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McLaren-Mercedes

McLaren ist lachender Dritter

Motor Racing - Formula One World Championship - Italian Grand Prix - Practice Day - Monza, Italy Foto: xpb.cc 73 Bilder

Am Freitag stolperten Ferrari und Red Bull über ihre eigenen Probleme. McLaren konnte am Freitag nach der Doppelspitze mit geschwellter Brust das Fahrerlager verlassen. Der kleine Erfolg kommt zur richtigen Zeit.

07.09.2012 Bianca Leppert

Bei McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh müssen sich in den letzten Tagen beim Blick ins Internet die Nackenhaare aufgestellt haben. Erst zanken sich seine Piloten Jenson Button und Lewis Hamilton über Twitter, dann veröffentlicht Hamilton über den Kurznachrichtendienst auch noch vertrauliche Telemetrie-Daten. Dass Whitmarsh am Mittwochabend keinen Herzinfarkt bekommen hat, als Eddie Jordan das Gerücht verbreitete, Hamilton wechsle zu Mercedes, ist wohl nur seinem ruhigen Gemüt zuzuschreiben.

McLaren mit längerer Übersetzung

Da kam das Mini-Erfolgserlebnis am Freitag gerade recht. Im zweiten Training zeigten Hamilton und Button mit den Plätzen eins und zwei  der Konkurrenz, wo der Hammer hängt. Gut, die stellte sich selbst ein Bein. Alonso musste nach dem Motorschaden am Vormittag wenige Stunden später auch noch das Getriebe beerdigen. Sebastian Vettel quälte einmal mehr der unsichtbare Problem-Geist, mit dem er schon in Spa Bekanntschaft machte.

Whitmarsh war bester Laune. Das lag nicht etwa am Mittagessen, sondern an der Arbeit der Mechaniker über die Mittagspause. Die wechselten die Getriebeübersetzung. "Wir hatten heute Morgen die falschen Gänge", sagte Whitmarsh gegenüber auto-motor-und-sport.de. "Wir waren ungefähr 500 Meter auf der Geraden im Begrenzer. Deshalb haben wir eine höhere Übersetzung gewählt. Das hat sich gelohnt."

Wieder ein Twitter-Gemetzel?

Euphorisch ist er deshalb aber trotzdem nicht. Der Brite ist lange genug im Geschäft, um zu wissen, dass die Ergebnisse vom Freitag mit Vorsicht zu genießen sind. Das gilt auch für die schwache Leistung von Red Bull. "Was den Topspeed angeht, sind sie ein bisschen in Schwierigkeiten", meint Whitmarsh. "Ich glaube, es dauert bei ihnen ziemlich lange, die Übersetzung zu wechseln. Sie hatten nicht wie wir die Möglichkeit. Ich mag falsch liegen. Ich denke, sie werden das heute Abend machen und morgen viel stärker sein."

Hamilton war übrigens nur 0,038 Sekunden schneller als Button. Kratzen sich da etwa heute Abend wieder zwei Herren via Twitter die Augen aus? Whitmarsh will jedenfalls nichts davon wissen, dass die Atmosphäre im Team nun einem Kindergarten gleicht. "Wir waren sehr konzentriert und haben nicht über Twitter oder andere Sachen gesprochen, sondern wie wir das Rennen am Sonntag gewinnen können."

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