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Toyota verkauft

Toyota weiter im Rennen

Toyota F1 Foto: Wolfgang Wilhelm 55 Bilder

Am Montag will die FIA die Nennliste für die Formel 1-WM 2010 bekanntgeben. Darauf soll auch der Name Toyota stehen. Allerdings unter Vorbehalt. Der Verband braucht Zeit, um offene Fragen zu klären. Wie seriös ist das Kaufinteresse an Toyota aus Serbien? Wo steht Sauber jetzt, nachdem BMW den Verkauf an Qadbak gestoppt und das Team stattdessen an den Vorbesitzer zurückgegeben hat?

28.11.2009 Michael Schmidt

Am Montag (30.11.) veröffentlicht die FIA die Nennliste für die Formel 1-Saison 2010. Es sollen 13 und nicht 14 Teams auf der Liste stehen. Und es ist durchgesickert, dass der Name Toyota trotz des Rückzugs weiter aufscheint. Allerdings mit einer Fußnote. Der Platz steht dem Team nur zu, wenn es sich zu einer Teilnahme an der nächstjährigen Saison bekennt. Da der Vorstand in Tokio bereits offiziell seinen Rückzug erklärt hat, lässt das nur einen Schluss zu. Der Rennstall in Köln müsste von einem Investor übernommen werden.

Käufer muss verrückt oder stinkreich sein
 
Bei einer FOTA-Sitzung am vergangenen Mittwoch kam heraus, dass eine Gruppe aus Serbien plant, die Pläne des nächstjährigen Autos zu kaufen und mit einer Rumpfmannschaft des ehemals 650 Mitarbeiter großen Teams von Köln aus zu operieren. Kommentar der Konkurrenz: "Wer von Köln aus die Formel 1 betreiben will, muss entweder verrückt oder stinkreich sein. Diese Riesenfabrik zu unterhalten, kostet ein Vermögen."
 
Die FIA hält sich zu Nachfragen über den 13. Platz bedeckt. Mit der bedingten Nennung will sie sich offenbar Zeit kaufen. Zeit, um bei den vielen Umstrukturierungen den Überblick zu bewahren. Die Zweifel an der Seriösität einiger neuer Teams, die Pleite mit Qadbak und mögliche juristische Probleme bei einem Ausschluss von Toyota haben den Weltverband vorsichtig werden lassen. Jetzt gilt das Motto: Nur nichts überstürzen und erst eine Zusage geben, wenn man sich hundertprozentig sicher ist. Der Fall Toyota ist nicht so einfach, wie er aussieht. Man kann den Mutterkonzern für seine Absage gar nicht bestrafen, weil das Concorde Abkommen vom Toyota F1-Team in Köln unterzeichnet wurde. Und das hat die Einschreibung für 2010 nie zurückgezogen. Andererseits gilt: Kein Team, kein Platz. Es müsste schon ein Investor kommen, der den Rennstall komplett übernimmt. Und der muss wasserdicht sein, weil man nicht noch einmal einen Reinfall wie mit Qadbak erleben will.
 
Sauber-Ferrari um Welten besser als die vier neuen Teams
 
Peter Sauber bezahlt für die Konfusion, die die schlampige Betriebsprüfung von BMW und einer englischen Bank verursacht hat. Er muss weiter zittern, obwohl das Team seit Freitag wieder ihm gehört. Hätte ihm BMW den Rennstall gleich beim ersten Angebot verkauft, oder hätte München bei der Auswahl der Kaufinteressen auf die amerikanischen Inverstoren statt auf Qadbak gesetzt, wäre dem Team aus Hinwil mancher Ärger erspart geblieben. Sauber hat trotz der Hängepartie einen entscheidenden Schritt nach vorne getan. Die FIA kennt jetzt ihren Gesprächspartner. Qadbak war nicht greifbar. Wenn Sauber in der kommenden Woche mit Petronas einen Sponsorvertrag abschließen kann, dann kommt er dem Startplatz wieder um eine Etappe näher. FIA-Präsident Jean Todt weiß, dass Sauber eine eingespielte Truppe aufbietet, dass dort ein Rennauto rechtzeitig auf die Beine gestellt wird, und dass die Kombination Sauber-Ferrari um Welten besser dastehen wird als die vier neuen Teams.
 
Die FIA lässt sich trotz der guten Vorzeichen trotzdem Zeit. Erst muss eine wasserdichte Lösung auf den Tisch, dann wird die Nennliste für 2010 abgesegnet. Das könnte bei der FIA-Weltratsitzung im Dezember anlässlich der Preisverleihung in Monte Carlo passieren.

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