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Trainingsanalyse GP Australien

Diffusor-Teams in eigener Liga

Training Australien Foto: dpa 21 Bilder

Die ersten beiden Trainings in Melbourne haben den Diffusor-Streit neu entfacht. An der Spitze fuhren Williams, Brawn GP und Toyota in einer eigenen Liga. Hinten kämpft Weltmeister Hamilton mit seinem Auto.

27.03.2009 Tobias Grüner

Das Bild des zweiten Trainings von Melbourne war Wasser auf die Mühlen der Kläger gegen die umstrittenen Doppeldecker-Diffusoren. Von den sieben Piloten an der Spitze fuhr nur Mark Webber ohne den trickreich gestalteten Unterbodenteil. Auf den ersten Blick erscheint das aktuelle Kräfteverhältnis ernüchternd: Wer nicht in einem Brawn GP, Williams oder Toyota sitzt, kommt für den Sieg wohl nicht in Frage.

Als erster Verfolger schob sich Red Bull in den Vordergrund. Doch Sebastian Vettel und Mark Webber kämpfen noch mit der Zuverlässigkeit: "Wir hatten heute überraschend viele technische Probleme auf der geringen Anzahl an Runden", klagte Webber. Der Australier musste im ersten Training mit Problemen an der Antriebswelle lange aussetzen, bei Teamkollege Vettel streikte die Hydraulik. Am Nachmittag muckte dann auch noch der Auspuff. "Es lief wirklich nicht ideal", so Webber, "aber von den Zeiten her war es ganz gut."

Force India überrascht positiv

Überraschend gut verkaufte sich am ersten Tag das letztjährige Hinterbänklerteam Force India. Adrian Sutil platzierte sich im zweiten Training sogar unter den ersten zehn. "Das ist wirklich schon ein großer Schritt zum Vorjahr. Ich erwarte uns am Samstag aber nicht mehr unter den ersten zehn", freute sich der Gräfelfinger. Vor allem mit der Zuverlässigkeit zeigte sich Sutil zufrieden. Nur mit den Reifen passt es noch nicht ganz: "Die Weichen sind zu weich und neigen zum Graining, die harten sind dagegen schon wieder eine Stufe zu hart."

Mehr Chancen in die Spitze zu fahren hat Ferrari. Am ersten Trainingstag deckten die Italiener allerdings noch nicht alle Karten auf. Die Plätze zehn und elf für Felipe Massa und Kimi Räikkönen spiegeln noch nicht das ganze Potenzial des F60 wider. Ob es im Qualifying aber gegen die "Diffusor-Teams" reicht, lässt sich nur schwer sagen. "Wir sind zufrieden mit dem Setup, aber es gibt immer noch Platz für Verbesserungen", stapelte Massa tief.

BMW ohne Probleme im Hinterfeld

Auch BMW-Sauber hielt sich bei der Zeitenjagd am ersten Trainingstag der neuen Saison noch zurück. "Wir hatten keinerlei technische Probleme. Auch das KERS hat einwandfrei funktioniert", zeigte sich Technikchef Willy Rampf zufrieden. Nick Heidfeld wird am Sonntag mit dem Hybridsystem ins Rennen gehen. Am ersten Tag auf der Strecke klagte der Mönchengladbacher allerdings noch über mangelnden Grip auf der Piste im Albert Park: "Das hat sich erst im Laufe der beiden Sessions etwas verbessert."

Auch McLaren-Mercedes platzierte sich im hinteren Drittel des Feldes. Doch wie die Silberpfeile nicht müde werden zu betonen, erwartet man auch für das Rennen keine großen Steigerungen. "Wir bluffen nicht", erklärte Lewis Hamilton. "Mir fehlt es einfach überall an Abtrieb." Der Weltmeister klagt über mangelndes Vertrauen und Probleme beim Set-Up. Im zweiten Training lief es immerhin etwas besser. "Wir haben aber immer noch eine Reihe von Problemen - aber wir bewegen uns in die richtige Richtung."


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