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Trainingsanalyse GP Korea

Vettel mit Bestzeit aber Sorgen im Longrun

Sebastian Vettel - Red Bull - Formel 1 - GP Korea - 12. Oktober 2012 Foto: xpb 79 Bilder

Sebastian Vettel setzt in Korea seine Demonstration der Stärke fort. Der Sieger der letzten beiden Rennen führte auch das zweite Freitagstraining an, knapp vor Mark Webber. Fernando Alonso lag schon 0,328 Sekunden zurück. Red Bull ist wieder superschnell auf eine Runde. Aber die Dauerläufe machen noch Sorgen.

12.10.2012 Michael Schmidt

Red Bull-Berater Helmut Marko setzte nach dem Freien Training von Korea seinen strengen Blick auf. "Eine Runde super, Rennsimulation noch nicht", resümierte der Österreicher den ersten Trainingstag kurz und knapp. Die Red Bull-Boys führten die Rangliste geschlossen an. Sebastian Vettel und Mark Webber trennte dabei nur ein Wimpernschlag von 0,032 Sekunden. Fernando Alonso lag schon 0,328 Sekunden zurück. Jenson Buttons Rückstand betrug 0,387 Sekunden.

Auf den ersten Blick wieder eine klare Red Bull-Angelegenheit. Doch die Dauerläufe sprechen eine andere Sprache. "Es ist unglaublich eng hier", gibt Sebastian Vettel zu. Nach Berechnungen von Red Bull spulte Jenson Button die beste Rennsimulation ab. Während die Red Bull mit mittleren 1.46er Zeiten unterwegs waren, fuhr Button beständig unter der 1.46er Marke. Gleiches gilt für die Ferrari-Fahrer.

Red Bull noch nicht in Top-Form

Ein Teil davon erklärt sich durch die unterschiedlichen Tankinhalte. Red Bull fährt am Freitagnachmittag meistens etwas schwerer als die Konkurrenz. "Wir haben zu sehr darauf geachtet die Reifen zu schonen. Das kostet uns Rundenzeit", bemängelte Marko. Vettel räumte zudem ein, dass er nicht mit allen Spezifikationen zufrieden war, die er am Freitag ausprobierte.

WM-Konkurrent Fernando Alonso ist noch zu keinem Schluss gekommen, wie das Kräfteverhältnis aussieht: "Die Strecke ändert sich so schnell, weil hier normalerweise keine Rennen stattfinden. Viel hängt davon ab, wer wann mit welchen Reifen unterwegs war." Massa wird da schon deutlicher: "Unser Auto war mit beiden Reifentypen auf eine Runde und auf die Distanz gut unterwegs. Wir haben einen guten Start ins Wochenende erwischt."

Jenson Button weiß noch nicht, was er von den Rundenzeiten halten soll: "Die Red Bull sind auf eine Runde unheimlich stark und scheinen da im Augenblick unschlagbar. Aber unter Rennbedingungen sind wir bei der Musik."

Der Weltmeister von 2009 war mit der Abstimmung seines McLaren allerdings noch nicht zufrieden. "Wir sind auf dem richtigen Weg. Die Strecke hat sich heute stark verbessert. Ich glaube nicht, dass es morgen noch viel schneller wird. Deshalb können wir auf den Erfahrungen von heute aufbauen." Für Lewis Hamilton begann das Wochenende so schlecht wie in Suzuka. Der künftige Mercedes-Fahrer steht mit dem Setup wieder im Wald.

Sauber nicht zu früh abschreiben

Und was passiert hinter den großen Drei? Sauber konnte bislang nur in den Dauerläufen überzeugen. Sergio Perez stoppte wegen eines Feuers in der Airbox. Das Motormanagement spielte verrückt. Teammanager Beat Zehnder glaubt, dass Perez im Training in die Top Ten fahren kann. Kamui Kobayashi unternahm drei Anläufe für eine schnelle Runde und steckte drei Mal im Verkehr. "Korea ist aber nicht seine Lieblingsstrecke", schwächt Zehnder ab.

Mercedes war unter Trainingsbedingungen gut unterwegs, muss aber noch in den Longruns zulegen. Eigentlich müsste den Silberpfeilen die Strecke liegen. Der am stärksten belastete Reifen ist der rechts vorne. "Wir haben meistens das umgekehrte Problem mit unserem Auto", lächelt Norbert Haug. "Bei uns werden die Vorderreifen oft nicht heiß genug."

Nico Hülkenberg fährt schon wieder auf Top Ten-Kurs, obwohl er im ersten Training sein Auto an Jules Bianchi abtreten musste. "Ich habe mich dann aber trotzdem schnell zurechtgefunden und mich im Auto auf Anhieb wohlgefühlt. Die Dauerläufe verliefen gut, nur auf eine Runde muss noch mehr kommen."

Der Kurs von Yeongam ist ein Mix aus drei Rennstrecken in einer. Zu Beginn drei lange Geraden, unterbrochen von drei Haarnadeln, dann eine Sektion schneller Kurven und zum Schluss ein Geschlängel, das an den Hungaroring erinnert. "Der letzte Sektor ist der wichtigste, obwohl er der kürzeste ist", erklärt Alonso. "Das Auto muss in diesem Sektor passen. Auf den beiden anderen Abschnitten kriegst du es schon irgendwie hin."

In unserer Bildergalerie haben wir die Fotos vom Freien Training.

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