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Trainingsanalyse GP Monaco

Ferrari und McLaren auf dem Vormarsch

Lewis Hamilton Foto: McLaren-Mercedes 22 Bilder

Der erste Trainingstag in Monte Carlo hat einige interessante Tendenzen hervorgebracht. Während Toyota und BMW-Sauber um den Anschluss kämpfen, zeigen Ferrari und McLaren-Mercedes einen klaren Aufwärtstrend.

21.05.2009 Tobias Grüner

Eigentlich konnte man es fast schon erwarten, dass das Kräfteverhältnis in Monte Carlo noch einmal gehörig durcheinandergewürfelt wird. Die Abstände im ganzen Feld waren schon in den letzten Rennen so gering, dass Sprünge von wenigen Zehnteln gleich einem Gewinn von mehreren Positionen entsprach. Hinzu kommt, dass die Stadtrundfahrt in Monaco kein gewöhnliches Rennen ist. Auf dem welligen Asphalt zwischen den winkligen Leitplanken sind ganz andere Qualitäten gefragt, als auf den restlichen Rennstrecken im Kalender.
 
Mit den Besonderheiten am besten zurecht kommt derzeit Brawn GP. Die weißen Renner stehen weiter sicher an der Spitze und gehen als klarer Favorit ins Rennen. Jenson Button und Rubens Barrichello äußerten sich schon nach dem Training positiv über die Balance und gehen optimistisch ins Qualifying. Nachdem der Abstand auf Red Bull zuletzt eher zu schrumpfen schien, hat die Aufsteigertruppe von Ross Brawn in Monte Carlo wieder ein beruhigenderes Polster.

Ferrari und McLaren fighten mit Red Bull

Bei Red Bull herrscht dagegen eher Sorge, Platz zwei im Formel 1-Ranking abgeben zu müssen. Am ersten Trainingstag verloren Sebastian Vettel und Mark Webber wertvolle Zeit mit technischen Problemen. Beim Deutschen ging der Motor hoch, beim australischen Teamkollegen muckte das Getriebe. Wie gut der neue Diffusor wirkt, konnte man in Monaco noch nicht erkennen. Die aerodynamische Effizienz ist im Leitplankendschungel einfach nicht so wichtig wie auf herkömmlichen Rennstrecken.
 
Am Donnerstag schien es bereits so, als hätten sowohl Ferrari als auch McLaren-Mercedes die Bullen ein- oder sogar überholt. Stefano Domenicali hatte angesichts der politischen Diskussionen endlich wieder Grund zur Freude: "Bei uns lief es wirklich gut. Die Balance passt - sowohl mit viel als auch mit wenig Sprit." Mit Reserven im Tank fuhren Kimi Räikkönen und Felipe Massa in beiden Sessions locker in die Top Ten.
 
Auch bei McLaren kehrte nach der Nullnummer von Barcelona wieder Optimismus ein. Lewis Hamilton konnte die zweitbeste Zeit des Tages fahren obwohl er in seinen schnellsten Run einen Verbremser einbaute. Auf der Fahrerstrecke Monaco könnten die Qualitäten des Weltmeisters zur entscheidenden Trumpfkarte werden: "Lewis ist hier in seiner Karriere fünf Mal an den Start gegangen und wurde dabei vier Mal Erster und einmal Zweiter. Ich denke, man kann ihn schon als Monaco-Spezialisten bezeichnen", lobte Mercedes-Sportchef Norbert Haug seinen Schützling.

Auch Williams kämpft um Punkte

Neben McLaren und Ferrari ist auch Williams näher an Red Bull herangerückt. Nico Rosberg glaubt fest an eine Überraschung seines Teams. "Das Podium ist immer noch möglich. Warum nicht, im Rennen kann alles passieren." Mit Brawn GP, McLaren, Ferrari, Red Bull und Williams kämpfen gleich fünf Teams um acht Punkteplätze. Im Qualifying wird wohl die Tagesform und das Glück entscheiden.

Sollte es an der Spitze zu Ausfällen oder Fehlern kommen, stehen Renault und Toro Rosso schon bereit, liegengebliebene Zähler einzusammeln. "Wenn schon Nelson Piquet hier im Training gute Zeiten fahren kann, dann ist das ein positives Zeichen", freute sich Teamchef Flavio Briatore. Fernando Alonso lag zwar noch etwas hinter der Spitze, hatte allerdings Verkehr in seiner schnellsten Runde. "Wir können die Zeit von Rosberg auch fahren", ist sich Briatore sicher.

BMW-Sauber und Toyota im Hinterfeld

Krisenstimmung herrscht dagegen bei BMW-Sauber und Toyota. Beide Teams fanden sich in den Trainingsklassements am Ende des Feldes wieder. "Es wird wohl schwierig, hier in die Punkte zu fahren. Das Podium ist von den Zeiten her außer Reichweite", erklärte ein enttäuschter Timo Glock nach dem Training. Ähnliche Töne auch bei BMW: "Wir sind sehr unzufrieden damit, wie das Training gelaufen ist", klagte BMW-Sportchef Mario Theissen. Bremsprobleme bei beiden Autos und der Motorplatzer bei Robert Kubica führten zum Verlust wichtiger Testzeit. Nick Heidfeld klagte zudem über Balanceprobleme.

Hinter BMW-Sauber und Toyota liegt nur noch Force India. Auch wenn das neue High-Downforce-Paket ganz gut zu funktionieren scheint, ist der Abstand zum Rest des Feldes einfach zu groß. Adrian Sutil wird seinen Husarenritt vom Vorjahr wohl nicht wiederholen können. Auch ein helfender Regenguss ist nicht in Sicht. Für das ganze Wochenende sind trockene Bedingungen vorhergesagt.

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