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Toro Rosso Technikchef Key über Daniil Kvyat

"Ein alter Kopf auf jungen Schultern"

Daniil Kvyat & James Key - Toro Rosso - GP Malaysia 2014 Foto: Red Bull 19 Bilder

Trotz Problemen in der Vorbereitung hat Toro Rosso in den ersten beiden Saisonrennen gepunktet. Technikchef James Key ist aber noch nicht ganz zufrieden. In Malaysia hatte das Team mit unerwarteten Schwierigkeiten zu kämpfen, wie der Brite im Gespräch mit auto motor und sport verriet. Voll zufrieden ist er dagegen mit Youngster Daniil Kvyat.

02.04.2014 Tobias Grüner
Warum ist Jean-Eric Vergne in Malaysia so früh ausgefallen.

Key: Wir hatten ein Problem mit dem Chassis, das sich auf die Kühlung des Antriebs auswirkte. Deshalb mussten wir ihn aus dem Rennen nehmen. Wir wollten auf Nummer sicher gehen, damit die limitierten Antriebselemente nicht beschädigt werden.

Am Freitag gab es ein Problem mit dem Benzinfluss-Sensor. Trat das danach noch einmal auf?

Key: Soweit ich weiß, hat danach alles funktioniert. Auch im Rennen war bei dem einen verbliebenen Auto alles okay.

Wie zufrieden waren Sie mit der Pace im Rennen?

Key: Nicht sehr zufrieden. Erst mal hatten wir ja nur ein Auto im Rennen. Mit den heißen Bedingungen haben wir uns schwer getan. Wir wissen aber noch nicht genau warum. Das müssen wir für das nächste Rennen in Bahrain analysieren. Wir sind etwas enttäuscht. Wir haben immerhin einen Punkt geholt, aber wir hätten besser abschneiden können und müssen. Am Freitag sah es noch gut aus. Von da an haben wir ein paar Schritte rückwärts gemacht. Wir wissen wie gesagt noch nicht warum.

Hatte es etwas mit der Antriebseinheit zu tun oder mit dem Setup des Autos?

Key: Ich glaube mehr mit dem Setup und damit, wie man die Reifen behandelt. Auch die Einstellungen für Regen im Qualifying und das Rennen im Trockenen haben sich unterschiedlich ausgewirkt im Vergleich zu Melbourne. Da haben wir noch einen Lernprozess vor uns. Aber wir fahren nach Bahrain und sind bereits einen Schritt weiter, als wir erwartet hätten.

Kommen in Bahrain schon wieder Updates?

Key: Ja, ein paar neue Teile haben wir geplant - sowohl für die Aerodynamik als auch auf mechanischer Seite. Dann noch mehr für China.

Wie zufrieden sind Sie generell mit der Integration der Antriebseinheit? Läuft schon alles rund?

Key: Es läuft nicht so schlecht. Bis auf das Problem bei Jean-Eric im Rennen können wir eigentlich mit der Zuverlässigkeit zufrieden sein. Vor allem wenn man die geringe Kilometerleistung bei den Testfahrten bedenkt. Es gibt noch einige klare Schritte, die wir machen müssen. Da arbeitet Renault sehr hart dran. Wir müssen noch etwas aufholen, aber es läuft soweit ganz gut.

In welchen Bereichen liegen die Stärken und Schwächen des Autos?

Key: Das ist schwer zu sagen, weil unsere Stärken und Schwächen in Malaysia ganz anders ausgesehen haben als in Melbourne. Wir haben einige gute Verbesserungen an den Schwächen von Melbourne gesehen, aber dafür sind wieder andere Probleme aufgetreten. Da sind wir noch am Lernen. Es gibt momentan keinen Bereich, den wir bei der Entwicklung besonders angehen. Wir versuchen das komplette Paket zu verbessern.

Daniil Kvyat ist ein sehr junger und unerfahrener Pilot. Spürt man das auch an seinem technischen Feedback?

Key: Ich sage immer, er hat einen alten Kopf, der auf jungen Schultern sitzt. Er ist sehr clever. Es ist eine Freude, mit ihm zusammenzuarbeiten. Er ist natürlich noch jung und lernt ständig dazu, aber seine Lernkurve ist unglaublich steil. Sein technisches Feedback wird immer besser. Er versteht immer besser, was um ihn herum passiert. Das Rennen in Malaysia war etwas komplett anderes als in Melbourne. Er wurde gleich mit ziemlich harten Bedingungen konfrontiert. Die Situation mit den Reifen war schwierig. Aber er wird immer besser.

Haben Sie schon eine Vorstellung, wo Sie im Kräfteverhältnis dieses Jahr stehen?

Key: Nein, dafür ist es einfach noch zu früh. Malaysia war ein schwieriges Rennwochenende für uns. Ich hoffe, dass war nur eine Ausnahme. Melbourne war okay. Ich hoffe, dass wir in Bahrain wieder auf dem Level von Melbourne fahren können - vielleicht sogar besser.

Können Sie aber wenigstens sagen, dass Sie im Vergleich zum Vorjahr einen Schritt nach vorne gemacht haben?

Key: Ich hoffe schon. Das ist unser Ziel. Wir sind einigermaßen zufrieden, wie es momentan aussieht. Aber wir wollen noch weiter nach vorne.

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