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Trainingsanalyse GP Bahrain

Wäre Renntag, hätte Webber gewonnen

Red Bull GP Bahrain 2012 Foto: xpb 59 Bilder

Der erste Trainingstag zum GP Bahrain stand im Zeichen der Reifen. Die Teams suchten Antworten auf die Fragen: Wie lange halten die Hinterreifen? Wann beginnt der Gripverlust? Red Bull hat bis jetzt die beste Lösung gefunden.

20.04.2012 Bianca Leppert

Nico Rosberg scheint sich an erste Plätze zu gewöhnen. Der Sieger von Shanghai beendete den ersten Traningstag von Bahrain mit überlegener Bestzeit. Rosberg war um 0,446 Sekunden schneller als Mark Webbber. Sebastian Vettel lag 0,709 Sekunden über Rosbergs Bestmarke. Allerdings mit den harten Reifen. Als der Weltmeister mit den weichen ausrückte, war er praktisch gleich schnell.

Mark Webber Freitags-Sieger

"Dabei haben wir alles richtig gemacht", schüttelte Teamberater Helmut Marko den Kopf. "Den Heckflügel um zwei Stufen flacher gestellt, den Luftdruck hinten um ein PSI runter. Trotzdem kam die Zeit nicht. Normalerweise hätte er auf den weichenen Reifen zwischen acht Zehntel und einer Sekunde schneller sein müssen."

Trotz der Bestzeit wachsen die Bäume bei Mercedes nicht in den Himmel. Der Dauerlauf von Rosberg war gut, doch die Longruns von McLaren und Red Bull waren besser. Wäre heute ein Rennen gewesen, hätte Mark Webber gewonnen. Der Australier legte nach einem schwachen Vormittagstraining seine Antipathie gegen den Kurs ab und begann seine Rennsimulation mit fünf 1.40er Zeiten am Stück, bevor sie in die 1.41er und 1.42er Zeiten abdriftete. Sebastian Vettels Zeiten lagen im Schnitt zwei bis drei Zehntel über denen seines Teamkollegen.

McLaren kämpft gegen den Wind

McLaren kam nicht ganz an die Zeiten der Red Bull heran. Die Fahrer haderten mit ihren Hinterreifen und einem Wind, der nach 50 Minuten um 90 Grad seine Richtung änderte. "Wir hatten zu Beginn des Trainings Seitenwind zwischen den Kurven 4 und 8", erzählte McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh.

"Da wurden alle schnellen Runden gefahren. Leider waren wir da noch nicht dabei. Als der Wind dann von hinten geblasen hat, stiegen die Rundenzeiten stark an. Gerade als wir mit frischen weichen Reifen ausgerückt sind. Der von hinten schiebende Wind hat es noch schwieriger gemacht, die Reifen in Schuss zu halten." Wie üblich setzte McLaren den dritten Satz Reifen bereits am Freitag ein. "So haben wir eine bessere Referenz zwischen den beiden harten Mischungen", erklärt ein Ingenieur.

Nico Rosberg rückte zu zwei Dauerläufen aus. Im ersten fuhr er konstant 1.41er Zeiten. Den zweiten begann er wie die Red Bull mit 1.40er Runden, legte aber mittendrin zwei ganz langsame Runden ein, um dann drei Mal auf dem Niveau von 1.40 Minuten weiterzumachen, bevor er auf 1.41er Niveau abstürzte.

Lotus mit wenig Sprit

Und die anderen? Lotus verfälscht die Freitagsdauerläufe immer mit relativ wenig Sprit im Tank. Trotzdem sind die schwarzen Autos bei Red Bull, McLaren und Mercedes auf der Rechnung. Man weiß, dass die Lotus bei hohen Temperaturen pfleglich mit ihren Sohlen umgehen.

Die Williams landeten mit ihren schnellsten Runden nur im hinteren Feld, legten aber konstante und viel versprechende Rundenzeiten im Longrun auf die Bahn. Die blauen Autos könnten jedoch ein Problem bekommen. An beiden Getrieben wurden Abnutzungserscheinungen im Differential festgestellt. Möglicherweise müssen die Kratübertragungen getauscht werden. Damit müssten Pastor Maldonado und Bruno Senna jeweils um fünf Startplätze zurück.

Horner fordert erste Startreihe

Sauber schaffte jeweils 18 Runden mit einem Satz, hart wie weich. Das spricht für ein Dreistopprennen. Der Unterschied zwischen weich und hart betrug bis zu 1,2 Sekunden. Damit erübrigt sich die Frage, auf welchem Reifen die Qualifikation gefahren wird. Nur Vettel könnte den harten Reifen im Rennen um die Startaufstellung riskieren. "Wir müssen ein Auto in die erste Startreihe bringen", fordert Teamchef Christian Horner. Sorgen macht der fehlende Top-Speed. Die McLaren und Mercedes sind schon wieder zehn km/h schneller als die Red Bull und Ferrari.

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