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Trainingsanalyse GP Shanghai

Top-Teams hinken weit hinterher

Jenson Button Foto: dpa 22 Bilder

Nach dem enttäuschenden Diffusor-Urteil unter der Woche brachte der erste Trainingstag für die etablierten Teams auch keine Erheiterung. Ferrari, McLaren, BMW-Sauber und Renault müssen um Punkte bangen.

17.04.2009 Tobias Grüner

Der Trend der ersten Rennen zeichnet sich auch in Shanghai deutlich ab. Ganz vorne zieht Brawn einsam seine Kreise. Die einzige offene Frage scheint, ob Rubens Barrichello seinen Teamkollegen Jenson Button schlagen kann und schlagen darf. Spannender wird es beim Kräfteverhältnis hinter den beiden weißen Boliden von Ross Brawn.

Doppeldiffusoren-Team wieder ganz vorn

In der Tageswertung lagen am Ende alle sechs Doppeldiffusor-Teams unter den ersten Acht. Nur Red Bull scheint momentan in den geschlossenen Diffusor-Zirkel eintreten zu dürfen. "Wir sind schnell und zuverlässig", betonte Sebastian Vettel selbstbewusst. Zusammen mit Mark Webber will der Deutsche endlich die Früchte der guten Form ernten. Nach den Erfahrungen aus Melbourne und Sepang ist vor allem im Qualifying viel von Red Bull zu erwarten.

Das Kräfteverhältnis zwischen den zwei anderen Diffusorteams Toyota und Williams ist dagegen nicht so eindeutig. In Malaysia war Toyota im Qualifying klar schneller, im Rennen konnte Nico Rosberg im Williams lange die Pace bestimmen. Ein ähnliches Bild können wir auch für Shanghai erwarten. Williams muss aufpassen, am Start nicht zu weit zurückzufallen, um seine Stärken im Rennen auch ausspielen zu können.

Die etablierten Teams fahren hinterher

Die Rechnung ist einfach: Wenn die drei Diffusor-Teams plus Red Bull ihrer Favoritenrolle gerecht werden, bleiben für die anderen Piloten keine Punkte mehr übrig. Vor allem die etablierten Teams versuchten am Freitag mit verzweifelten Maßnahmen den Rückstand zu reduzieren. Bei BMW-Sauber sieht es so aus, als würde Robert Kubica erstmals auch im Rennen mit KERS antreten. Ganz sicher ist die Entscheidung noch nicht getroffen.

Bei Ferrari geht man den umgekehrten Weg: Die Italiener bauten ihr Hybrid-System am Freitag bei beiden Fahrzeugen aus. Zuverlässigkeitsprobleme zwangen zu diesem radikalen Schritt. "Wir sind technisch in einer schwierigen Situation", gesteht Felipe Massa. Am Freitag wurde am Auto des Brasilianers ein neues Aerodynamik-Paket getestet. Mit einer Sekunde Rückstand auf die Spitze zeichnete sich aber noch kein Befreiungsschlag an. Es könnte also gut sein, dass Ferrari auch im dritten Rennen ohne Punkte bleibt.

Auch bei McLaren-Mercedes hofft man auf die positive Wirkung neuer Aerodynamik-Teile. Im ersten Training fuhr Lewis Hamilton Bestzeit, Heikki Kovalainen fand sich auf Rang vier wieder. Ob alleine der neue noch konventionelle Diffusor sowie die modifizierten Heck- und Frontflügel hinter dem Strohfeuer stecken ist unwahrscheinlich. Im zweiten Training fand sich das finnisch-britische Doppel auf den Plätzen neun und 13 wieder - ungefähr dort, wo man sie auch im Rennen erwarten kann.

Als viertes etabliertes Team befindet sich auch der Weltmeister von 2005 und 2006 in einer echten Krise. Die Plätze 16 und 19 für Nelson Piquet und Fernando Alonso spiegeln das Renault-Elend allerdings nur unvollständig wider. Piquet fuhr mit KERS, klagte aber über die Balance. Alonso probierte es erstmals ohne, erlangte aber nicht die erhoffte Erkenntnis. Um die Verwirrung komplett zu machen, erwägt die Mannschaft von Flavio Briatore am Samstag auch noch den Einsatz eines neuen Doppel-Diffusors - ohne Test und Erfahrungswerte. Zur Verteidigung bleibt zu sagen, dass Renault auch nicht mehr viel verlieren kann.

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