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Toyota-Power für Minardi

Toyota will 2006 ein Kundenteam mit Motoren ausrüsten. Weil Eddie Jordan bei den Japanern nicht allzu hoch im Kurs steht, haben sie nun ein Auge auf das Schlusslicht der Formel 1 geworfen.

14.04.2004

Spätestens ab der übernächsten Saison sollen die Toyota-Zehnzylinder in den Hecks von zwei weiteren Formel 1-Rennern brüllen. Der Service wäre sogar gratis. Als Gegenleistung müsste das Kundenteam bei der Testarbeit helfen und jungen Fahrern aus dem Toyota-Pool eine Startchance bieten. Zudem böte ein Vasall im Concorde-Abkommen eine zweite Stimme, um eigene Interessen zu stützen.

Von den Teams, die nicht an einen Hersteller gebunden sind, kommen nur Jordan und Minardi in Frage, Sauber ist stark mit Ferrari verbandelt. Genau wie die Zusammenarbeit der Schweizer mit dem Weltmeisterteam wünscht man sich bei Toyota die Verbindung mit dem eigenen Kundenteam. Von den verblieben Kandidaten hat Eddie Jordan zur Zeit schlechte Karten. Der Ire hat mit seinem konfusen Geschäftsgebaren viel Kredit eingebüßt, es bleibt Minardi.

Rennen gegen die Zeit

Für die Mannschaft aus Faenza könnte der Motorendeal die Rettung bedeuten. Zur Zeit bewegt sich das Formel 1-Schlusslicht in einer Abwärtsspirale. Für drei Jahre alte Ford-Motoren muss Besitzer und Teamchef Paul Stoddart zehn Millionen Dollar im Jahr aufbringen - von Konkurrenzfahigkeit kann keine Rede sein. Zur Refinanzierung kommen Paydriver zum Einsatz, deren Talent, gelinde gesagt, nicht unumstritten sind.

Der Toyota-Motor gehört neben den BMW- und Ferrari-Aggregaten zu den stärksten im Feld. Minardi könnte bei der Testarbeit vom Datentransfer profitieren. Der für alle Seiten vorteilhaften Verbindung stehen allerdings noch einige Hürden im Weg. Zum einen sagt Toyota-Teamchef Tsotumo Tomita: "Die Belieferung eines zweiten Teams macht erst Sinn, wenn wir unsere eigenen Probleme gelöst haben." Eine Partnerschaft im Jahr 2005 ist eher unwahrscheinlich, die Frage ist, ob Stoddart Minardi bis 2006 über Wasser halten kann. Ein weiteres Problem: Bei Toyota mag man auch Paul Stoddart nicht allzu gern.

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