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Toyota Motorsport

Standort bleibt, aber 500 müssen gehen

Toyota Motorsport Köln Foto: dpa 55 Bilder

Bei Toyota Motorsport in Köln fallen nach dem Formel-1-Ausstieg des japanischen Autobauers 500 von insgesamt 650 Stellen weg. Bereits zum 30. November sei 500 Mitarbeitern gekündigt worden, sagte Marketingleiter Andi Fuchs am Freitag (4.12.).

04.12.2009

"Das Unternehmen wird aber bleiben und mit drei Standbeinen fortgeführt." Das technische Zentrum in Köln-Marsdorf sei mit Hightech-Prüfständen und zwei Windkanälen zu Aerodynamik-Tests weltweit einzigartig.
 
 

Anfang November hatte der Toyota-Konzern angekündigt, angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage aus der Formel 1 auszusteigen. Für die Mitarbeiter in Köln sei das völlig überraschend gekommen und "wie eine Bombe eingeschlagen", sagte Fuchs, der auch Pressechef ist. Die Beschäftigten aus über 30 Ländern - vor allem Spezialisten wie Ingenieure oder Mechaniker - sind für die komplette Entwicklung und Produktion der Toyota-Rennwagen zuständig.

In Köln sollen Lexus- und Toyota-Modelle veredelt werden
 
Neben dem technischen Entwicklungszentrum soll als zweite Säule die sportliche "Veredelung" von Toyota- und Lexus-Modellen hinzukommen. "Das wird in kleineren Mengen heute schon gemacht und soll erheblich ausgeweitet werden", erklärte Fuchs. Ein dritter, kleinerer Bereich werde die Herstellung von Fahrzeugen für den Breiten-Motorsport in Kleinserien sein. Unter welchem Namen das Unternehmen künftig geführt wird und wie das Geschäftsmodell im Detail aussehen wird, soll bis März 2010 feststehen.
 
Außer den 650 Festangestellten von Toyota Motorsport sind weitere gut 150 Beschäftigte vom Formel-1-Rückzug betroffen. Dabei handelt es sich überwiegend um Mitarbeiter mit befristeten Verträgen oder um freie Mitarbeiter. Für die 500 gekündigten Festangestellten ist in den meisten Fällen im Frühjahr oder Sommer 2010 Schluss. Das europäische Toyota-Team war vor 30 Jahren von Brüssel nach Köln umgezogen und mit dem Einstieg in die Formel 1 kräftig aufgestockt worden. Die Japaner waren seit 2002 mit einem eigenen Team in der "Königsklasse" vertreten.

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