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Trainingsanalyse GP Bahrain 2014

Mercedes acht Zehntel vorne

Nico Rosberg - Mercedes - Formel 1 - GP Bahrain - Sakhir - 4. April 2014 Foto: Mercedes 100 Bilder

Bahrain wird ein Mercedes-Rennen. Die Silberpfeile liegen nicht nur auf eine Runde klar vorne. Sie fahren auch in der Rennsimulation in einer eigenen Liga. Um den zweiten Platz wird es zu einem Dreikampf zwischen Ferrari, Force India und Williams kommen. Für Red Bull sieht es nicht so gut aus.

04.04.2014 Michael Schmidt

Das Trainingsergebnis war ernüchternd. Mercedes allein auf weiter Flur. Lewis Hamilton und Nico Rosberg hängten die Konkurrenz um eine Sekunde ab. Auch in der Rennsimulation fahren die Silberpfeile in einer anderen Kategorie. "Wir sind im Moment acht Zehntel pro Runde schneller als die Konkurrenz", erfuhr Niki Lauda von seinen Technikern.

Der Österreicher warnt aber: "Der Vorsprung wird schrumpfen. Wir sind bei den Testfahrten in Bahrain acht Tage am Limit gefahren, haben einen vollen Datensatz und deshalb auch einen Vorteil beim Setup gegenüber Red Bull, die da nur gestanden sind. Das wird sich am Samstag noch nivellieren."

Dreikampf um Platz zwei hinter Mercedes

Um die Kronprinzenrolle hinter Mercedes kämpfen Ferrari, Force India und vermutlich auch Williams. "Wir fahren mit Ferrari auf Augenhöhe", sagt Force India-Technikchef Andy Green. Seine Autos sind auf dem Wüstenkurs traditionell stark. Während Rosberg und Hamilton im Durchschnitt tiefe 1.40er Zeiten auf die Bahn legten, waren es bei Force India und Ferrari hohe 1.40er und tiefe 1.41er Zeiten im Mittel.

Beide geben dem weichen Reifen den Vorzug, weil er im Renntrim 1,2 Sekunden pro Runde schneller ist. "Wir könnten mit beiden Reifentypen locker eine Renndistanz fahren, werden aber trotzdem zwei Mal wechseln, um die Zeit auf der Medium-Mischung so gering wie möglich zu halten", meint Green.

Spritverbrauch wird entscheidender Faktor

Über den Rundenzeiten von Felipe Massa und Valtteri Bottas schwebt ein Fragezeichen, weil sie auf Dauerläufe verzichteten. Beide mussten Kilometer sparen, um nicht die Motoren zu riskieren. Die Williams-Piloten haben an den ersten beiden GP-Wochenenden zu viele Kilometer zurückgelegt. Aufgrund der fünftschnellsten Zeit von Felipe Massa ist aber mit den weißen Autos mit dem Martini-Streifen zu rechnen.

Weil der Top-Speed und der Spritverbrauch stimmen. Und der könnte am Sonntag entscheidend sein. Bahrain zählt neben Melbourne, Montreal und Spa zu den vier Strecken, auf denen es mit 100 Kilogramm für eine Renndistanz kritisch wird. "Die erste Rennhälfte werden wir Sprit sparen müssen. Das wird durch das Nachtrennen verschärft. Es ist kühler, die Rundenzeiten sind schneller, der Verbrauch höher", kündigt Green an. In Malaysia war der Spritverbrauch kein Thema.

Zu viele Geraden für Vettel

Der Spritverbrauch könnte am Sonntag zugunsten der Mercedes-Kunden im Vergleich mit Ferrari sprechen. Die Roten sind da mit ihrem Motor mehr am Limit als die Mercedes-Fraktion. Ferrari ist wieder nur ein Ein-Mann-Team. Kimi Räikkönen verlor eine Sekunde pro Runde auf Fernando Alonso. Der Finne klagte wie in Melbourne über Probleme mit der Bremsstabilität. Kein Wunder. Die Streckencharakteristik ist ja auch ähnlich. Viel stop and go.
 
Sebastian Vettel machte ein langes Gesicht. "Zu viele Geraden", bedauerte der Weltmeister. Beide Red Bull waren im Longrun mit mittleren 1.41er Reifen unterwegs. Renaults neue Motorengeneration brachte nicht mehr Power, doch sie ist jetzt konstanter vorhanden. Und die größten Sorgen in Bezug auf die Zuverlässigkeit sind mit dem verstärkten Antrieb der MGU-K beseitigt. "Die Fahrer können jetzt ihr normales Trainingsprogramm abspulen", bestätigte Renault-Einsatzleiter Remi Taffin.

In unserer Bildergalerie haben wir die besten Fotos aus dem Freien Training.

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