Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Toro Rosso verpasst Chance

"Müssen an Kommunikation arbeiten"

Verstappen vs. Sainz - GP Australien 2016 Foto: sutton-images.com 23 Bilder

Bei Toro Rosso sah es nach dem Qualifying von Melbourne vielversprechend aus. Doch im Rennen gab es Ärger und Enttäuschung. Max Verstappen glaubt, dass ohne die Zwischenfälle Platz 4 möglich gewesen wäre.

20.03.2016 Tobias Grüner

So schnell kann es in der Formel 1 gehen. Am Samstag war die Stimmung nach dem Qualifying bei Toro Rosso noch prächtig. Mit den Startplätzen 5 und 7 hatte das Team die beste Ausgangsbasis seit langer Zeit. Doch 24 Stunden später sah man beim kleinen Red Bull-Schwesterteam nur frustrierte Gesichter.

"Wir haben heute eine Chance auf viele Punkte vergeben. Die Pace war gut. Ich denke, wir hätten dort landen können, wo sich Daniel Ricciardo am Ende befand", zeigte sich Max Verstappen ernüchtert. Doch statt Platz 4 gab es in Melbourne nur ein Pünktchen für Rang 10. Der Holländer erlebte ein Rennen voller Frust.

Nach einem guten Start lag Verstappen lange Zeit auf Rang 4. Ein früher erster Boxenstopp brachte Ricciardo vorbei. Dann kam die Rennunterbrechung nach dem Alonso-Crash, die dem Youngster ebenfalls nicht in die Karten spielte. Die Strategen gaben Verstappen für den Neustart Soft-Gummis mit auf den Weg, die aber nicht bis zum Ende hielten.

Dank dem Räikkönen-Ausfall lagen Sainz und Verstappen zunächst auf den Plätzen 5 und 6, als sich der Stopp anbahnte. Doch obwohl sich Verstappen über Funk über stark abbauende Reifen beklagte, durfte sein Teamkollege in Runde 31 als Erster zur Box abbiegen. Als der zweite Toro Rosso eine Runde später ebenfalls vor der Garage stand, war die Crew komplett überrascht.

"Es gab ein Problem mit der Kommunikation. Ich hatte Bescheid gesagt, dass meine Reifen am Ende waren. Aber sie waren nicht auf den Boxenstopp vorbereitet. Daran müssen wir arbeiten", zeigte sich Verstappen frustriert. Der verpatzte Reifenwechsel kostete rund 7 Sekunden. Das warf Verstappen wieder hinter den Teamkollegen zurück.

Um verlorerenen Boden gutzumachen forderte der Youngster anschließend über Funk lautstark Stallregie. Angeblich wurde Sainz auch zum Platzwechsel aufgefordert. Doch der Spanier dachte gar nicht daran: "Ich lag hinter Palmer und habe etwas gewartet, um einen Angriff zu starten. Ich bin dann ja auch vorbei gekommen. Also sehe ich nicht, wo das Problem ist", erklärte Sainz nüchtern.

Verstappen sah das nicht ganz so cool. Im Auto schimpfte er mehrfach auf den Teamkollegen, der ihm nicht schnell genug an dem Gegnern vorbeikam. "Meine Pace war heute klar besser als seine", analysierte der Rookie des Jahres 2015. "Wenn der Boxenstopp nicht verpatzt gewesen wäre, dann hätte es die Situation gar nicht gegeben. Dann wäre ich Meilen vor ihm gelegen."

Am Ende probierte es Verstappen noch einmal mit der Brechstange im direkten Duell gegen den Teamkollegen. Doch nach einer Berührung drehte sich der Niederländer in der vorletzten Kurve. "So was kann passieren", nahm es Sainz locker. "Damit habe ich kein Problem. Er hat damit mein Rennen ja nicht zerstört."

Dass die Intensität im Zweikampf zunimmt, wollte auch Verstappen nicht bestätigen: "Für mich ist es okay. Ich fühle keinen besonderen Druck von ihm. Solange meine Pace passt, ist alles in Ordnung. Ich ärgere mich mehr über die verpasste Gelegenheit. Es ist wichtig, dass wir zu Saisonbeginn möglichst viele Punkte sammeln, bevor die anderen beim Motor aufholen."

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden