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Trainingsanalyse GP Russland 2014

Bottas eine Gefahr für Mercedes?

Valtteri Bottas - GP Russland 2014 Foto: xpb 111 Bilder

Lewis Hamilton dominierte den ersten Trainingstag von Sochi. Nico Rosberg verzettelte sich mit dem Setup. Valtteri Bottas gab im Longrun einen Warnschuss an die Mercedes ab. McLaren überrascht. Und Red Bull rätselte, warum man sowohl auf den Geraden als auch in den Kurven langsam war. Wir blicken in unserer Trainingsanalyse hinter die Zahlen.

10.10.2014 Michael Schmidt

Lewis Hamilton fuhr auf eine Runde allen auf und davon - inklusive seinem Teamkollegen Nico Rosberg. Der Deutsche probierte eine alternative Abstimmung und fiel damit auf die Nase. Er landete in den Bremszonen immer wieder neben der Strecke. Auf eine Runde fehlten ihm 0,902 Sekunden auf Hamilton, in der Rennsimulation durchschnittlich sieben Zehntel.

Am Samstag wird Rosbergs Auto wieder auf das Hamilton-Setup zurückgerüstet. Die Konkurrenz lag auf eine Runde 0,864 Sekunden hinter Hamilton. Platz 2 ging überraschenderweise an Kevin Magnussen. Die McLaren waren auf eine Runde zweite Kraft. Beweis: Die Plätze 2 und 6 für Magnussen und Button. Im Dauerlauf mussten sich Magnussen und Button jedoch hinter Valtteri Bottas anstellen.

Die Rennsimulationen sind in Sochi sehr schwer zu lesen. Weil die Teams ihre Ausfahrten immer wieder stoppten, um das Setup dem zunehmenden Grip auf der Rennstrecke anzupassen. Es ist eine jener Strecken, auf der man genau an der Grenze zwischen viel und mittlerem Abtrieb liegt. Trotz der langen Geraden tendieren die Ingenieure eher zu mehr Abtrieb. "Du machst die Zeit in den vielen 90 Grad-Ecken", berichtet Lotus-Einsatzleiter Alan Permane.

Kurzer aber schneller Longrun von Bottas

Bottas drehte auf den weichen Reifen wegen der vielen Setup-Korrekturen nur 5 Runden am Stück. Da war er mit 1.44,166 Minuten sogar schneller als Hamilton, der es bei 6 Runden auf 1.44,413 Minuten brachte.

Nur noch Daniil Kvyat schaffte es unter die 1.45 Minuten-Schallmauer. Aber auch der Lokalmatador absolvierte in seinem schnellsten Longrun lediglich fünf Runden am Stück. Von den Fahrern, die echte Dauerläufe auf die Bahn legten, war McLaren-Pilot Magnussen mit 1.45,180 Minuten der schnellste. Jenson Button lag in einem ähnlichen Bereich.

Gefolgt von Kimi Räikkönen mit 1.45,422 Minuten. Der Finne klagte erneut über Probleme mit der Vorderachse. Fernando Alonso spulte wegen Problemen mit der Abstimmung überhaupt keinen Longrun ab. Der Spanier erzielte mit 1.40,504 immerhin die drittschnellste Zeit des Tages.

Die Force India-Piloten waren mit 1.45,438 Minuten (Perez) und 1.45,505 Minuten (Hülkenberg) bei der Musik. Sie spekulieren auf ein Einstopprennen und hoffen, dass die Konkurrenz ein Mal öfter Reifen wechseln muss. Pirelli-Sportchef Paul Hembery hält ein Einstopprennen für möglich: "Der Verschleiß ist vernachlässigbar. Über die thermische Abnutzung wissen wir noch zu wenig, weil die Strecke mit jeder Runde mehr an Grip zulegt."

Eines ist heute schon klar. Der bevorzugte Rennreifen wird die weiche Mischung sein. Mit dem Reifentyp "soft" fährt man 1,5 Sekunden schneller als mit "medium" – und sie halten sehr lange durch. Einige Fahrer fuhren ihre schnellste Runde erst im siebten Umlauf.

Red Bull wartet auf Teile aus Moskau

Red Bull hat in der Nacht von Freitag auf Samstag noch einen Berg Arbeit vor sich. Die Plätze 9 und 11 zeigen, dass den dunkelblauen Autos der Speed fehlt. Die Geschichte hört sich ähnlich an wie in Suzuka. "Wir verlieren in gleichem Maß in den Kurven und auf den Geraden", klagte Sebastian Vettel. Daniel Ricciardo berichtete, dass keine der durchgeführten Abstimmungsänderungen Besserung brachte. Mit einer Longrun-Zeit von 1.45,591 Minuten liegt der Australier noch hinter den Force India.

Teamberater Helmut Marko differenzierte: "Wir sind für das Abtriebs-Niveau, das wir gewählt haben, in Sektor 1 und 2 zu langsam. Das können wir im dritten Sektor nicht mehr aufholen. Neue Teile sollten den Red Bull das Laufen beibringen, doch sie stecken im Zoll in Moskau fest. Wenn sie nicht rechtzeitig in Sochi eintreffen, ist dennoch nicht alles verloren. "Wir haben Alternativlösungen. Am Samstag sollten wir die Probleme im Griff haben."

In unserer Galerie zeigen wir Ihnen die Trainingsbilder des Tages.

FahrerTeamZeit/RückstandRunden
1. Lewis HamiltonMercedes1:39.630 Min.27
2. Kevin MagnussenMcLaren+ 0.864 Sek.32
3. Fernando AlonsoFerrari+ 0.87432
4. Nico RosbergMercedes+ 0.91230
5. Valtteri BottasWilliams+ 0.94333
6. Jenson ButtonMcLaren+ 1.08832
7. Felipe MassaWilliams+ 1.10130
8. Daniil KvyatToro Rosso+ 1.47832
9. Sebastian VettelRed Bull+ 1.76630
10. Jean-Eric VergneToro Rosso+ 1.90133
11. Kimi RäikkönenFerrari+ 2.00024
12. Nico HülkenbergForce India+ 2.04727
13. Daniel RicciardoRed Bull+ 2.43125
14. Sergio PerezForce India+ 2.46029
15. Adrian SutilSauber+ 2.60331
16. Romain GrosjeanLotus+ 3.26230
17. Pastor MaldonadoLotus+ 3.27533
18. Esteban GutierrezSauber+ 3.42533
19. Marcus EricssonCaterham+ 4.50522
20. Max ChiltonMarussia+ 4.90029
21. Kamui KobayashiCaterham+ 5.32227
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