Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Trainingsanalyse GP Abu Dhabi

McLaren klarer Favorit für das Qualifying

Lewis Hamilton Foto: dpa 32 Bilder

In den ersten beiden Trainingseinheiten am Samstag (30.10.) hat die Farbe silber das Geschehen in Abu Dhabi dominiert. Auch für das Qualifying ist McLaren klarer Favorit. Die beiden Top-Teams der Saison, Red Bull und Brawn GP kämpfen nur um die weiteren Plätze.

30.10.2009 Tobias Grüner

Die ersten beiden Trainingseinheiten in Abu Dhabi sind nur schwer zu beurteilen. Am Nachmittag lag noch viel Sand und Staub auf der Strecke. Erst am Abend konnte man beobachten, dass die Gripverhältnisse mit jeder Runde besser wurden. Wie viel die Strecke am Samstag noch zulegt, kann niemand präzise voraussagen.

Klar scheint nur, dass McLaren am Freitag (30.10.) das schnellste Auto hatte. Dank des starken Mercedes-Motors und mit Hilfe der Hybrid-Zusatzpower konnten die beiden Silberpfeile in beiden Tests die Bestzeiten setzen. Sogar beim normalerweise eher zurückhaltenden Mercedes-Sportchef Norbert Haug gab es optimistische Worte: "Für uns scheint dieser Kurs wie maßgeschneidert - Lewis fuhr auf beiden Reifenmischungen mit viel Gewicht rundenlang Rennsimulationen mit erstklassigen Rundenzeiten."

Red Bull hofft auf saubere Strecke

Im Qualifying ist der Weltmeister von 2008 nur schwer zu schlagen. Auch das Siegerteam der letzten beiden Rennen scheint chancenlos angesichts der silbernen Dominanz. Allerdings herrschte bei Red Bull am Abend mehr Zuversicht als noch am frühen Nachmittag. "Zu Beginn war es sehr rutschig. Da mussten wir mit viel Abtrieb fahren", erklärte Teamberater Helmut Marko. "Mit mehr Grip am Abend konnten wir die Flügel wieder flacher stellen. Das hilft uns."

Mit dem im Vergleich zur Konkurrenz etwas schwächelnden Renault-Triebwerk hoffen die Bullen, dass die Strecke am Samstag weiter an Griffigkeit gewinnt. Mit flacheren Flügeln ist der Geschwindigkeitsnachteil auf der Geraden nicht ganz so groß. Schon am Abend war hier eine deutliche Verbesserung zu erkennen. Wenn Sebastian Vettel nicht mit kleineren Probleme in seinen schnellen Runden zu kämpfen hätte, wäre der Deutsche wohl schon im zweiten Training die Bestzeit gefahren, erklärt Marko.

Brawn GP in der Verfolgerrolle

Im Qualifying muss Red Bull allerdings auf die beiden Autos von Brawn GP aufpassen. Das Weltmeisterteam präsentierte sich am Freitag nur unwesentlich langsamer bei den Longruns. In der Zeitentabelle lag Weltmeister Jenson Button sogar zweimal vor Vettel. "Wir sind zufrieden mit dem Training", erklärte Teamchef Ross Brawn lächelnd. Wie viel Sprit seine Piloten im Tank hatten, wollte der Brite leider nicht verraten.

Hinter den drei Spitzenteams scheint Toro Rosso der stärkste Verfolger zu sein. Das Auto ist fast auf dem Niveau von Red Bull, allerdings verfügen die Piloten über nicht ganz so viel Erfahrung. Sebastian Buemi feiert am Qualifying-Samstag seinen 21. Geburtstag und würde sicher gerne ganz vorne mitmischen. Allerdings könnte Ferrari die Pläne des Youngsters durchkreuzen. Mit dem KERS-Vorteil ist auch Kimi Räikkönen ein sicherer Kandidat für die ersten Zehn.

Enges Mittelfeld mit Williams, Toyota und BMW-Sauber

Im Mittelfeld wird es wohl wieder ganz eng werden. Hier kämpfen Williams, Toyota und BMW-Sauber um die Plätze unter den ersten Zehn. Wer am besten mit den schnell wechselnden Grip-Verhältnissen zurechtkommt, kann am Ende einen großen Sprung nach vorne machen. Außenseiterchancen hat auch Force India. Adrian Sutil wünschte sich am Freitag den Sprung in die Top Ten, was angesichts des Streckenlayouts jedoch sehr ambitioniert erscheint. Der Force India kommt vor allem mit dem langsamen Schlussabschnitt nicht ganz so gut zurecht.

Die schlechtesten Aussichten hat allerdings Renault. Am Auto wurde die Entwicklung schon lange eingestellt und der schwache Motor ist auf der langen Geraden ein echter Nachteil. Nur eine mögliche Glanzleistung von Fernando Alonso könnte dem Team nach vorne verhelfen. Für den jungen Nachwuchsmann Romain Grosjean ist ein Platz in den letzten Reihen dagegen schon so gut wie gebucht.

PilotTeamZeitRückstand
1. Heikki KovalainenMcLaren-Mercedes1:41.307 Min.
2. Lewis HamiltonMcLaren-Mercedes1:41.504 Min.+ 0.197
3. Jenson ButtonBrawn GP1:41.541 Min.+ 0.234
4. Sebastian VettelRed Bull1:41.591 Min.+ 0.284
5. Kamui KobayashiToyota1:41.636 Min.+ 0.329
6. Sebastien BuemiToro Rosso1:41.683 Min.+ 0.376
7. Mark WebberRed Bull1:41.684 Min.+ 0.377
8. Rubens BarrichelloBrawn GP1:41.831 Min.+ 0.524
9. Nico RosbergWilliams1:41.931 Min.+ 0.624
10. Kimi RäikkönenFerrari1:41.987 Min.+ 0.680
11. Adrian SutilForce India1:42.180 Min.+ 0.873
12. Kazuki NakajimaWilliams1:42.245 Min.+ 0.938
13. Nick HeidfeldBMW-Sauber1:42.278 Min.+ 0.971
14. Jarno TrulliToyota1:42.409 Min.+ 1.102
15. Tonio LiuzziForce India1:42.530 Min.+ 1.223
16. Fernando AlonsoRenault1:42.782 Min.+ 1.475
17. Giancarlo FisichellaFerrari1:42.932 Min.+ 1.625
18. Romain GrosjeanRenault1:43.021 Min.+ 1.714
19. Jaime AlguersuariToro Rosso1:43.022 Min.+ 1.715
20. Robert KubicaBMW-Sauber1:43.708 Min.+ 2.401
Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden