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Trainingsanalyse GP Italien

Pole-Duell Force India vs. McLaren

Heikki Kovalainen Foto: dpa 31 Bilder

Der erste Trainingstag in Monza hat die Eindrücke von Spa bestätigt. Mit wenig Abtrieb ist der Force India von Adrian Sutil sehr konkurrenzfähig. Nur McLaren-Mercedes scheint im Qualifying noch etwas bessere Karten zu besitzen.

11.09.2009

Monza ist wie jedes Jahr etwas verrückt. Auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke in der Lombardei ticken die Uhren noch etwas anders. Hier kommt es nicht auf Abtrieb an, sondern auf aerodynamische Effizienz. Das heißt: Möglichst wenig Luftwiderstand produzieren, aber dennoch genug Anpressdruck finden, um schnell durch die wenigen Kurven zu kommen.

Am besten hat diese Übung am Freitag Adrian Sutil gemeistert. Nach Valencia fuhr der Deutsche schon die zweite Bestzeit in dieser Saison ein - und das im Force India. Eines fehlt dem indischen Highspeed-Geschoss allerdings: KERS ist wie immer nicht an Bord. Das könnte im Qualifying der entscheidende Nachteil sein. Mit dem Hybrid-Vorteil ist McLaren-Mercedes der Favorit für das Zeittraining.

Mit Doppelboost auf die Pole?

In dieser Spezialdisziplin können die Silberpfeile ihre ganze Stärke ausspielen. "Da haben wir den Doppelboost", erklärt Mercedes-Sportchef Norbert Haug. "Wir können schon auf der Zielgeraden vor der schnellen Runde den KERS-Knopf drücken. Und wenn die Zeit läuft, dann noch einmal." Der Unterschied zu einer Runde ohne Hybrid-Einsatz betrage laut Haug rund vier Zehntel.

Nach Einschätzung des Mercedes-Mannes gebe es vier oder fünf Teams, die auf den ersten Startplatz fahren können. Lewis Hamilton scheint momentan aber der größte Favorit auf die Pole Positon. Dazu kommt, dass die Hybrid-Boliden auch am Start einen strategischen Vorteil besitzen. Die Konkurrenz wird wohl nicht den Fehler machen, mit wenig Benzin zu versuchen, vor einem KERS-Auto zu stehen, nur um dann problemlos wieder überholt zu werden. Der lange Weg in die erste Kurve verstärkt den Vorteil der KERS-Fraktion noch zusätzlich.

Red Bull vs. Brawn

Hinter dem Spitzenduell zwischen den beiden Mercedes-Teams erwarten wir mit Brawn direkt die nächsten Sternfahrer. Um Platz drei im Kräfteverhältnis müssen sich die weißen Autos wohl erneut mit Red Bull rumschlagen. Beide Top-Teams deckten im Training noch nicht ganz die Karten auf und waren stets mit viel Sprit an Bord unterwegs. Das Brawn-Doppel machte beim ersten Kräftemessen allerdings einen etwas besseren Eindruck.

Hinter den Titelkandidaten hat sich auch BMW-Sauber wieder in den Fokus gefahren. Nick Heidfeld und Robert Kubica machten am Freitag einen ähnlich starken Eindruck wie in Spa. Der letzte Qualifikationsabschnitt sollte für beide Autos möglich sein. Auch Ferrari sollte dank KERS locker in die Top Ten fahren. Wie Kimi Räikkönen in Spa bewiesen hat, reicht ein Platz zwischen fünf und sieben schon aus, um Rennen zu gewinnen.

Fisichella wechselt in langsameres Auto

Eine etwas unglückliche Rolle spielte Giancarlo Fisichella am ersten Trainingstag. Während sich sein ehemaliger Teamkollege Adrian Sutil die Tagesbestzeit notieren ließ, beendete der Römer das zweite Training im Ferrari als Letzter. Wenn man Monza isoliert betrachtet, hat Fisico sicher nicht in ein schnelleres Auto gewechselt.

Renault wird dagegen kämpfen müssen, um unter die ersten Zehn zu fahren. Im Qualifying könnte es dank der fahrerischen Klasse von Fernando Alonso und mit Hilfe von KERS ins Q3 gehen. Für Toyota wird es noch enger. Timo Glock und Jarno Trulli laufen schon einige Rennen ihrer Form hinterher. Dass es ausgerechnet in Monza besser läuft, ist nicht zu erwarten.

Williams fährt hinterher

In den hinteren Reihen der Startaufstellung werden sich wohl Williams und Toro Rosso wiederfinden. Nico Rosberg machte nach den ersten Kilometern in Monza keinen glücklichen Eindruck. Die angestrebten Punkteplätze scheinen außer Reichweite. Bei Toro Rosso fehlt es an fahrerischer Klasse und am richtigen Setup. Beide Fahrer klagten über Probleme in den engen Schikanen.

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