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Trainingsanalyse GP Österreich 2014

Mercedes-Gegner hoffen auf Hitze

Sebastian Vettel - GP Österreich 2014 Foto: Red Bull 100 Bilder

Mercedes deklassierte die Konkurrenz. Auf eine Runde und im Dauerlauf. Stand Freitag sind die Silberpfeile haushoch überlegen. Red Bull, Ferrari und die Mercedes-Kunden hoffen jetzt auf besseres Wetter. Damit die Reifen in ihr Arbeitsfenster kommen.

20.06.2014 Michael Schmidt

Mit 1:09.542 Minuten hat der Red Bull-Ring einen Rekord sicher. Es ist die kürzeste Runde im Formel 1-Zirkus. Trotzdem fehlte Lewis Hamilton noch eine halbe Sekunde auf die Pole Position von Michael Schumacher aus dem Jahr 2003. Der Engländer hängte Nico Rosberg um 0,377 Sekunden ab. Rosberg klagte über Gripverlust mit den extraweichen Reifen, starkes Aufsetzen des Autos auf der Straße und über Bremsprobleme.

Das waren Luxusprobleme im Vergleich zu den Schwierigkeiten, mit denen die Konkurrenz kämpfte. Sie lag trotz der kurzen Strecke neun Zehntel und mehr hinter den Mercedes. Teamchef Toto Wolff notierte zufrieden: "Wir machen den Großteil unserer Zeit in den kurvenreichen Sektoren gut." Sebastian Vettel widerspricht: "Wir verlieren fast alles auf den Geraden."

Mercedes bei jedem Wetter schnell

Bei Asphalt-Temperaturen zwischen 21 und 28 Grad klagten alle über Schwierigkeiten, die Reifen in das Arbeitsfenster zu bekommen. Vor allem an der Hinterachse. Auch die Red Bull-Piloten suchten verzweifelt Grip. Sebastian Vettel und Daniel Ricciardo hoffen auf wärmeres Wetter und den neuen Sprit von Total. Er soll dem Renault-Turbo 10 PS mehr einhauchen und wird erst am Samstag in den Tank gefüllt.
 
Teamberater Helmut Marko lässt sich trotz des großen Rückstandes nicht nervös machen: "Das war in Montreal genauso. Am Freitag lagen wir weit zurück. Mit den höheren Temperaturen sind wir am Samstag und Sonntag näher gekommen."
 
Mercedes brachte seine Reifen sowohl auf eine schnelle Runde als auch im Dauerlauf in das magische Fenster. "Das Auto ist ein Traum", schwärmte Niki Lauda. So etwas hast du nur ganz selten. Egal, ob heiß oder kalt, unsere Reifen funktionieren immer. Das erinnert mich an Red Bull in der zweiten Saisonhälfte 2013."

Ferrari im Longrun stärker als Red Bull

Normalerweise schrumpfen die Zeitabstände mit den Longruns. Doch Mercedes fuhr auch da in einer eigenen Liga. Hamilton und Rosberg konnten es sich leisten, jeweils nur 8 Runden am Stück zu fahren. Hamilton war dabei mit einem Schnitt von 1:14:082 Minuten deutlich schneller als Rosberg, der es auf 1:14.860 im Mittel brachte.
 
Vettel und Ricciardo drehten im Schnitt Rundenzeiten von 1:15.157 Minuten respektive 1:15.019 Minuten. Die Red Bull-Piloten waren allerdings doppelt so lang unterwegs wie das Phantom, dem sie hinterherjagen. Der Reifenverschleiß spielt wie schon in Montreal keine entscheidende Rolle. Laut Pirelli läuft alles auf ein Zweistopp-Rennen hinaus.
 
Ferrari hinterließ in der Rennsimulation und auf eine Runde einen besseren Eindruck als Red Bull. Aber das ist am Freitag oft so, und dann brechen die roten Autos am Samstag wieder ein. Ferrari brachte viele neue Teile mit nach Spielberg: Heckflügel, Motorabdeckung, Leitbleche, Seitenkasten-Flügel, Bremsbelüftungen.

Für heißes Wetter muss Ferrari diesmal nicht auf die alte Motorabdeckung zurückgreifen. Es gibt eine Zwischenlösung. Fernando Alonso erzielte mit 1:10.470 Minuten die schnellste Zeit der Mercedes-Jäger. Auch sein Longrun konnte sich sehen lassen. 1:14.783 Minuten als Schnitt für 14 Runden. Der Spanier war mit den härteren der beiden Reifentypen unterwegs. Kimi Räikkönen drehte auf Supersoft-Reifen 13 Runden und kam im Durchschnitt auf 1:15.064 Minuten.

Ferrari hat Angst vor schnellen Williams

Ferrari fürchtet wie in Montreal die Williams-Mercedes. Valtteri Bottas spulte die meisten Runden am Stück ab. Erst nach 23 Umläufen stellte der Finne seinen Williams in den Boxen ab. Rundenschnitt: 1:15.070 Minuten. Felipe Massa war mit 1:15.137 Minuten nur unwesentlich langsamer.
 
Die Force India verschwanden in der Zeitentabelle trotz ihres Aero-Paketes in den hinteren Regionen der Tabelle. "Wir haben etwas mit dem Setup ausprobiert, das nicht funktioniert hat", räumte Sportdirektor Otmar Szafnauer ein. Dafür waren die Force India in den Dauerläufen bei der Musik. Sergio Perez kam in seinem 10-Runden-Stint auf 1:14.839 Minuten und lag damit in der Rosberg-Klasse. Es wird gemunkelt, dass sich Force India wieder ein Einstopprennen überlegt.
 
Bei McLaren verpuffte die dritte große Ausbaustufe wie die ersten zwei. Einige Teile wurden schon nach der ersten Sitzung wieder eingepackt. "Wir haben die gleichen Probleme wie in Montreal", klagte Jenson Button über Funk. Sein siebter Platz, 1.271 Sekunden hinter der Spitze, schmeichelte den McLaren. Im Dauerlauf schaffte der Engländer nur eine durchschnittliche Zeit von 1:15.267 Minuten.

In der Fotogalerie haben wir die besten Bilder aus dem Freien Training für Sie gesammelt.

FahrerTeamZeit/RückstandRunden
1. Lewis HamiltonMercedes1:09.542 Min.37
2. Nico RosbergMercedes+ 0.37750
3. Fernando AlonsoFerrari+ 0.92840
4. Valtteri BottasWilliams+ 0.97744
5. Felipe MassaWilliams+ 0.97939
6. Sebastian VettelRed Bull+ 1.26539
7. Jenson ButtonMcLaren+ 1.27144
8. Daniel RicciardoRed Bull+ 1.37836
9. Kevin MagnussenMcLaren+ 1.39445
10. Jean-Eric VergneToro Rosso+ 1.43039
11. Kimi RäikkönenFerrari+ 1.43245
12. Daniil KvyatToro Rosso+ 1.71945
13. Sergio PerezForce India+ 1.75436
14. Esteban GutierrezSauber+ 1.94942
15. Pastor MaldonadoLotus+ 2.22330
16. Adrian SutilSauber+ 2.26442
17. Nico HülkenbergForce India+ 2.39339
18. Max ChiltonMarussia+ 2.68743
19. Romain GrosjeanLotus+ 2.72046
20. Jules BianchiMarussia+ 2.73736
21. Kamui KobayashiCaterham+ 3.39524
22. Marcus EricssonCaterham+ 4.05448
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