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Trainingsanalyse GP China

Die magischen fünf Minuten

Mark Webber - Formel 1 - GP China - 12. April 2013 Foto: xpb 95 Bilder

Der erste Trainingstag des GP China gibt Rätsel auf. Auf den harten Reifen war Mercedes konkurrenzlos. Auch den weichen dominierte Ferrari. Bei Red Bull kam nur Mark Webber auf vernünftige Rundenzeiten. Sebastian Vettel klagte über Balanceprobleme. "Heute war der Wurm drin."

12.04.2013 Michael Schmidt

Die Reifen spielen wieder die Hauptrolle, nachdem die Diskussion um die Stallregie langsam verebbt. Das Morgentraining lieferte keine große Überraschung. Mercedes in Front. Das hatte man irgendwie erwartet. Shanghai ist die Spezialstrecke der Silberpfeile. Erstaunlich war nur der Abstand. Nico Rosberg knöpfte dem Drittplatzierten Mark Webber neun Zehntel ab. Red Bull-Berater Helmut Marko fragte Niki Lauda im Scherz: "Seid ihr 20 Kilo untergewichtig gefahren?"

Auf weichen Reifen verlor Mercedes seine Vormachtstellung

Das zweite Training am Nachmittag brachte dann die Überraschung. Auf den weichen Reifen verlor Mercedes seine Vormachtstellung. Ferrari und Lotus führten die Zeitenliste an. Felipe Massa knöpfte Rosberg 0,454 Sekunden ab. Mark Webber verlor 0,752 Sekunden auf den Ferrari, Sebastian Vettel das Doppelte. "Im Dauerlauf sieht es besser aus", trotzte Webber. "Aber auf den weichen Reifen ist es praktisch unmöglich, das Auto auszubalancieren. Du rutschst herum wie in der Formel Ford."

Marko schiebt den Erdrutsch auf die Uhrzeit. "Es gab da ein Fünfminuten-Fenster, da ist irgendetwas mit der Strecke passiert. Massa, Räikkönen und Gutierrez sind zwischen 14.42 Uhr und 14.47 Uhr ihre Superzeiten gefahren. Wer zu der Zeit nicht mit frischen Reifen unterwegs war, liegt weit weg. Auch wir."

Harte Reifen verlangen andere Balance als weiche

Mercedes-Teamchef Ross Brawn sieht es pragmatischer. "Die weichen Reifen verlangen eine andere Fahrzeugbalance als die harten. Unser Auto ging gut auf den harten Reifen. Wie erwartet war der linke Vorderreifen die kritische Grenze. Auf den weichen Reifen bekamen wir plötzlich Probleme mit den Hnterreifen. Das ist unüblich auf dieser Strecke." Auch Sebastian Vettel führte Balanceproblem ins Feld. "Heute war der Wurm drin. Das Auto hat in den Kurven einfach über die Vorderräder weggeschoben." Trotzdem ist der Weltmeister zuversichtlich, dass die Ingenieure über Nacht den magischen Schlüssel finden. "Bei Mark lief es ja ordentlich."

Massa traf das magische Fenster

Felipe Massa hinterließ den stärksten Eindruck. Auch bei den Rennsimulationen. "Er hat genau das Fenster getroffen, in dem die Reifen funktioniert haben", sagte Pat Fry. Fernando Alonso dagegen war nicht zufrieden. Shanghai ist für den Spanier die problematischste Strecke im Kalender. Hier könnte ihm sein Fahrstil auf den Kopf fallen.

Alonsos aggressives Einlenken belastet die Vorderreifen mehr als die Hinterreifen. Genau der Reifen, der aufgrund der Streckencharakteristik ohnehin schon mehr leidet. "Das Problem sind die beiden schnellen Rechtskurven, die sich zuziehen. Die stressen den linken Vorderreifen. Die langsamen Ecken haben kurze Radien. Deshalb müssen die Hinterreifen nicht so stark leiden wie sonst", erklärt McLaren-Sportdirektor Sam Michael.
 

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