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Toro Rosso

Buemi an der kurzen Leine

Foto: Red Bull 69 Bilder

Eine offizielle Bestätigung steht noch aus, doch es ist kein Geheimnis, dass Sebastien Buemi nächstes Jahr einen der beiden ToroRosso-Ferrari fährt. Der 20-jährige Westschweizer mit offiziellem Wohnsitz in Manama, Bahrain, hinterließ bei den Testfahrten in Jerez einen starken Eindruck.

02.01.2009 Michael Schmidt

Buemi entwickelte sich in den letzten Tagen der Wintertests zum Marathonmann, fuhr eine Woche für Toro Rosso, die andere für den großen Bruder Red Bull. Seine 139 Runden im Toro Rosso am 11. Dezember in Jerez waren Rekord. 616 Kilometer bedeutet zwei komplette Renndistanzen. Insgesamt kam Buemi in diesem Jahr bei den beiden Red Bull-Teams auf 4.801 Kilometer. Das ist in Zeiten beschränkter Testkilometer für einen Neuling eine Menge Holz.

Buemi schneller als Sato und Bourdais

Der Sechste der GP2-Meisterschaft gehört schon lange zum Red Bull-Kader. Sein erstes Kart-Rennen fuhr er 1997 im Alter von acht Jahren. Vier Mal holte die neue Schweizer Rennhoffnung den Titel im Kart: 1998, 1999, 2000 und 2002. Seinen Bestzeiten bei den Jerez-Tests misst der zweifache GP-Sieger nicht viel Bedeutung bei. "Jeder ist ein anderes Programm gefahren. Die einen waren mit KERS unterwegs, die anderen ohne. Die einen hatten die 2009er Flügel schon drauf, und wir sind noch mit den alten im Monza-Trim gefahren. 

Vergleichbar waren nur die Programme von den Toro Rosso-Fahrern." Da hatte Buemi die Nase vorn. Drei Zehntel vor Takuma Sato, sechs Zehntel vor Sebastien Bourdais.

Schneller Schüler

Buemi bezeichnet sich noch als Formel 1-Schüler: "Ich muss soviel lernen wie möglich. Zum Beispiel: Wie reagiert das Auto, wenn ich etwas am Setup ändere." Die GP2 ist laut Buemi eine gute Schule. "Die Autos sind schnell und nicht mehr so weit weg von der Formel 1. Direkt aus der Formel 3 wäre der Schritt riesig. Der Unterschied zwischen der Formel 1 und der GP2 ist hauptsächlich der, dass ein GP2-Auto viel träger reagiert." 

An ein Saisonziel für 2009 mag der erste Schweizer Formel 1-Pilot seit Jean-Denis Deletraz 1995 noch gar nicht denken: "Wenn ich nur Formel 1 fahre, habe ich mir schon einen Traum erfüllt." Dass er der erste Eidgenosse seit 14 Jahren ist, lässt Buemi kalt: "Das macht mich auch nicht schneller."

Toro Rosso-Teamchef fordert Umzug

Die schlechten Nachrichten aus der Formel 1 verfolgt er mit Sorge. "Da arbeitest du so lange auf dieses Ziel hin, dann bist du endlich dort, und dann steckt der Sport in einer Krise." Toro Rosso-Teamchef Franz Tost hat den schnellen Aufstieg des Red Bull-Schützlings verfolgt. Um das Defizit an Erfahrung zu kompensieren, will er seinen neuen Fahrer an der kurzen Leine führen. "Buemi muss in die Nähe des Teams nach Faenza ziehen. Wenn wir jeden Tag mit ihm arbeiten können, werden wir das Maximale aus ihm herausholen."

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