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Trainingsanalyse GP Europa

McLaren ist die große Unbekannte

GP Europa 2009 Foto: dpa 50 Bilder

Mit der Tagesbestzeit kurz vor Trainingsende hat Fernando Alonso die Konkurrenz beeindrucken können. Von den beiden Titelaspiranten machte Brawn GP den deutlich besseren Eindruck. Die große Unbekannte heißt McLaren-Mercedes.

21.08.2009 Tobias Grüner

Der erste Trainingstag in Valencia brachte einige interessante Entwicklungen hervor. Red Bull hat seinen Vorsprung vor Brawn GP in der Sommerpause verspielt. Am Umschwung sind aber weniger die technischen Neuerungen als die äußeren Umstände schuld. Bei 30°C Außentemperatur haben die weißen Renner endlich keine Probleme mehr, die Reifen auf Temperatur zu bekommen.

Teamchef Ross Brawn warnt allerdings: "Auch in Budapest sahen wir am Freitag gut aus und dann wurde es kühler. Ich hoffe es bleibt wie angekündigt so heiß hier." Bei Red Bull ist man dagegen noch auf der Suche nach den entscheidenden Zehnteln. "Wir müssen uns noch verbessern", gibt Sebastian Vettel zu. Auch Teamkollege Mark Webber ist noch nicht zufrieden: "Vor allem im zweiten Sektor verliere ich einfach zu viel Zeit."

Red Bull hinter McLaren und Renault?

Vor dem entscheidenden Qualifying sieht es sogar so aus, als sei Red Bull nur noch die vierte Kraft. Fernando Alonso fuhr am Ende der zweiten Sitzung sieben Zehntel schneller als alle anderen. "Das war eine Überraschung", zeigte sich Vettel beeindruckt. Auch wenn Beobachter eine Showrunde mit leeren Tanks für das spanische Publikum vermuten, warnt Mercedes-Sportchef Norbert Haug: "Die Zeit muss man auch erst einmal fahren. Die Runde war nicht so schlecht." Ob es für Renault sogar reicht, um Brawn zu schlagen, ist aber zu bezweifeln. Mit einer ähnlichen Harakiri-Taktik wie in Ungarn ist die Pole-Position für Alonso jedoch nicht unmöglich.

Auch McLaren-Mercedes scheint momentan schneller als Red Bull und mindestens auf dem Niveau von Renault. Allerdings lässt sich die Leistung der Silberpfeile nur schwer einschätzen. Bei Heikki Kovalainen versagte am Mittag das KERS. "Ohne die zusätzliche Leistung aber dafür mit den schweren Komponenten verlieren wir mindestens vier Zehntel", analysierte Haug. "Zieht man die ab, war es heute ganz ordentlich."

Hamilton verliert wertvolle Trainingszeit

Auch Lewis Hamilton konnte wenig zur richtigen Einordnung beitragen. Der Weltmeister drehte sich im zweiten Training schon nach drei Runden und beschädigte seinen Frontflügel. Da für das neue Teil kein Ersatz vorhanden war, musste sich der Engländer den Rest der Sitzung von außen ansehen. Dank der wenigen schnellen Kurven sollte der Kurs den Silberpfeilen eigentlich entgegenkommen. Und die 82 zusätzlichen KERS-PS jagen der Konkurrenz schon am Start regelrecht Angst ein.

Hinter den vier Spitzenteams hoffen Williams und Ferrari, dass noch ein paar Pünktchen übrig bleiben. Allerdings kann Luca Badoer in seinem ersten Rennen nach knapp zehn Jahren wohl nur wenig zum Erfolg der Roten beitragen. An seinem ersten Einsatztag fiel der Italiener vor allem durch zu hohes Tempo in der Boxengasse auf. Die Stewards verdonnerten den Massa-Ersatzmann dafür gleich vier Mal zu einer Strafen. Bei Williams sieht es ähnlich aus. Auch hier konnte Kazuki Nakajima noch nichts Zählbares zum Punktekonto des Teams beisteuern, während Nico Rosberg regelmäßig vorne mitfährt.

Force India auf dem Vormarsch

Die Schwäche der anderen Teams würde auch Force India gerne ausnutzen. Das Team von Adrian Sutil zeigte sich mit zahlreichen Updates in Valencia deutlich besser sortiert. BMW-Sauber, Toyota und Toro Rosso scheinen momentan nicht mehr mithalten zu können. Neben den genannten Teams sowie Badoer und Nakajima könnte Sutil mit ein wenig Glück auch Renault-Neuling Sebastien Grosjean hinter sich lassen. Ein Top-Ten-Platz ist mit ein wenig Glück in Reichweite.

Bei BMW-Sauber und Toyota ist man dagegen immer noch auf der Suche nach dem Erfolgsrezept. Dabei waren die Piloten mit dem Tag nicht unzufrieden. Nick Heidfeld lobte die Fortschritte durch die neuen Aeroteile und auch Timo Glock konnte nur Positives über das Fahrgefühl erzählen. Allerdings sind die anderen Teams momentan einfach noch einen Tick schneller. Nur Toro Rosso scheint mit seinem unerfahrenen Pilotenduo noch weiter hinterher zu fahren.

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