Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Toyota-Ausstieg

FOTA enttäuscht, FIA sieht sich bestätigt

John Howett Foto: dpa 55 Bilder

Der Automobil-Weltverband (FIA) hat verärgert auf den plötzlichen Formel 1-Ausstieg Toyotas reagiert. Die verbleibenden Teams äußerten sich enttäuscht über den Rückzug. Dabei ist der zweite Hersteller-Ausstieg in wenigen Monaten ein weiterer Schlag ins Kontor der FOTA.

04.11.2009 Tobias Grüner

Die Prophezeiungen von Ex-FIA-Präsident Max Mosley sind wieder einmal bestätigt worden. Monatelang hatte er im Clinch mit den Werksteams sein Credo heruntergebetet, dass man sich auf die Hersteller in der Formel 1 nicht verlassen könne. Obwohl sich Toyota noch vor wenigen Wochen zur F1-Teilnahme bis 2012 verpflichtet hatte, zog der japanische Hersteller nun seine Einschreibung zurück.

Toyota-Ausstieg trotz Concorde-Agreement

Der Automobil-Weltverband (FIA) reagierte in einem Statement verärgert über den plötzlichen Ausstieg Toyotas. Während Bridgestone mit seiner frühzeitigen Bekanntgabe für 2011 den Organisatoren genügend Zeit gegeben habe, komme die Toyota-Entscheidung nur wenige Wochen nach der Unterzeichnung des Concorde Agreements.

"Die FIA hat wiederholt gewarnt, dass der Motorsport die Wirtschaftskrise nicht hinter sich lassen kann. Deshalb wurden die teilnehmenden Teams gebeten, die Kosten zu begrenzen, um den Einstieg privater Teams zu fördern." Die FIA habe die Vorschläge der Teams zur Kostensenkung auf der Grundlage akzeptiert, dass diese sich langfristig an die Meisterschaft binden.

FOTA-Vize Howett bloßgestellt

Die Vereinigung der Formel 1-Teams (FOTA) hatte sich lange Zeit mit allen Mitteln gegen die massiven Kostensenkungspläne der FIA gesträubt. Anstatt einzugestehen, dass Mosley am Ende recht behalten hat, versuchte die FOTA der FIA noch die Schuld in die Schuhe zu schieben. Neben den finanziellen Zwängen in der Automobilindustrie seien laut FOTA auch die "unsichere Lage und die unnötigen Konfrontationen in der Formel 1" mitverantwortlich für den Ausstieg gewesen.

Im Kampf Mosley gegen die Teams war ausgerechnet Toyota-Teamchef John Howett als FOTA-Vize einer der größten Lautsprecher. Nun ist der Brite von seinem eigenen Arbeitgeber bloßgestellt worden. Von seinen ehemaligen Kollegen gab es trotzdem noch ein paar nette Worte auf den Weg: "Die FOTA möchte ihren Dank gegenüber John Howett festhalten, der durch seine große Leidenschaft und seinen grundlegenden Beitrag bei den Verhandlungen um das Concorde Agreement, für langfristige Stabilität der F1-Regeln und eine konstruktivere Arbeitsumgebung aller Akteure gesorgt hat."

FOTA will Saison 2010 retten

Die verbleibenden Teams äußerten die Hoffnung, dass der japanische Hersteller in einer "nicht allzu fernen Zukunft" wieder in die Formel 1 zurückkehrt. "In der Zwischenzeit müssen alle Anstrengungen unternommen werden, damit die Saison so erfolgreich wird, wie wir alle hoffen." Dabei will die FOTA darauf achten, dass alle Plätze in der Startaufstellung besetzt sind und die eingeschriebenen Teams dabei bleiben. "Der Weggang eines wichtigen Herstellers darf nicht auf die leichte Schulter genommen werden und die Gründe dafür müssen angesprochen werden", heißt es.

Umfrage
Werden sich die Hersteller nach und nach aus dem Motorsport verabschieden?
Ergebnis anzeigen
Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden