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Trainingsanalyse GP Singapur

Kein Rezept gegen Red Bull D-Zug

Sebastian Vettel GP Singapur 2013 Foto: xpb 71 Bilder

Red Bull schockt die Konkurrenz. Sebastian Vettel ist sechs Zehntel schneller als Teamkollege Mark Webber und eine Sekunde als der Rest. Auch in den Dauerläufen fahren die Titelverteidiger in einer eigenen Liga. Mercedes war zunächst dran, fiel dann aber ab. Und keiner weiß warum.

20.09.2013 Michael Schmidt

Nach dem ersten Training sah alles nach einem Duell zwischen Red Bull und Mercedes aus. Beide Teams fuhren auf Augenhöhe. Das setzte sich im zweiten Training zunächst fort, doch kaum wechselten die Teams auf die weichen Reifen, schlug Red Bull zu. Sebastian Vettel machte 2,2 Sekunden gut. Mark Webber nur 1,3 Sekunden.

Und die Mercedes? Lewis Hamilton steigerte sich um 1,2 Sekunden, Nico Rosberg um 1,7. Keiner konnte den großen Abstand zu den Red Bull erklären. Hamilton sprach von einem "unfahrbaren Auto". Untersteuern, übersteuern, das ganze Programm.
 
Als Niki Lauda aus dem ersten technischen Briefing kam, schüttelte er den Kopf: "Da ist mehr Konfusion als zu Beginn der Sitzung." Möglicherweise hat es etwas mit den Oberflächentemperaturen der Reifen zu tun. Sie sollen zu niedrig gewesen sein. Richtig gehört: Mercedes ist mittlerweile zum Reifenflüsterer mutiert.

Setup während des Trainings geändert

Red Bull-Berater Helmut Marko erklärt Vettels Quantensprung so: "Er hatte vorher nicht das optimale Setup. Mark war permanent schneller. Vor drei Jahren hätten wir dieses falsche Setup durch das ganze Wochenende geschleppt. Am Anfang des Jahres konnten wir immerhin bis Samstag darauf reagieren. Jetzt schaffen wir es schon während eines Trainings."

Die Gegner finden kein Rezept. Entweder sie drehen sich im Kreis wie Mercedes, sind zu langsam wie Ferrari, oder steckten im Verkehr wie Lotus mit Kimi Räikkönen. "Ich wäre deutlich schneller gewesen, aber nicht so schnell wie Red Bull", richtete Kimi aus.

Räikkönen der stärkste Red Bull-Gegner

Bei den Dauerläufen sieht es noch bitterer aus. Vettel und Webber drehen wie die Uhrwerke mittlere 1.51er Zeiten. Nur Räikkönen kam halbwegs in ihre Nähe. Den Mercedes fehlte im Schnitt mehr als eine Sekunde, Ferrari fast zwei. Das kann auch die größere Tankmenge im Ferrari nicht erklären. Selbst McLaren zeigte einen besseren Dauerlauf.

Trotz neuem Frontflügel und Diffusor sind die roten Autos offenbar wieder auf dem Stand angelangt, auf dem sie in Ungarn waren. Auch Red Bull legt weiter nach, obwohl man den WM-Titel fast schon in der Tasche hat. Frontflügel und Unterboden wurden modifiziert.

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