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Toyota

So gut wie 2005

Foto: Wolfgang Wilhelm 48 Bilder

Toyota macht Jagd auf einen Rekord: Die Punktezahl von 2005. In dieser Saison sind die Japaner endlich wieder auf dem Niveau, das sie bereits vor drei Jahren erreicht hatten.

12.08.2008 Michael Schmidt

Damals wurde die Kölner Truppe mit 88 Punkten Vierter in der Konstrukteurs-WM. Die Fahrer waren ähnlich gut platziert. Ralf Schumacher rangierte mit 45 Zählern auf Platz sechs. Eine Position dahinter landete Jarno Trulli an siebter Stelle des Gesamtklassements. Die beiden Toyota-Piloten standen insgesamt fünf Mal auf dem Siegerpodest. Die Highlights waren die beiden zweiten Plätze von Trulli in Malaysia und Bahrain.

Best of the rest

Auch in dieser Saison liegt Toyota auf Platz vier. Der Kontostand beträgt 35 Punkte. Jarno Trulli ist als Siebter mit 22 Punkten bestplatzierter Fahrer, der keinen McLaren-Mercedes, Ferrari oder BMW fährt. Timo Glock kletterte mit seinem zweiten Platz von Budapest in der WM-Tabelle auf Rang zehn vor. Mit zwei Podestplätzen (Trulli Dritter in Magny-Cours, Glock zweiter in Budapest) liegt das Team des größten Automobilherstellers ebenfalls im Plan. Die Vorstellung ist so gut, dass selbst Fernando Alonso Toyota wieder als eine Alternative für 2009 betrachtet.

Bei sieben noch ausstehenden Rennen wird es schwer, die Marke von 2005 zu übertreffen. Denn nicht alle Strecken, die noch folgen, passen in das Profil des Toyota TF108. Der ist immer dann stark, wenn Bridgestone die weichen Reifenmischungen liefert, wenn es heiß ist und wenn mit mittlerem bis großen Anpressdruck gefahren werden muss. Die Top-Speeds zeigen, dass die aerodynamische Effizienz noch verbessert werden muss.

Top-Speed-Schwäche

Am Hungaroring waren die Autos von Trulli und Glock die langsamsten im Feld. Die Höchstgeschwindigkeit war um acht km/h langsamer als die Bestwerte von Ferrari, Renault und Toro Rosso. Das schmälert die Chancen von Toyota in Spa, Monza und Shanghai, zumal Bridgestone für diese drei Strecken auch seine härtesten Reifenmischungen auspackt. Auch Fuji ist vom Streckenlayout keine Toyota-Strecke, doch dort werden wenigstens die Reifenmarken "soft" und "medium" angeliefert.

Der Toyota TF108 ist wie der Ferrari F2008 ein Auto, das seine Reifen schont, sich aber auch schwer tut, sie auf Temperatur zu bringen. Deshalb beten die Toyota-Strategen auch immer um heißes Wetter. Das vereinfacht den Aufwärmprozess, und wenn man auf Strecken mit hohem Verschleiß wie dem Hungaroring kommt, dann können die hohen Temperaturen sogar ein Joker sein. Für das nächste Rennen in Valencia sollte Toyota gut gerüstet sein. Wie in Ungarn kommen die weichsten Gummisorten zum Einsatz.

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