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Trainingsanalyse GP Deutschland

Lewis Hamilton auf dem Vormarsch

Lewis Hamilton Foto: dpa 38 Bilder

Der Trainingsfreitag am Nürburgring hinterlässt mehr Fragen als Antworten. Bei kalten Witterungsbedingungen konnten Sebastian Vettel und Jenson Button ihre Favoritenstellung bestätigen. Die große Unbekannte heißt Lewis Hamilton.

10.07.2009 Tobias Grüner

"Das ist das beste Auto, dass ich in dieser Saison hatte", strahlte der Weltmeister nach seiner Bestzeit im zweiten Training. Der massive Umbau seines Silberpfeils scheint sich ausgezahlt zu haben. Ein neuer Frontflügel sowie der komplett überarbeitete Unterboden mit dem mächtigen Doppeldiffusor scheinen sich bemerkbar gemacht zu haben.

"Es war auf jeden Fall ein Schritt nach vorne", freute sich auch Paddy Lowe. Der Technikdirektor im Hause McLaren erklärte, dass die Arbeiter in der Fabrik in Woking in den letzten 36 Stunden ohne Schlaf an dem Unterboden gearbeitet haben. "Leider hat es nicht mehr gereicht, einen weiteren für Heikki Kovalainen zu bauen, was normalerweise gegen unsere Prinzipien geht."

Red Bull mit leichten Vorteilen gegen Brawn

Doch wie weit kann Lewis Hamilton nach vorne fahren? Der Nürburgring mit seinen engen Kurven sollte dem Silberpfeil eigentlich liegen. Ganz vorne sind Brawn GP und Red Bull natürlich außer Reichweite. Sieht man sich die Probleme der Konkurrenz am Freitag an, sollten aber mindestens Punkte für den Weltmeister drin sein. Platz fünf wäre sicher keine Überraschung.

Im Zweikampf an der Spitze hat Red Bull momentan die besseren Karten. Zumindest bei den kalten Bedingungen. Sollte die Quecksilbersäule zum Rennsonntag allerdings nach oben gehen, werden die Karten wieder neu gemischt. Bei Regen hätte wiederum das Vettel-Team die besseren Karten, weil der Red Bull die Reifen einfach besser auf Temperatur bringen.

Dritte Kraft? Rosberg oder Trulli!

Auf der Suche nach der dritten Kraft zeigt sich ein diffuses Bild. Jarno Trulli machte am Freitag den stärksten Eindruck. Toyota-Teamkollege Timo Glock verrannte sich dagegen beim Setup und muss am Samstag zeigen, dass er das Niveau von Trulli erreichen kann. Auch Williams, zuletzt in England klar drittstärkste Kraft, konnte noch nicht überzeugen. "Wir haben unsere Taktik geändert und fahren jetzt mit mehr Sprit im Tank", entschuldigte Nico Rosberg den 13. Platz. Allerdings gab der Wiesbadener auch zu, mit der Kälte und den Reifen noch Probleme zu haben.

Neben Hamilton kann vielleicht auch Renault von den Schwächen der Konkurrenz profitieren. Das Team von Flavio Britatore lag mit beiden Autos am Freitag in den Top Ten und hat gute Chancen nach zwei Nullrunden wieder einmal zu punkten. Dabei muss Renault an BMW-Sauber vorbei, die allerdings erst am Samstag ihr ganzes Potenzial zeigen können. Der neue Frontflügel soll vor dem dritten Training das Update-Paket komplettieren.

Force India bleibt optimistisch

Außenseiterchancen auf Punkte besitzt auch Force India. Adrian Sutil gab sich trotz technischer Probleme sehr zufrieden. "Unser Ziel ist es definitiv, möglichst weit vorne im Mittelfeld zu stehen." Mit der sechstbesten Zeit im zweiten Training ließ Sutil erneut aufhorchen.

Weniger Optimismus versprüht momentan Ferrari. "Wir haben noch Probleme", berichten beide Piloten im Einklang. Vor allem die kühlen Temperaturen sind Gift für das reifenschonende Auto. "Vor allem die harten Reifen bekommen wir einfach nicht auf Temperatur", klagt Kimi Räikkönen.

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