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Toto Wolff sauer über F1-Kritik

"Nicht in erratisches Agieren verfallen"

Toto Wolff - Mercedes - Formel 1 - 2014 Foto: Mercedes 64 Bilder

Bei Mercedes sind die Forderungen und die Kritik von Ferrari an der neuen Formel 1 nicht gut angekommen. Mercedes-Sportchef Toto Wolff fordert die Konkurrenz auf, Ruhe zu bewahren: "Wir sind jetzt 2 Rennen gefahren und dann wird groß geheult, was alles falsch ist."

05.04.2014 Tobias Grüner

Die Kritik von Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo an der neuen Formel 1 hat im Fahrerlager von Bahrain für viel Kopfschütteln gesorgt. Auch die Veröffentlichung der negativen Zahlen der Ferrari-Fan-Umfrage, stieß bei den meisten Teams auf Unverständnis. Vor allem bei Mercedes will man sich das eigene Produkt nicht miesmachen lassen.

Wolff machte Werbung für die Formel 1

Sportchef Toto Wolff nahm sich nach dem Qualifying von Bahrain ein Blatt Papier und schrieb die positiven Aspekte der neuen Formel 1 auf: "Wir sind nur 8 Zehntel langsamer als die Pole Position-Zeit aus dem Vorjahr, und das mit einem Auto, das 25 Prozent weniger Abtrieb liefert, mit viel härteren Reifen, zu Beginn einer neuen Saison und mit 30 Prozent weniger Spritverbrauch - mit mehr Power, mehr Drehmoment und höheren Top-Speeds."
 
Bisher habe die Formel 1 keine gute Werbung in eigener Sache betrieben. "Wir befinden uns mitten in einer brillanten technischen Revolution. Und dann reden wir den Sport schlecht? Da kapiere ich irgendwie nicht. Wird da eine Agenda verfolgt?", so die rhetorische Frage an die Kritiker. "Wenn sie diese Ziele verfolgen, dann sollten sie nicht den Sport als Ganzes schlechtreden. Dann sollten sie sagen: Mercedes hat einen besseren Job abgeliefert."

Wolff bezeichnet Diskussion als "absurd"

Dass jetzt Regeländerungen gefordert werden, um die eigenen Schwächen abzustellen, stößt im Silberpfeil-Lager verständlicherweise auf wenig Begeisterung. "Offensichtlich sagen einige Hersteller, dass sie es nicht schaffen, mit 100 Kilogramm schnell und effizient zu fahren. Jetzt wollen sie 10 Kilo mehr und sagen: Sorry, wir haben unseren Job nicht so abgeliefert, wie wir es hätten tun sollen. Ich finde diese ganze Diskussion absurd."
 
Wolff will die Augen aber nicht davor verschließen, dass die neue Formel 1 bei den Fans nicht in allen Aspekten gut ankommt. Undifferenzierte Umfragen wie von Ferrari helfen aber nicht weiter: "Wir müssen herausfinden, was die Fans genau wollen. Wenn ihnen der Sound zu leise ist, dann müssen wir das angehen. Wenn es einfach nur zu langweilig ist, weil ein Auto dominiert, dann gab es das schon in den 20 Jahren. Es kommt immer wieder vor, dass Teams einen Vorteil haben."

Nicht schon nach 2 Rennen rumheulen

Der Österreicher warnt vor voreiligen Schritten: "Es ist wichtig, dass wir Stabilität im Sport haben. Wir sind jetzt 2 Rennen gefahren und dann wird groß geheult, was alles falsch ist. Man muss abwarten, erst einmal nach China, Barcelona und Monaco gehen, und dann kann man sagen, wo es hakt. Wenn wir etwas anpassen müssen, dann mit den sportlichen und technischen Regeln für nächstes Jahr und nicht jetzt in erratisches Agieren verfallen. Das macht den Sport noch unglaubwürdiger. Darunter haben wir schon gelitten in den letzten Monaten."
 
Vor allem das Thema Spritsparen ist Wolff ein Dorn im Auge. Aus seiner Sicht werden die Fans hier falsch informiert: "Kein Team hatte ein Problem mit dem Spritverbrauch in Malaysia. Wir sind das ganze Rennen Vollgas gefahren. Es gibt kein Taxifahren." An der Formel 1 will Mercedes trotz der aktuellen Kritik festhalten: "Wir sehen die Formel 1 als tolle Plattform, um unsere Qualitäten zu promoten. Warum sollten wir das schlechtreden. Das wäre so, als würden wir sagen, unsere Autos sind nicht gut."

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