer. Die Präsentation des neuen STR6 war zwischen Red Bull und Mercedes eingequetscht. So haben die meisten Kiebize das vielleicht spektakulärste Auto des 2011er Jahrgangs verpasst. Der neue Toro Rosso greift eine Idee aus dem Jahr 1992 wieder auf.

01.02.2011 Michael Schmidt

Als Red Bull seinen neuen RB7 nach der Präsentation zurück in die Garage schob und Mercedes seine Vorstellung des neuen Autos schon vorbereitete, versammelte sich vor der Toro Rosso-Box nur noch eine kleine Menge von Fotografen und Journalisten. Doch wer nicht kam, hat etwas verpasst. Vielleicht auch Adrian Newey.

Alte Idee neu belebt

Als der Red Bull-Designer auf die Besonderheit des ehemaligen Schwesterautos angesprochen wurde, gab er zurück: "Außer dem Ferrari habe ich noch kein anderes Konkurrenzauto gesehen." Der neue Toro Rosso STR6 wartet mit einer Idee auf, die bis jetzt an keinem anderen Fahrzeug zu sehen war. Der Einzug der Seitenkästen wird von vorne bis hinten durchgehalten. So entsteht unter dem Bauch der Seitenkästen eine Mulde, die die Luft Richtung Diffusor leitet. Eine optimale Anströmung des Diffusordachs und des unteren Heckflügelelements sind das A und O seit der Doppeldiffusor verboten wurde. Die Anordnung der Seitenkästen bedingt schräge, vielleicht sogar liegende Kühler.

Von vorne betrachtet sieht es so aus als hätte der neue Toro Rosso einen doppelten Boden. Das erinnert an den Ferrari F92A von 1992. Die Idee des damaligen Ferrari-Aerodynamikers Jean-Claude Migeot war allerdings ein Flop. Zu hoher Schwerpunkt, nicht genügend Steifigkeit. Das wird Toro Rosso nicht passieren. Technikchef Giorgio Ascanelli war vor 19 Jahren bei Ferrari und er kennt die Fehler von damals.

Viele Details von anderen Autos

Interessant ist auch, wie Toro Rosso den Auspuff des Ferrari ins Freie treten lässt. Er ist in den Unterboden eingelassen und mündet dort in einen kurzen Schacht. Die Auspuffgase blasen so direkt auf den Boden. So niedrig hat nicht einmal Red Bull das Auspuffendrohr montiert.

Ansonsten sieht man am ToroRosso ein Sammelsurium von Details, die auch bei anderen Autos vorkommen. Eine dünne Nase mit nach vorne reichenden Flügelaufhängungen. Hoch angesetzte Kühleinlässe. Zugstrebentechnik bei der Hinterradaufhängung. Ein Heckflügel, der von den Endplatten gehalten wird. Eine Airbox, deren Lufteinlass wie ein Schnorchel nach vorne ragt und von der Kopfstütze abgesetzt ist.

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