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Toyota in der Krise

Hat sich das Toyota-Team schon aufgegeben?

Timo Glock Foto: Toyota 60 Bilder

Nur magere acht Punkte konnten die beiden Toyota-Piloten dem Teamkonto in den letzten fünf Rennen beisteuern. Nach der Nullrunde am Nürburgring muss das Team endlich die Trendwende einleiten. Doch die Akteure scheinen ratlos.

14.07.2009 Tobias Grüner

Timo Glock hatte sich für das Heimspiel am Nürburgring eine Menge vorgenommen. Doch vom ersten Training am Freitag war es wie verhext. Der gebürtige Odenwälder verrannte sich beim Setup und konnte die verlorene Zeit auch am Samstag nicht mehr gutmachen. Im Qualifying folgte der Tiefpunkt. Platz 19 und eine Strafe wegen Blockierens und gefährlicher Fahrweise.

Probleme mit Reifen und Qualifying

Glock entschied sich, das Auto vollzutanken und aus der Box zu starten. Trotz der ausweglosen Situation bot er ein gewohnt kampfstarkes Rennen. Mit einer Einstopp-Strategie lieferte der Routinier eine grandiose Aufholjagd, die am Ende nur knapp den letzten Punkteplatz verfehlte: "Gegen Kovalainen hatte ich in den letzten Runden keine Chance. Immer wenn ich in einer guten Position war, hat er einfach den Boost-Button gedrückt", klagte Glock.

Freude über das gute Rennen kam nicht auf. "Die Pace war etwas besser. Aber was nützt das, wenn man ganz hinten losfährt. Wir müssen diese Fehler abstellen. Auch ich muss mich im Qualifying verbessern", erklärte Glock selbstkritisch. Auf der Suche nach Gründen für die Nullnummer fischen die Toyota-Männer noch im Trüben. "Wir haben immer noch Probleme mit den Reifen. Wir wissen einfach nicht, wie sie auf Temperatur bringen sollen." Momentan sieht der 27-Jährige nur eine Lösung: "Wir müssen auf heißere Temperaturen hoffen."

Konkurrenz holt auf

Trotz der Talfahrt in den letzten Rennen will Glock die Saisonziele noch nicht aufgeben. "Wir sind immer noch auf dem dritten Platz in der Teamwertung und den wollen wir irgendwie auch verteidigen." Das Nürburgring-Wochenende hat allerdings gezeigt, dass diese Aufgabe schwierig wird. Hauptkonkurrent Ferrari fuhr mit Felipe Massa auf Rang drei und schob sich im Klassement bis auf 2,5 Punkte an das japanische Team heran.

Allerdings scheint die Scuderia nicht das einzige Problem zu sein. Auch Renault, McLaren-Mercedes und sogar Force India zeigten in der Eifel einen deutlich überlegenen Speed. Vom Ziel, diese Saison ein Rennen zu gewinnen sind die rot-weißen Autos momentan weit entfernt. Der Vorsprung, den das Team in den ersten Rennen mit dem Doppeldiffusor hatte, ist schon längst aufgebraucht.

Toyota-Abschied von der Formel 1

Am Rande des Nürburgrings kamen zudem Gerüchte auf, dass Toyota bereits in den nächsten Tagen den Rückzug aus der Formel 1 bekanntgeben könnte. Die Absage des für 2010 geplanten Formel 1-Rennens auf der Toyota-Strecke in Fuji kann als erstes Zeichen für die Aufgabe gedeutet werden. Und wie sieht es bei Glock mit einem Vertrag für die kommende Saison aus: "Sagen wir es mal so, meine Zukunft sieht nicht schlecht aus." Das muss aber längst nicht heißen, dass der Kölner auch 2010 im Toyota-Cockpit sitzt.

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