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Toyota-Abschied

Zwei Alternativen für Ralf

Foto: dpa 62 Bilder

Am Montag nach dem GP Japan hat sich Ralf Schumacher offiziell von Toyota verabschiedet. Erst informierte er sein Team, dann tat er seine Entscheidung auf seiner Website kund. Drei Tage später lieferte er die Gründe dafür nach.

04.10.2007 Michael Schmidt

"Seit drei Jahren versuchen das Team und ich, Erfolg zu haben. Nach unserem besten Jahr 2005 ging es aber nur noch bergab. Ich habe keine Hoffnung, dass wir im nächsten Jahr das Ruder herumreißen können. Deshalb trennen sich unsere Wege. Ich bin jetzt noch in einem Alter, etwas anderes anzufangen."

Ralf spricht von zwei Alternativen, will diese aber nicht nennen. Er könne sich aber durchaus vorstellen, noch einmal Aufbauarbeit für ein Team zu leisten. Damit könnten Prodrive und Spyker gemeint sein. Zum ersten Mal ließ er aber auch zwischen den Zeilen durchblicken, im nächsten Jahr vielleicht leer auszugehen. "Ich bin glücklicherweise in der Lage, dass ich auch ohne das Rennfahren überlebe." Darüber wolle er aber noch nicht nachdenken. "Ich bin noch zu jung, um an die Zeit nach dem Rennsport zu denken."

Schumachers Entscheidung fiel nicht am letzten Wochenende in Japan. "Mir war schon seit einiger Zeit klar, dass ich nächstes Jahr nicht für Toyota fahren will. Es wäre aber unfair gegenüber dem Team gewesen, das vor dem Heimrennen in Fuji zu kommunizieren." Er will auch nicht von drei verlorenen Jahren sprechen, auch wenn die Zeit mit Toyota für den sechsfachen GP-Sieger nur drei Podestplätze abwarf.

Auch Trulli war zu langsam

"Es waren schöne Jahre, aber leider auch erfolglose." Die These, dass er seinen fahrerischen Zenit überschritten habe, lässt Ralf nicht gelten: "Dann wäre ja auch Trulli zu langsam. Wir beide lagen von den WM-Punkten nie weit auseinander. Jeder weiß, wie schnell Jarno ist. Wenn zwei Fahrer auf keinen grünen Zweig kommen, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die enttäuschenden Resultate andere Ursachen haben."

Welche, dass will Ralf nicht sagen. Trotz der Trennung bleibt er loyal zu Toyota, und er will auch noch in den letzten zwei Rennen richtig Gas geben: "Das tue ich schon allein für mich. Ich habe ja noch Spaß an dem Sport. Ein gutes Ergebnis würde mir sicher helfen." Unausgesprochen bleibt, dass Toyota ein Team ohne Perspektiven ist. Das Management kämpft ums eigene Überleben. Statt die notwendigen Änderungen im Team einzuleiten, sucht man die Sündenböcke anderswo. Zum Beispiel bei den Fahrer. Darauf hatte Ralf Schumacher keine Lust.

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