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Training GP Australien

Was sind die Freitagszeiten wert?

Heikki Kovalainen GP Australien 2012 Foto: dpa 100 Bilder

Verkehrte Welt in der Formel 1: Michael Schumacher im Mercedes an der Spitze, Sebastian Vettel im Red Bull nur auf Platz zehn. So ging das zweite Training aus. Im ersten dominierten die McLaren. Der zweifache Vierte Fernando Alonso maß dem nicht allzu viel Bedeutung bei: "Wir haben heute sicher nicht das echte Bild gesehen."

16.03.2012 Michael Schmidt

Zwei Trainingssitzungen, ein Skript. Erst setzt ein gepflegter Landregen die Strecke unter Wasser, dann trocknet sie langsam ab. Nur in den jeweils letzten 20 Minuten herrschten trockene Bedingungen. Nimmt man die Quersumme, dann schnitt Michael Schumacher im Mercedes am besten ab.

Der Rekordsieger landete im ersten Training auf Platz drei, und er lag nach dem zweiten an der Spitze. Im ersten Abschnitt fehlten ihm 0,675 Sekunden auf Jenson Button, im zweiten lag er 0,109 Sekunden vor Nico Hülkenberg. Die Bestzeiten wurde mit den härteren Reifenmischungen erzielt.

Das Morgentraining war im Schnitt um 1,5 Sekunden schneller, weil die Piloten etwas länger auf trockener Strecke fahren konnten. Aus den Plätzen eins und zwei wurden bei McLaren drei Stunden später die Ränge 15 und 16. Zeitdifferenz: 5,5 Sekunden. Michael Schumacher war am Nachmittag nur 1,6 Sekunden langsamer als am Vormittag. Rechnet man die um eineinhalb Sekunden schlechteren Bedingungen in der zweiten Trainingssitzung ein, hat Mercedes in der Mittagspause abgetankt.

Trainingsergebnis nicht überbewerten

Was also sind die Zeiten wert? Die Teams wissen es selbst nicht. Bei McLaren bestimmte der Tankinhalt das Ergebnis. Der große Unterschied zwischen Vormittag und Nachmittag lässt daraus schließen, dass Jenson Button und Lewis Hamilton am Vormittag leicht, und am Nachmittag schwer unterwegs waren. Wenn zehn Kilogramm 0,4 Sekunden pro Runde ausmachen, dann mussten mindestens 120 Kilogramm Sprit im Tank gewesen sein.

Jeder wollte vom anderen wissen, mit wie viel Sprit gefahren wurde. Es gab natürlich keine Antworten. Somit ging die Kaffeesatzleserei weiter. Fernando Alonso bewies mit zwei vierten Plätzen immerhin Konstanz. Trotzdem will er nichts in das Ergebnis hineindeuten. "Vettel ist nicht so schlecht wie Platz zehn, und Kovalainen nicht so gut wie Rang acht. Wir haben heute nicht das wahre Bild gesehen. Mein Auto hat sich ganz gut angefühlt. Trotzdem habe ich den Verdacht, dass uns der Streckentyp von Melbourne nicht gerade entgegenkommt."

Auch Michael Schumacher brach nicht in Jubel aus: "Das verrückte Wetter hat das Leistungsbild getrübt. Ich gebe noch keine Prognose ab und spreche noch nicht von Zuversicht." Trotzdem sind sich alle Beteiligten einig: Dieser Mercedes kann im Kampf um die besten Positionen mitreden.

Webber: "Noch viel Arbeit vor uns"

Und die Red Bull sind trotz der Positionen fünf am Morgen und zehn am Nachmittag weiterhin die Autos, die es zu schlagen galt. Die Zeitdifferenz zwischen den beiden Sitzungen betrug 3,8 Sekunden. Weniger als bei McLaren, mehr als bei Mercedes. Was für ordentlich Sprit im Tank am Nachmittag sprach. Trotzdem zog Mark Webber ein langes Gesicht: "Wir haben noch viel Arbeit vor uns. Die Balance des Autos stimmte nicht."

Ganz anders der Eindruck bei Nico Hülkenberg, der erst in letzter Minute im zweiten Training von Schumacher vom Thron gestoßen wurde. "Ich habe unter allen Bedingungen ein gutes Gefühl mit dem Auto." Der Force India-Pilot fuhr seine Zeit mit den weichen Reifen. "Aber der Unterschied zu den harten hat höchstens zwei Zehntel ausgemacht", warf Sportdirektor Otmar Szafnauer ein. Das wurde von Red Bull-Berater Helmut Marko bestätigt. "Auf neuen Reifen lag der Unterschied bei einer halben Sekunden, auf gebrauchten bei null."

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