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Toto Wolff über Hamilton-Vertrag

"50 Millionen sind eine Illusion"

Toto Wolff - Mercedes - Formel 1-Test - Barcelona - 21. Februar 2015 Foto: xpb 66 Bilder

Die englische Times hatte berichtet, dass Lewis Hamilton von Mercedes für einen neuen Dreijahresvertrag 150 Millionen Pfund fordert. Teamchef Toto Wolff dementiert die Fabelzahlen: "Das ist eine Illusion. Diese Geschichte kann nicht ernst gemeint sein."

28.02.2015 Michael Schmidt

Mercedes und Lewis Hamilton haben immer noch keinen Vertrag für die Zeit nach 2015. Und es ist sehr unwahrscheinlich, dass die beiden Parteien bis zum Saisonstart in Melbourne Vollzug melden können. Die englische Times meldete vor zwei Tagen, dass Hamilton Mercedes mit einer 150 Millionen Pfund-Forderung für drei Jahre vor den Kopf gestoßen habe. Das wären knapp über 200 Millionen Euro.

"Lewis Hamilton will bei uns fahren"

Mercedes-Teamchef Toto Wolff verweist diese Summe in den Bereich der Fabel. "Wenn ich so etwas lese, kann ich mir nur vortstellen, dass es sich um ein Satire-Stück gehandelt hat. Solche Zahlen sind eine absolute Illusion. Die bezahlt kein Mensch. Bei Vertragsgesprächen mit einem Fahrer stellt man sich als Team immer die Frage: Was bringt mir der Fahrer sportlich und was als Werbeträger? Sicher nie eine solche Summe. Als Mercedes sind wir auch bei den Fahrergehältern der Effizienz verpflichtet."

Eigentlich ist Mercedes in einer komfortablen Situation. Man kann Hamilton das beste Auto im Feld anbieten, und die Optionen des Engländers sind begrenzt. Wahrscheinlich wäre nur Ferrari bereit, mehr Geld für Hamilton auf den Tisch zu legen. Aber Maranello hat ja mit Sebastian Vettel schon einen Weltmeister im Team. Wolff will sich auf seine gute Verhandlungsposition nicht verlassen: "Du bist nie in einer perfekten Situation. Lewis will bei uns fahren, und wir wollen ihn halten. Jetzt müssen wir eine Basis finden, die beiden gerecht wird."

"Kein freundliches Schunkeln mit Rosberg"

Doch warum haben sich die Gespräche zwischen Team und Fahrer so in die Länge gezogen, wenn sich doch alle lieb haben? Wolff erklärt: "Nach Abu Dhabi haben sich beide Parteien gesagt: Lass uns in den Winter gehen und relaxen. Danach treffen wir uns wieder. Lewis kam Mitte Januar aus dem Urlaub zurück. Dann passierte meine Sache mit dem Knie. Seit dem ersten Test in Jerez hatten wir regelmäßig Diskussionen zu dem Thema. Aber es braucht einfach Zeit. Wir haben ähnliche Vorstellungen, aber es ist wichtig, diese auch in ein Vertragswerk umzusetzen."

Wolff erwartet in diesem Jahr den gleich harten Kampf zwischen seinen Piloten wie 2014. "Die Stimmung ist gut. Beide haben sich über den Winter überlegt, wie sie an sich arbeiten und sich verbessern können. Ich gehe von einem ähnlich harten Duell aus wie im letzten Jahr, und erwarte kein freundliches Schunkeln zwischen den beiden. Es kann auch dieses Jahr auf der Rennstrecke wieder zu Zwischenfällen kommen. Wir haben aber nach unseren letztjährigen Erfahrungen solche Szenarien analysiert und uns besser darauf vorbereitet."

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