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Toyota sprengt Hersteller-Meisterschaft

Foto: Wolfgang Wilhelm

Die Herstellerfront bröckelt wieder einmal. Der größte japanische Autohersteller will an einer Gegen-Formel 1 nach Auslaufen des Concorde-Abkommens Ende 2007 nicht teilnehmen. Das teilten die Toyota-Oberen in einem Brief den anderen fünf Herstellern mit.

01.04.2005

Mercedes, BMW, Renault, Honda und Ferrari flatterte ein Schreiben ins Haus, in dem Toyota erklärte, man wolle definitiv keine zweite Grand Prix-Serie ins Leben rufen. Damit ziehen sich die Japaner schon vor der offiziellen Gründung einer neuen Herstellervereinigung aus dem Projekt zurück.

Ursache für das plötzliche Zurückrudern von Toyota ist die Ankündigung der von den Herstellern beauftragten Vermarktungsagentur ISE, man wolle zur besseren Planungssicherheit demnächst Unterschriften der Gegen-Formel 1-Teilnehmer einholen. Mit der schriftlichen Zusage der Hersteller sollen frühzeitig lukrative TV-Verträge abgeschlossen werden.

Toyota: "Wollen keinen Krieg"

Bei Toyota fühlte man sich gedrängt. Man wolle sich nicht frühzeitig zu einer Serie namens GPR (Grand Prix Racing) bekennen. Ein Krieg unter den Formel 1-Teams, den Herstellern und dem derzeitigen Vermarkter Bernie Ecclestone sei nicht erwünscht, und in keinem Fall wolle man eine zweite Rennserie.

Für die aus der GPWC hervorgegangenen, losen Herstellervereinigung, bei der Toyota bisher mit Absichtserklärungen mitspielte, ist die Absage ein schwerer Dämpfer. Zwar war Ferrari der GPWC im Winter abspenstig geworden, dafür bekannten sich mit Honda und Toyota erstmals die japanischen Konzerne zu einer Neuordnung der Formel 1.

Ecclestone fest im Sattel

In der GPWC spricht man von einem Missverständnis. Es solle ja gar keine zwei Rennserien geben. Vielmehr sei die gerade im Entstehen befindliche GPR 2008 die einzig verbleibende Königsklasse.

Bernie Ecclestone sieht die Abspaltung von Toyota von den übrigen Herstellern mit Genugtuung. Zudem scheint der Formel 1-Impressario trotz Rechtsstreitigkeiten mit seinen Partnern nach wie vor fest im Sattel zu sitzen. "Ich bin weiter Chef der FOM und FOA", sagt der 74-jährige Brite.

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