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Trainingsanalyse GP China 2014

Ferrari-Showrunde für neuen Chef?

Lewis Hamilton - Mercedes - GP China 2014 Foto: Mercedes 90 Bilder

Mercedes gibt weiter den Ton an. Doch die ganz große Überlegenheit von Bahrain ist geschrumpft. Red Bull und Ferrari sind näher gerückt. Red Bull im Dauerlauf, Ferrari auf eine Runde. Auch Williams und Force India machten im Longrun eine gute Figur.

18.04.2014 Michael Schmidt

War es die Präsenz des neuen Rennleiters Marco Mattiacci oder doch das Technik-Facelift, das Ferrari mit zum GP China brachte? Fernando Alonso fuhr im ersten Training Bestzeit und wurde im zweiten nur um 0,141 Sekunden von Lewis Hamilton geschlagen. Ferrari hat sich im Vergleich zu Bahrain gesteigert, was an der Streckencharakteristik liegt, aber auch an der Technik.

Ferrari brachte einen neuen Heckflügel nach Shanghai. Ein größerer Flap sorgt für einen verstärkten DRS-Effekt. Das hilft vor allem auf einer schnellen Runde, bei der die Fahrer das DRS auch aktivieren. Dazu gab es frische Motoren, die jetzt zuverlässiger ihre Leistung abgeben. Und die wurde dank einer neuen Benzinentwicklung von Shell gesteigert.

Red Bull verflucht den dritten Sektor

Daniel Ricciardo im Red Bull-Renault lag 0,496 Sekunden hinter der schnellsten Runde des zweifachen Saisonsiegers Hamilton. Auch Sebastian Vettel mit 0,700 Sekunden und Felipe Massa mit 0,803 Sekunden Abstand lagen noch in einem erträglichen Bereich.

Der Rückstand zu den Werks-Mercedes fiel deutlich geringer aus, jedenfalls kleiner als zuletzt auf der Motorenstrecke von Bahrain. "Wenn der Kurs hier in Shanghai noch einen dritten Sektor hätte, der wie die ersten zwei aussieht, dann wären wir am Mercedes dran", rechnete Red Bull-Teamchef Christian Horner vor. Ricciardo und Vettel verloren ihre Zeit hauptsächlich im letzten Abschnitt, wo die Mercedes-Teams auf der 1.175 Meter langen Geraden ihren Power-Vorteil ausspielten.

Red Bull näher an Mercedes dran

Die wahre Währung sind aber die Dauerläufe. Der Freitagnachmittag ist die Generalprobe für den Sonntag. Da üben die Teams die Rennabstimmung für den Grand Prix. Auch da ergibt sich das Bild, dass die Silberpfeile die schnellsten Rundenzeiten vorgaben. Mit dem Unterschied, dass Red Bull da vor Ferrari liegt. "Die Konkurrenz ist uns näher gerückt", konstatierte Mercedes-Technikchef Paddy Lowe. Auf die Frage, ob gefährlich nahe, erntet man ein müdes Lächeln.

Kollege Horner sieht es auch so: "Wir sind näher dran an Mercedes, aber wir können sie auf trockener Strecke noch nicht herausfordern. Im Regen haben wir eine Chance." Beide Teams klagten über Balanceprobleme. Schon nach wenigen Runden beginnen die Autos in den Linkskurven stark zu untersteuern. "Die zwei langen Rechtskurven killen den linken Vorderreifen", stöhnt Horner.

Ricciardos Schnitt nach 17 Runden: 1:44.40 Minuten

Horner baut darauf, dass am Red Bull die Reifen weniger stark abbauen als am Mercedes und am Ferrari. Der Longrun von Ricciardo gibt Anlass zur Hoffnung, dass die Red Bull die Silberpfeile im Rennen vielleicht doch ein bisschen ärgern können. Der Australier drehte 17 Runden am Stück und war im Schnitt 1:44.40 Minuten schnell.
 
Ricciardo fuhr diese Rundenzeiten auch noch am Ende seines Stints. Nico Rosberg rückte zwei Mal aus, ein Mal für neun, dann für acht Runden in Folge. Im ersten Versuch schaffte der WM-Spitzenreiter einen Schnitt von 1:43.85 Minuten. Im zweiten steigerte er sich auf 1:43.61 Minuten. Aber man weiß nicht, was mit den Reifen jenseits von Runde 12 passiert wäre.

Ferrari als Gegner für Force India und Williams?

Ferrari wurde nach der Bestzeit im ersten Training eine Show-Runde für den neuen Chef unterstellt. Doch Fernando Alonso war den ganzen Tag schnell unterwegs. Und Ferrari kehrte schon in Malaysia wieder zum normalen Freitagsprogramm zurück. Im Longrun sah Alonso sieben Runden lang extrem stark aus, um dann um 1,5 Sekunden abzustürzen, sich auf diesem Niveau aber einzupendeln. Im Schnitt von 12 Runden kam der Spanier auf 1:44.79 Minuten. Pirelli-Sportchef Paul Hembery räumte ein: "Ferrari sieht auf dem Medium-Reifen besser aus als auf den weichen."
 
Im Rennen könnte Ferrari wieder den Mercedes-Kunden Williams und Force India gefährlich werden. Felipe Massa war bei zwölf Runden im Mittel 1:44.69 Minuten schnell. Er begann langsamer als Alonso, war hinten raus aber flotter unterwegs. Nico Hülkenberg fuhr 10 Runden am Stück. Mit einem Durchschnitt von 1:45.00 Minuten. Kommentar des Deutschen: "Bei der Balance und beim Setup ist noch einiges drin. Und den neuen Heckflügel hatten wir auch noch nicht drauf. Hoffentlich kommt der am Samstag noch."

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