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Trainingsanalyse GP Brasilien

Red Bull und Brawn vor Quali-Showdown

GP Brasilien 2009 Foto: dpa 28 Bilder

Das Qualifying von Sao Paulo verspricht besondere Spannung. Im Training lagen 20 Autos innerhalb von einer Sekunde. Beim ersten Schlagabtausch belauerten sich die Favoriten von Red Bull und Brawn GP noch. Die große Unbekannte ist McLaren-Mercedes.

16.10.2009 Tobias Grüner

Beim Blick auf die Zeitentabelle des zweiten Trainings staunten die Experten im Fahrerlager. Zwischen Adrian Sutil auf Rang neun und Jaime Alguersuari auf Platz 19 lagen am Ende gerade einmal gut drei Zehntel. Alle 20 Piloten trennte weniger als eine Sekunde. "So extrem war das noch nie", war auch Mercedes-Sportchef Norbert Haug überrascht. "Wenn der letzte Ferrari zehn Kilo mehr an Bord hatte als der Zehnte, dann war er effektiv schneller."

Leichte Vorteile für Red Bull

Um die wahre Leistungsfähigkeit herauszufinden muss man die Läufe analysieren, bei denen die Piloten länger auf der Strecke blieben. In dieser Disziplin lagen Jenson Button und Mark Webber ganz vorne. "Wobei der Longrun von Mark noch ein wenig besser war als meiner", erklärte der WM-Spitzenreiter anschließend. Laut Button funktioniert der harte Reifen bei Brawn etwas besser. "Aber wir brauchen noch etwas zu lange, bis sie auf Temperatur kommen. Wir müssen mal sehen, wie sich das im Qualifying auf eine Runde auswirkt."

Bester Pilot aus dem Favoritenquartett war Rubens Barrichello. Allerdings gab das Team anschließend zu, dass der Lokalmatador am Ende mit etwas weniger Sprit unterwegs war. Auch Fernando Alonso musste eingestehen, dass sein Renault in den letzten Runden am Nachmittag nicht mehr allzu viel Benzin an Bord hatte. Dadurch konnte der Spanier immerhin die Tagesbestzeit fahren. Im Rennen wird Alonso aber wohl keine Gefahr für die beiden Spitzenteams.

Toro Rosso mit Punktepotenzial

Hätte Renault nicht am Ende auf ein etwas leichteres Auto gesetzt, wäre Sebastien Buemi zum ersten Mal in seiner Karriere der schnellste Mann des Freitags gewesen. Toro Rosso könnte eine gute Rolle spielen. Das Auto ist fast auf dem aktuellen Stand der beiden Red Bull. Einzig die Unerfahrenheit der Piloten könnte mal wieder Punkteplatzierungen verhindern.

Ein sicherer Punktekandidat ist auch McLaren-Mercedes. Am Freitag waren die Silberpfeile sehr schwer unterwegs. Auch die Tatsache, dass im Team niemand so recht den großen Vorteil des Hybrid-Systems eingestehen will, ist verdächtig. Im Gegensatz zum Saugmotor leidet der KERS-Antrieb nicht unter der großen Höhe von 750 Metern und wird somit zu einem verhältnismäßig größeren Faktor.

McLaren mit Quali-Vorteil KERS

"Allerdings müssen wir mal schauen, wie es mit dem Laden der Batterien aussieht", erklärte Haug. "Die Zahl der notwendigen Bremsmanöver ist grenzwertig." Im Qualifying sollte der Vorteil laut Haug größer sein. Spätestens dann wird man sehen, ob Lewis Hamilton und Heikki Kovalainen ein Wörtchen um den Rennsieg mitsprechen können.

Um die restlichen Punkte kämpfen wohl wieder einmal Williams-Pilot Nico Rosberg, Force India-Mann Adrian Sutil und Jarno Trulli im Toyota. Bei BMW-Sauber und Ferrari sah es dagegen am Freitag noch nicht besonders gut aus. Selbst Felipe Massa gab zu: "In unserer momentanen Form ist es sehr unwahrscheinlich, dass ich am Sonntag eines unserer Autos als erstes abwinke." Der Brasilianer darf in Sao Paulo die Zielflagge schwenken.

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