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Toro Rosso STR8 für die Saison 2013

Das neue Auto für Platz 6

Toro Rosso STR8 Jerez 2013 Präsentation Foto: Grüner 28 Bilder

Toro Rosso macht große Ansagen. Der WM-Neunte des Vorjahres will in dieser Saison auf Platz sechs stürmen. Dafür baute die Truppe von James Key ein Auto, das sich komplett vom Vorgänger unterscheidet, aber dennoch relativ bieder wirkt. Wir haben die Bilder.

05.02.2013 Michael Schmidt

Toro Rosso will es wissen. Der neunte Platz in der Konstrukteurs-WM 2012 hat das Team wachgerüttelt. "In diesem Jahr ist Platz sechs das Ziel", sagt Teamchef Franz Tost. Deshalb wurde kräftig investiert. Und das Konstruktionsbüro umgestellt. James Key kam von Sauber, Chefdesigner Luca Furbatto von McLaren. Key hat im Herbst eine neue Abteilung unter dem Titel "Vehicle Dynamics" installiert. Im Moment arbeiten dort zehn neue Ingenieure. "Es werden noch mehr", kündigt Key an.

Mechanisch ist der Toro Rosso STR8 völlig neu

Der Toro Rosso versteckt seine größten Neuheiten unter der Kohlefaserhaut. "Mechanisch ist das Auto völlig neu. Darum hat sich hauptsächlich Luca Furbatto gekümmert. Die Mechanik war im letzten Jahr unser größtes Problem. Sie hat uns bei der Fahrzeugabstimmung des STR7 stark eingeschränkt. So sind wir in einer Sackgasse gelandet."
 
Mechanik heißt: Aufhängungen, Bremsen, Installation der Kühler. Die Ingenieure gingen nach der enttäuschenden Vorjahressaison erst einmal in Klausur. "Die gute Nachricht ist", so James Key, "dass wir alle Probleme verstanden haben." Es musste eine sichere Lösung her, auf der man aufbauen konnte. Unbekanntes Terrain war tabu. "Für eine Vorderradaufhängung nach dem Pullrod-Prinzip blieb keine Zeit", lächelt Key.

Vorne ein Red Bull, hinten ein McLaren

Weil der neue STR8 mit seinem Vorgänger fast nichts mehr gemeinsam hat, stellten die Aerodynamiker erst einmal eine Basisversion auf die Räder. "Es hätte keinen Sinn gemacht, uns mit speziellen Entwicklungen zu verzetteln. Wir haben jetzt eine Ausgangsbasis und auf der bauen wir Schritt für Schritt auf."
 
Von der Nase bis zum Cockpit sieht der neue Toro Rosso aus wie ein Red Bull, hinten eher wie der McLaren. Die stark unterschnittenen Seitenkästen, mit denen sich Red Bulls B-Team in den letzten beiden Jahren stark von der Konkurrenz unterschieden hat, sind fast komplett verschwunden. "Ich würde nicht sagen, dass dieses Konzept total falsch war", wägt James Key ab. "Aber es hat nicht das gebracht, was sich die Ingenieure davon versprochen haben. Und dieses Konzept war auch nicht mehr ausbaufähig."

Neuentwicklungen für den STR8 bereits angekündigt

Die Nase ist lang, dünn und sie hat keinen Knick im Profil. Der Frontflügel hängt wie beim Red Bull an den letzten fünf Zentimetern der Pylonen. Die Vorderachse lenkt extrem hoch an den Radträgern an. Der dreieckige Kühleinlass wirkt im Vergleich zu den Konkurrenzprodukten relativ groß. Hinten strömt die heiße Luft durch ein kleines Loch am Ende der Airbox und zwei Schlitze rund um die Anlenkpunkte der Querlenker aus.
 
Beim Auspuff folgt Toro Rosso McLaren und nicht Red Bull. Das war schon im letzten Jahr so. Das muss aber nicht so bleiben. "Unser Ansatz war, dass die Basis funktionieren muss. Jetzt können wir mit speziellen Entwicklungen darauf aufbauen.

Vorteil zu 2012: Piloten mit Erfahrung

Auf eine Frage weiß James Key keine Antwort. Warum war der Toro Rosso im letzten Jahr im Rennen um so viel besser als im Training? "Ich weiß es nicht. Das ist mir vorher auch schon mit anderen Autos passiert. Vielleicht lag es daran, dass sich unsere unerfahrenen Piloten mit der einen Runde im Training schwerer getan haben als mit dem Rennen. Da haben sie sich wohler im Auto gefühlt."
 
Jetzt haben Daniel Ricciardo und Jean-Eric Vergne ein Jahr Erfahrung. "Das wird sich auf das Testprogramm auswirken", erklärt Key. "Die Fahrer sind jetzt nicht mehr mit sich selbst beschäftigt. Sie können sich auf die Entwicklung des Autos konzentrieren."

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